Inflation, Helfer oder Zerstörer für den Anleger?

Wirtschaft im Revier 04/2014

Das Zitat zum Wissen:.

Der VPI wird somit bis zum Berichtsmonat Dezember weiterhin mit dem Basisjahr berechnet. Für den wird ein spezieller Verbraucherpreise mit. erheblich von der Entwicklung von Globalgrößen wie dem Verbraucher-preisindex für Österreich berechnet. Der HVPI wird wird ein großer.

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Allein aus dieser Beschreibung der Konstruktion und Berechnung der Teuerungsrate wird ersichtlich, an wie Verbraucherpreise (zum Beispiel für wird oder ein.

In diesem Aufsatz aus "Wirtschaft und Statistik" wird insbesondere über die Auswirkungen der wichtigsten Änderungen auf die Ergebnisse des Verbraucherpreisindex berichtet. Für die Preisstatistik ist es von besonderer Bedeutung, die unterschiedlichen Geschäftstypen hinsichtlich ihrer Marktrelevanz angemessen zu berücksichtigen.

Durch die systematische Einbeziehung der relevanten Geschäftstypen in die Preiserfassung und die Ermittlung der jeweiligen Marktanteile ergeben sich Schichtungsmerkmale, deren Berücksichtigung eine effizientere und genauere Preismessung ermöglichen kann. Der folgende Beitrag aus "Wirtschaft und Statistik" erläutert, wie die verschiedenen Geschäftstypen klassifiziert wurden und welchen Marktanteil sie beim Kauf verschiedener Arten von Gütern haben. Die sich daraus ergebenden Änderungen werden ab Dezember angewandt und mit dem Index für Januar wirksam.

Der vorliegende Beitrag aus "Wirtschaft und Statistik" befasst sich mit der Frage, ob sich die Inflationsraten zwischen den einzelnen Einkommensgruppen tatsächlich unterscheiden. Inflationsmessung nach Einkommensgruppen - Wer ist wie stark betroffen? Weitere FAQ zum Thema. Weitere Begriffe zum Thema. Um unsere Website für Sie optimal gestalten zu können, verwenden wir Cookies. Navigation und Service Springe direkt zu: Inhalt Springe direkt zu: Bitte Tab-Taste nutzen, um ins Suchfeld zu springen.

Erläuterungen zur Verbraucherpreisstatistik Verbraucherpreisindex VPI Der Verbraucherpreisindex für Deutschland misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Revisionen in der amtlichen Statistik In der amtlichen Statistik bezeichnet Revision eine Überarbeitung bereits veröffentlichter Ergebnisse, weil neue, bisher nicht verfügbare Daten hinzukommen und in die Berechnung einbezogen werden oder indem methodische und konzeptionelle Änderungen auch rückwirkend vorgenommen werden.

Verbraucherpreisstatistik auf neuer Basis Christian Blaudow, Florian Burg. Dadurch sind die Zinsen für Spareinlagen und Tages- geld im Euroraum auf einen historischen Tiefstand gesunken. Entspannung bedeutet aber nicht Normalisierung. Gesicherte Geldmarktgeschäfte, bei denen die ausleihende Bank Wertpapiere als Pfand hinterlegt, dominieren bis heute den Geldmarkt. Bei den nicht gesicherten Geldmarktgesehäf- ten entfällt derzeit das Gros auf Geschäfte nur über Nacht, während der nicht besicherte Markt mit Liquiditäten von über einem Monat praktisch ausgetrocknet ist.

Hierin zeigt sich das weiterhin bestehende Misstrauen zwischen den Banken im Euroraum: Noch immer fehlt die Bereitschaft, sieh unter- einander mit Geld zu versorgen. Viele Banken in Südeuropa erhalten weiterhin keine ungesicherten Kredite anderer Ban- 72 Nicht funktionierende Geldmärkte ken. Müssen die Banken stärker reguliert werden? Funktionierende Banken sollten keine Geschäfte tätigen dür- fen, die Kundeneinlagen gefährden.

Hier müssen Politik und Gesetzgebung die wirtschaft- liche Macht begrenzen. Dies gilt auch für den Einfluss des Finanzsektors auf die Politik. Schärfere Eigenkapitalregeln für Banken sollen das Vertrauen der Investoren in die Stabilität der europäischen Banken stärken. Die neuen Vorschriften sehen vor, dass für Kredite mehr Eigenkapital bereitgestellt werden muss.

Strengere Eigenkapitalvorschriften verteuern die Kredite und vermindern die Eigenkapitalverzinsung der Banken. Aus den Wertpapiersparten der Kredit- institute entstanden die Investmentbanken. Amerikanischen Banken wurden später auch Versicherungsgeschäfte unter- sagt. Diese Gesetze wurden in den er-Jahren auf- geweicht und später sogar aufgehoben. Auch die Erfahrungen mit der Bankenkrise in Europa haben gezeigt, dass bestimmte Handelsgeschäfte gefährlich sein können.

O Gefahren gehen insbesondere vom Markt für Derivate aus. Deri- vate Futures, Optionen waren ursprünglich zur Absicherung der finanziellen Risiken bei Zins-, Aktien- und Devisengeschäften konzipiert. Der Handel mit Derivaten wird aber inzwischen über- wiegend zur reinen Gewinnerzielung betrieben. Ein stabileres Bankensystem soll durch eine organisatorische Trennung der klassischen Bankgeschäfte vom riskanteren In- vestmentbanking erreicht werden. Hier soll auch der staatliche Einlagenschutz gelten.

Durch eine Aufspaltung oder rechtliche Trennung wird er- reicht, dass die riskanten Geschäfte im Investmentbereich keine Auswirkungen auf das normale Bankgeschäft haben. Im Krisenfall ist dann auch eine Abwicklung des Investment- geschäfts leichter möglich. Sie wollten hohe Gewinn- chancen realisieren und spekulierten auf Staatshilfen für den Fall, dass ihre Finanztransaktionen scheiterten. Auch die Jagd auf hohe Bonuszahlungen begann erneut. Dies hat die Bran- che in Misskredit gebracht.

Zur Lösung dieser Probleme wird in den Eurostaaten eine europäische Bankenaufsicht geschaf- fen. Sie fällt in die Zuständigkeit der EZB. Von diesen etwa Banken entfallen 25 auf Deutschland. Kleine Banken und Sparkassen verbleiben weiter unter nationaler Aufsicht. So könnte bei Banken die Expansionsfinanzierung über Fremdkapital eingeschränkt werden.

Geldmarktfonds sind ein wichtiger Teil des US-Schattenbanksystems. Für sie soll eine strengere Aufsicht als bisher gelten, da die US-Regierung in der Finanz- krise auch Fonds stützen musste. Häufige Depotumstellungen werden damit in Zukunft teurer.

Dies trifft auch Banken und Fonds, die ihre Depots oft umschichten. Ihre Ursachen sind unterschiedlich, die Konsequenzen meist gleich: Die Preise fallen, z. Marktteilnehmer können dadurch zahlungsunfähig werden. Die Wirtschaft wird stark gehemmt. Durch die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers weitete sie sich aus. Im Oktober war kurz- fristig ein Zusammenbruch des weltweiten Geld- und Bankensystems zu befürchten.

Der Interbankenhandel kommt so zum Erliegen. Beides führte zu einer starken Ausweitung der Geldmenge. Ist eine Währung nicht mehr stabil, kann dies verheerende Auswirkungen haben. Dies zeigt das folgende vereinfachte Beispiel. Geldmenge Gütermenge Preis Bezeichnung 1. Dadurch steigen die Preise und die Kaufkraft wird verrin- gert. Es tritt Inflation ein. Die Preise sinken und die Kaufkraft steigt an. Man spricht hier von Deflation. Eine Ausweitung der Geldmenge führt demnach langfristig zu höheren Preisen.

Geldmenge und Gütermenge 79 Kaufkraft: Wie viel man für sein Geld bekommt Der Wert des Geldes, die Kaufkraft, zeigt sich in der Güter- menge, die man mit einer Geldeinheit kaufen kann. Mit steigendem Preisniveau sinkt die Kaufkraft, und es können weniger Güter erworben werden.

Die Kaufkraft des Geldes steht also in einem umgekehrten Verhältnis zum Preisniveau. So schwanken sie z. Gemessen werden kann die Kaufkraft daher nur, wenn bei der Bewertung immer wieder die gleichen Güter und Dienstleistungen zugrunde gelegt werden.

Hierzu wird eine Art Warenkorb zusammengestellt, der all die Güter und Dienstleistungen enthält, die ein Haushalt typischerweise so braucht. Anhand dieses Warenkorbs wird in bestimmten Ab- ständen der so genannte Verbraucherpreisindex ermittelt. Steigt dieser Preisindex für die Lebenshaltung, weil die Güter 80 Wenn Geld nicht mehr stabil ist im Warenkorb teurer geworden sind, hat sich die Kaufkraft des Geldes verringert.

Bei der Deflation fallen die Preise für Waren und Dienstleis- tungen. Die Gütermenge bleibt gleich, während die Geld- menge kleiner wird. Die Folgen einer Deflation sind fatal: Die Menschen konsumieren weniger als sie sollten, daraufhin senken die Unternehmen ihre Produktion und in- vestieren nicht mehr so viel.

Es werden weniger Arbeitnehmer benötigt; Entlassungen sind die Folge. Dies beeinflusst wie- derum das Konsumverhalten der Verbraucher: Sie halten sich mit dem Kauf von Gütern zurück.

Die Nachfrage danach sinkt noch mehr. Die Abwärtsspirale dreht sich weiter, bis sie in eine so genannten Wirtschaftsdepression mündet. Herrscht Deflation, werden vor allem Kreditnehmer benach- teiligt. Immobilien, in die sie investiert haben, verlieren drastisch an Wert, während die Kreditzinsen dafür gleich bleiben.

Gewinner einer Deflation sind dagegen diejenigen, die Geldbestände in bar oder Sparkonten haben. Der Wert dieser Anlagen steigt dann. Heute wird es von Ökonomen als eher unwahrscheinlich ange- sehen, dass es im europäischen Raum dazu kommen könnte. Inflation als Prozess der ständigen Geldentwertung kennt verschiedene Erscheinungsformen.

Zum einen wird nach der Geschwindigkeit der Geldentwertung in schleichende und galoppierende Inflation unterschieden, zum anderen nach der Wahrnehmbarkeit in offene und verdeckte Inflation. O Die Inflationsraten in den er- und er-Jahren waren in der Bundesrepublik Deutschland schleichend und moderat.

In Verbindung mit der Wiedervereinigung und dem Nachfrageboom in den neuen Ländern traten stärkere Preissteigerungen auf. Im Zuge des folgenden konjunkturellen Abschwungs hat die Deutsche Bundesbank dann ihre geldpolitischen Zügel wieder gelockert. Wenn sich der Preisanstieg beschleunigt, dann kommt es zur galoppierenden Inflation. Während nur wenige Men- schen hiervon profitierten, gehörte die Masse der Kleinbürger, die Geld gespart hatten, zu den Verlierern.

Offene und verdeckte Inflation Von offener Inflation wird gesprochen, wenn die Preise für jedermann erkennbar ansteigen. In Erwartung weiter anstei- gender Preise gewinnen Sachwerte zunehmend an Bedeu- tung. Bei der verdeckten zurück gestauten Inflation wird der Preisanstieg durch den Staat verhindert, z. Das Geld verliert trotzdem an Wert. Es besteht ein Geldüberhang, während Güter knapp sind, und so kommt es zu einem schwarzen Markt für diese Güter.

Normalerweise kommt es in einer solchen Situation zu einer offenen Inflation. Es war aber nur eine verdeckte Inflation zu beobachten, da die Güterpreise nur wenig stiegen und damit auch die Indizes der Verbraucher- preise keine starke Zunahme zeigten. Globalisierung und Libera- lisierung sowie neue Anbieter aus China und den Schwellenlän- dern sorgten dafür, dass die Verbraucherpreise niedrig blieben. Die Verlagerung von Produktionsstätten in Niedriglohnländer führte dazu, dass die typische Lohn-Preis-Spirale, die im Regelfall durch Geldvermehrung entsteht, ausblieb.

Die Forderungen der Gewerkschaften nach höheren Löhnen wurden von Arbeitgeber- seite mit der Drohung beantwortet, weitere Fertigungsstätten ins Ausland zu verlagern.

Die geschaffene zusätzliche Geldmenge war aber vorhanden. Sie führte zu den bekannten Preissteigerun- gen auf den Immobilien-, Aktien- und Rohstoffmärkten. Wie Inflation entsteht ln einer Volkswirtschaft gibt es zwei Ströme: Geld Geldstrom wird gegen Güter Güterstrom getauscht.

Die beiden Ströme sind idealerweise von ihrem Wert her gleich. Es liegt dann ein Gleichgewicht zwischen der Geld- und Gütermenge vor. Wenn mehr Geld in diesen Kreislauf kommt, ohne dass die Gütermenge steigt, sind die Verbraucher bereit, mehr Geld für die gleich gebliebene Gütermenge zu zahlen.

Die Folge sind Preissteigerungen. Und das kann in eine Inflation münden. Die gestiegene Güternaehfrage führt kurzfristig zu einer Zunahme der Pro- duktion. Nimmt die Nachfrage stärker zu als die Produktion, dann führt die Überschussnachfrage zu steigenden Preisen.

Setzt die Notenbank diese expansive Geldpolitik fort, dann ist Inflation die Folge, da eine Erhöhung der Geldmenge lang- fristig nur das Preisniveau hebt. Die Notenbank kann mit expansiver Geldpolitik kurzfristig das Wirt- schaftswachstum anregen. Betreibt sie diese Geldpolitik aber langfristig, dann erreicht sie nicht mehr Wachstum. Lediglich die Inflation steigt dann, und sie selbst verliert an Glaubwürdigkeit. Ursachen der Inflation Warum steigen die Preise? Die Inflation hat mehrere Ursa- chen, wobei die Geldmenge eine wesentliche Rolle spielt.

Bei Inflation erhöht sie sich stärker als die Produktionsmöglich- keiten in der Volkswirtschaft. Entscheidend ist daher, woher der Impuls zur Erhöhung der Geldmenge stammt. Hier unter- scheidet man zwischen nachfrage- und angebotsbedingter Inflation. Reagiert die Produk- tion darauf nicht, wirkt die erhöhte Nachfrage inflations- fördernd. Hierbei können steigende Kosten Löh- ne, Rohstoffe für die Preiserhöhungen ausschlaggebend sein, aber auch die Marktmacht der Unternehmen.

Die folgende Übersicht zeigt die einzelnen Inflationstypen. Das wiederum hat Auswirkungen auf das Preisniveau in der gesamten Volks- wirtschaft.

Diese investieren hier mehr als Spargelder zur Verfügung stehen. Die Güter der Investitionsgüterindustrien Maschinen- und Anlagen- bau, Elektroindustrie und Fahrzeugbau verteuern sich da- raufhin stark.

Die anderen Bauzweige profitieren davon ebenfalls. Steuer- und Ausgabenerhöhungen des Staa- tes, um diese Ausgaben zu finanzieren, führen zu einem Anstieg der Preise.

Dieser Vorgang erklärt sich dadurch, dass ausländische Käufer die gekauften Produkte oft in ihrer eigenen Währung bezahlen. Die exportierenden europäischen Unternehmen erhalten also ausländische Va- luta für die Exporte.

Diese tauschen sie im Bankensystem in Euro um. Die Geldmenge im Euroland nimmt ohne eine Steigerung der Gütermenge zu. Sie kann ihre Ursache in einem Anstieg der Lohn- und Gehaltskosten oder einem Anstieg der Materialkosten oder auch Rohstoffpreise haben.

Bei der Kosteninflation über- wälzen die Unternehmen die gestiegenen Kosten auf die Wie sich die Geldentwertung auf uns auswirkt 87 Preise, die dann die Abnehmer bzw. Die Unter- nehmen verlangen von den Abnehmern höhere Preise, und die Inflationsrate steigt. Diese Art der Inflation kommt vor allem dann zum Tragen, wenn ein Unternehmen nur wenig oder gar keine Konkurrenz hat und daher seine Preise frei festsetzen kann.

Wie sich die Geldentwertung auf uns auswirkt Inflation führt bei breiten Bevölkerungsschichten zu Verlus- ten, die als schmerzhaft empfunden werden. So folgt aus dem mit der Inflation einhergehende n Verlust von Kaufkraft, dass der Einzelne sich für sein Einkommen weniger leisten kann. Man kann weniger kaufen, weniger Urlaub machen, wenn nicht auch das Einkommen oder die Rente an die Inflation angepasst wird.

Geld kann seine Aufgabe als Wertaufbewah- rungsmittel nur noch begrenzt erfüllen. Auch diejenigen, die über Staats-, Unternehmens- und Bankanleihen mit einem festen Zinssatz sowie Kapitallebensversicherungen verfügen, gehören daher zu den Verlierern der Inflation. Wer fürchtet, dass erspartes Geld in Zukunft wegen Inflation weniger wert ist, investiert lieber in Sachwerte.

Diese Flucht in Sachwerte kann zu einer Fehlleitung von Kapital führen, z. Sie zahlen dann mehr zurück, als sie ursprünglich kalkuliert hatten, wenn sich die Zinsraten inflationsbedingt drastisch erhöhen. Wie kann die Inflation gemessen werden? Inflation liegt vor, wenn sich das Preisniveau einer repräsen- tativen Auswahl von Gütern einer Volkswirtschaft verteuert hat. Die Geldentwertung wird dabei mit einem Index gemes- sen. Dazu wird eine Art Warenkorb herangezogen und die Veränderung der Preise der Güter aus diesem Warenkorb zu einem bestimmten Ausgangsjahr, so genanntes Basisjahr, ver- glichen.

Stahl, Metalle, Mineralölprodukte, Kunststoffe, Textilien. Bei den Energiepreisen sind aber auch deut- liche Preisschwankungen festzustellen. Der Preisindex für die Lebenshaltungskosten Der Preisindex für Lebenshaltungskosten wird in Deutschland anhand eines Warenkorbes von Sachgütern und Dienst- leistungen ermittelt. Enthalten sind darin Nahrungsmittel, 90 Wenn Geld nicht mehr stabil ist Verbrauchs- und Gebrauchsgüter sowie Dienstleistungen und Reparaturen.

Gemessen wird hier die Preisentwicklung der Güter und Dienstleistungen eines typischen Haushalts. Die Ausgaben von ausgewählten Haushalten werden hierzu mo- natlich auf Stichprobenbasis ermittelt. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden Geldmengen- und Preisentwicklung 91 Veränderungen in den Verbrauchsgewohnheiten führen zu entsprechenden Änderungen im Warenkorb.

Bestimmte Güter werden neu aufgenommen, andere herausgenommen. Neu- artige Güter auf dem Markt werden so auch erfasst. Interessant für die Messung der Inflation ist nicht die abso- lute Höhe der Preise, sondern deren prozentuale Änderung. Diese Veränderung entspricht der Inflationsrate, also der Rate, mit der die Inflation gemessen wird. Die Inflationsmessung erfolgt auf der Grundlage des Preisindex für die Lebenshaltungskosten. Die Inflationsrate erfasst nur die Preissteigerungen der Ver- brauchs- und Gebrauchsgüter.

Die Preissteigerungen bei den Vermögensgütern Immobilien, Gold oder Aktien werden da- gegen nicht in der Rate berücksichtigt. Diese liegen jedoch über den Preissteigerungsraten der Verbrauchsgüter. Die tat- sächliche Inflationsrate ist damit höher als die offiziell aus- gewiesene. Geldmengen- und Preisentwicklung Ziel der Zentralbanken ist es, dafür zu sorgen, dass hohe Geldbestände nicht zu Preissteigerungen und langfristig zu Inflation führen.

Andererseits müssen sie verhindern, dass infolge einer zu knappen Geldversorgung eine Rezession oder 92 Wenn Geld nicht mehr stabil ist sogar Deflation eintritt. Dazu müssen sie die Entwicklung der Geldmenge M3 und des Bruttoinlandsprodukts genau beob- achten. I Das Bruttoinlandsprodukt steht für den Wert aller Waren und Dienst- leistungen, die innerhalb eines Jahres innerhalb einer Volkswirtschaft für den Endverbrauch hergestellt wurden.

Wertpapiere verkaufen Wertpapiere kaufen Mindestreserve- Mindestreserven Mindestreserven politik: Um zu erkennen, ob Handlungsbedarf be- steht, muss das Wachstum der Geldmenge gemessen und eine Handlungsstrategie festgelegt werden. Gegen die Festlegung eines starren prozentualen Geldmengenwachstums spricht Geldmengen- und Preisentwicklung 93 jedoch, dass die Notenbank die Geldaggregate, wie z.

Die Geldmenge darf dann im Währungsgebiet um z. Die Angabe eines Zielkorridors ist sinnvoll, weil Geldmen- genschwankungen nur bedingt aussagekräftig sind. O ln den er-Jahren gab die Deutsche Bundesbank jährliche Geldmengenziele bekannt. Deutschland orientierte sich dabei bevorzugt an der Geldmenge in ihrer weitesten Abgrenzung, also M3. Derzeit geben die Notenbanken ein Inflationsziel vor und achten weniger auf die Geldmengenentwicklung.

Viel und billiges Geld führt nicht in jedem Fall zwingend zu Inflation. Diese kann ausbleiben, wenn auf den Gütermärkten viel Wettbewerb herrscht. Er bezeichnet starke und früher nicht übliche Eingriffe der Notenbanken in die Finanzmärkte durch eine Geld- schwemme. Die Geldpolitik wird dabei dem Ziel der Voll- beschäftigung untergeordnet. Die Zinsen werden extrem niedrig gehalten, und eine höhere Inflation wird hingenom- men.

Durch den Kauf von Hypothekenanleihen und Staatspapieren verbilligte sich auch der Wechselkurs des Dollars. Mit günstigem und reichlichem Geld wird so die Wirtschaft angekurbelt. Die monetäre Geldbasis Das gesamte Geldangebot einer Volkswirtschaft ist abhängig von einer Basis, und zwar dem Zentralbankgeld. Sie wird auch als monetäre Geldbasis oder als Geldmenge MO bezeichnet. Sie setzt sich zusammen aus den Mindestreserven der Geschäftsbanken, dem Bargeldbestand in der gesamten Volkswirtschaft und den freiwilligen Überschussreserven der Geschäftsbanken.

Da die Geschäftsbanken für ihre Geldschöp- fung auf die Geldbasis angewiesen sind, steuert die Zentral- bank über die Geldbasis auch gleichzeitig die gesamte Geld- menge M3. Die Geldmenge M3 ist für die Beurteilung der Inflationsentwicklung wichtiger als die monetäre Geldbasis, da sie den stärkeren Bezug zur Realwirtschaft hat.

O Seit der Finanzkrise hat sich die monetäre Geldbasis in den südeuropäischen Ländern und damit im gesamten Euroraum erhöht. Grund dafür sind die Finanzspritzen für die südeuropäi- schen Länder.

Die Fi- nanzierung der Importe aus den nördlichen Ländern erfolgte über die Geschäftsbanken, die sich wiederum bei den Zentralbanken refinanzierten. Dies hat zu einer Zunahme der Guthaben der Geldmengen- und Preisentwicklung 95 Geschäftsbanken bei den nationalen Zentralbanken geführt.

Ob es in Zukunft zu höheren Inflationsraten kommen wird, ist davon abhängig, ob die in den Markt gepumpten Rettungsgelder künftig in den Geldkreislauf sickern und sich dadurch auch die Geld- menge M3 erhöht. Über die Kreditgewährung der Geschäfts- banken an Unternehmen und Privatpersonen kann viel Geld der Zentralbanken in die Realwirtschaft gelangen, wenn die Kon- junktur wieder anspringt.

Die EZB wird dann versuchen, die überschüssige Liquidität abzuschöpfen. Vermehrt sich die Geldmenge, bleibt die Gütermenge jedoch gleich, führt dies zur Verringe- rung des Geldwertes.

Dadurch steigen die Preise und die Kaufkraft wird vermindert. Im Hinblick auf die Sichtbarkeit sind offene und ver- deckte Inflation zu berücksichtigen.

Die Ursachen einer Inflation können auf der Nachfrage- oder der Angebots- seite liegen. Man spricht hier von Defla- tion. Basis für die Inflationsrate ist der Lebenshaltungskosten- index, der in einer Art Warenkorb die Durchschnittspreise für Produkte und Dienstleistungen des täglichen Lebens abbildet.

Andererseits müssen sie verhindern, dass infolge einer zu knappen Geldversorgung eine Re- zession oder sogar Deflation eintritt. Als Konsequenz aus der Finanzkrise sagen viele Ökonomen eine Inflation voraus.

Grund genug, die eigenen Geldanlagen zu überprüfen, ob sie dem standhalten. Vermögen krisensicher anlegen Die Stabilität des Geldes ist von vielen politischen und wirt- schaftlichen Faktoren abhängig, die der Einzelne nicht aktiv beeinflussen kann.

Niemand kann heute definitiv sagen, ob uns die Zukunft Inflation bringt oder nicht. Allerdings kann man durch die richtigen Strategien sein Ver- mögen wirksam vor Inflation schützen und so die Angst vor der ungewissen Zukunft und einem Wertverlust minimieren.

Dabei gibt es nicht die Strategie für alle; sie ist immer abhängig vom Einzelfall. Es spielen dabei unter anderem die Höhe des Vermögens, die Lebenssituation, die Risikobereit- schaft und die Ertragserwartungen eine Rolle. Ganz sicher kann man jedoch generell sagen: Man sollte nicht alles auf eine Karte setzen. Wer sein Geld nur in Aktien investiert, geht ein ähnlich hohes Risiko ein, wie derjenige, der nur auf Immobilienbesitz vertraut. Wie so oft, gilt auch hier: Der richtige Mix macht's.

Da sich Rahmenbedingungen ändern können, müssen die Anlageentscheidungen auch von Zeit zu Zeit überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Daher sollte man auch nicht allzu sehr auf langlaufende Sparmo- delle setzen, um kurzfristig auf aktuelle Entwicklungen rea- gieren zu können. In diesem Kapitel werden viele verschiedene Anlageformen beleuchtet und ihre Chancen und Risiken in Zeiten möglicher Inflation ausgelotet.

Festverzinsliche Wertpapiere sind daher ein geeignetes Anlagemedium für den sicherheitsorientierten Anleger. Zinszahlungen und Rückzahlung des Nennbetrages sind aber von der Bonität des Schuldners ab- hängig.

Allerdings haben diese Wertpapiere einen Nachteil, wenn Inflation eintritt. Liegt die Inflationsrate über der eher niedrigen Rendite der festverzinslichen Wertpapiere, dann werden sie unrentabel. Das eingesetzte Kapital geht dann schrittweise verloren.

Die optimale Aufteilung des Vermögens auf unterschiedliche Anlage- möglichkeiten muss stets die Vermögens- und Einkommenslage des Anlegers und seine Risikobereitschaft berücksichtigen. Das Geschäft mit der Angst vor der Inflation hat diese inflationsgeschützten Anleihen hervorgebracht. Ihr Zins steigt, wenn sich die Preise inflationsbedingt erhöhen. Dies schützt zwar davor, dass die Anlage bei Inflation nicht den Wie schützt man das eigene Geld? Wert verliert, hat aber den Nachteil, dass die Zinsen niedrig bleiben, wenn keine Inflation eintritt.

Sie spielt bei unvorhergesehenen Ausgaben und Ereignissen eine wichtige Rolle. Sichteinlagen auf lau- fenden Konten und Termineinlagen kommen für eine Anlage als liquide Reserve in Betracht. Die Mindestanlagedauer für Festgeld beträgt in der Regel 30 Tage.

Von einem Sparbuch können im Monat 2. In Deutschland haftet bei einem Ausfall der Staat für Konten bis zu Er wird deshalb alles Notwendige dafür tun, dass ein Run auf Bankeinlagen unterbleibt. Die Insolvenz einer oder mehrerer Banken kann der Staat ver- hindern. Er kann aber nicht helfen, wenn alle Banken gleich- zeitig insolvent würden.

Eine Staatspleite mehrerer Länder oder eine deutsche Staatsinsolvenz kann er nicht auffangen. Die Verzinsung von Spareinlagen ist derzeit sehr niedrig. Spareinlagen und Anleihen Anleger oder Sparer erhalten normalerweise höhere Zinsen, wenn sie ihr Kapital dem Schuldner länger zur Verfügung stellen.

Es ist möglich, dass für eine bestimmte Zeit eine inverse umgekehrte Zinsstruktur besteht. Kurzfristige Geldanlagen erzielen dann eine höhere Verzinsung als langfristige. Fremdwährungen Um nicht nur auf die Währung Euro vertrauen zu müssen, bieten sich auch Fremdwährungskonten oder Fremdwäh- rungsanleihen an.

Wenn der Euro gegenüber anderen Wäh- rungen an Wert verliert, dann profitieren Geldanlagen in Auslandswährungen, weil der Gegenwert in Euro steigt. Wer auf die Aufwertung einer Währung und auf Erträge daraus spekulieren möchte, sollte in Anleihen investieren. Wer Angst vor einem instabilen Euro hat, sollte ein Fremdwährungskonto mit der von ihm präferierten Devise halten.

Eine solche Geldanlage in fremden Währungen bietet sowohl Chancen als auch Risiken, da Wechselkurse unter Umständen dramatisch schwanken können. Der Zinssatz in einer auslän- dischen Währung kann zwar höher sein als in Deutschland, doch nicht selten ist dies Ausdruck einer hohen Inflationsrate in dem betreffenden Land.

Dies kann langfristig zu einer Abwertung der Fremdwährung führen, die den Zinsvorteil übersteigt. Ein Fremdwährungskonto ist auch bei einer deutschen Bank möglich. Anleger, die längerfristig in eine Fremdwährung Wie schützt man das eigene Geld? Wechselkurse werden nicht nur durch wirtschaftliche, sondern auch durch viele andere Fak- toren beeinflusst, die man kennen sollte.

Sie sind meist von Banken gegründete Kapital- anlagegesellschaften. Geldmarktfonds investieren das ihnen zur Verfügung stehende Kapital in liquide Anlagen wie Ter- mingelder, Schuldscheindarlehen, noch kurzfristig laufende Anleihen und Geldmarktderivate.

Der Erwerber von Geldmarktfondsanteilen erhält von der Bank eine gewöhnliche Wertpapierrechnung und hat ein Depot zu führen. Die Festgeldanlage ist von der Abrechnung her die einfachere Anlageform. Geldmarktfonds in Euro oder Schweizer Franken erwirtschaf- ten bei den derzeit niedrigen Zinsen kaum noch Erträge und weisen eine negative Realverzinsung auf. Die Anleger ziehen deshalb ihr Geld aus den Geldmarktfonds massiv ab. Deutsche Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit erreichten in den vergangenen 20 Jahren z.

Spareinlagen und Anleihen ln den letzten zehn Jahren ergab sich jedoch eine Änderung zum Negativen. Deutsche, schweizerische, amerikanische und britische Staatsanleihen gelten zwar weiterhin als sicher, doch ihre Renditen liegen heute unterhalb der Inflationsrate.

Nach Abzug von Steuern und der Inflationsrate sind diese Renditen negativ, was einer realen Vermögensvernichtung gleichkommt. Die Ursache hierfür ist die riesige Nachfrage nach Bundes- anleihen, die im Vergleich zu vielen ausländischen Staats- anleihen sicher sind. Anleihen südeuropäischer Länder weisen zwar eine höhere Verzinsung auf, sie sind jedoch ein Risikoin- vestment.

Öffentliche Schuldner emittieren immer wieder Anleihen am Markt zu den jeweils aktuellen Marktzinsen. Ausstehende Anleihen aus früheren Zeiten passen sich über den Kurs an das aktuelle Zinsniveau an.

Das bedeutet, dass ausstehende Anleihen mit einem höheren Zinssatz Coupon dann über Wie schützt man das eigene Geld? Anleihen mit langen Laufzeiten sollten nicht gekauft werden, wenn das allgemeine Zinsniveau sehr niedrig ist.

Wer aus Sicherheitsgründen Anleihen bei einem tiefen Zins- niveau erwirbt, sollte sich für solche mit kurzen Laufzeiten entscheiden. Unternehmensanleihen Die Politik der niedrigen Zinsen hat dazu geführt, dass An- leihen von Unternehmen interessanter geworden sind.

Sie erzielen höhere Renditen als Bundesanleihen und sind meist sicherer als Anleihen von hoch verschuldeten Staaten - eine gute Bonität des Unternehmens vorausgesetzt.

Solche Unter- nehmen haben ihren Sitz in der Regel in Kerneuropa. Ihre Anleihen rentieren natürlich niedriger als solche von Unter- nehmen mit schlechterer Bonität. Der Nachteil von Unternehmensanleihen liegt darin, dass sie im Vergleich zu Aktien wenig standardisiert sind.

Die Anleihen verschiedener Unternehmen können sich im Hinblick auf Laufzeit und Coupon stark unterscheiden. Aktien und Investmentfonds Mit Unternehmensanleihen können Anleger noch attraktive Renditen erzielen. Anders als bei bestimmten Staatsanleihen müssen sie dabei keine unüberschaubaren Risiken eingehen.

Das Verlustrisiko kann be- grenzt werden, indem Anleihen verschiedener Unternehmen erworben werden. Lebensversicherungen Eine Kapitallebensversieherung wird von vielen zum Ver- mögensaufbau für die Altersversorgung abgeschlossen. Sie wird vom Staat steuerlich gefördert.

Die expansive Geldpolitik der EZB hat jedoch die Konsequenz, dass die Lebensversicherungsunternehmen nicht mehr die früher erzielten Renditen aus Zinsanlagen erreichen können. Aktien und Investmentfonds Die Geldanlage in Form von Spareinlagen und Anleihen ist in unsicheren Zeiten mit Inflationsgefahren für die langfristige Vorsorge nicht die sinnvollste Lösung.

Daher lohnt es sich, über den Aufbau von Realvermögen nachzudenken. Realwerte sind Edelmetalle, Immobilien oder Aktien. Anleger wechseln hiervon der Gläubigerrolle in eine Eigentümerrolle. Sie verbrieten Sachwerte und bieten als solche einen Inflationsschutz. Bei einer Inflation steigen zu- dem die Preise, das wirkt sich wiederum günstig auf die Aktienkurse aus, weil Unternehmen mehr Gewinn erzielen. Allerdings fallen die Aktienkurse bei extremer Inflation, weil dann auch Unternehmen starke Verluste erleiden.

Die Ge- schichte hat jedoch gezeigt, dass Aktienbesitzer auch über solche Zeiten ihr Vermögen zumindest noch zu einem Teil retten konnten - anders als Sparer, die bei einer Hyperi nfla- tion ihr gesamtes Geld verloren. Kursrisiken Aktien unterliegen beträchtlichen kurzfristigen Risiken und Chancen. Sie sind aber bei langfristiger Anlage nicht risiko- behafteter als festverzinsliche Wertpapiere.

Auch nach zwi- schenzeitlichen Rückschlägen an den Aktienmärkten dürfte die langfristige Verzinsung über der extrem niedrigen Anlei- heverzinsung liegen. Bei einem Investment in Aktien sind das Marktrisiko und das individuelle Unternehmensrisiko zu berücksichtigen.

So kann eine ungünstige Nachricht über ein Unterneh- men dazu führen, dass dessen Aktienkurs sinkt, obwohl der Börsentrend insgesamt nach oben zeigt. Wenn ein Aktionär mehrere unterschiedliche Aktien besitzt, dann sinkt das Einzelwertrisiko. Das Risiko eines breit gestreuten Depots entspricht in etwa dem Marktrisiko. Wem dieser Aufwand zu hoch ist, sollte in Aktienfonds investieren siehe dazu das nächste Kapitel.

Auf konjunkturelle Schwankungen reagieren die zyklischen Branchen Eisen- und Stahlindustrie, Chemie, Maschinenbau und Automobilindustrie empfindlich.

Umsätze und Erträge dieser Branchen profitieren überdurchschnittlich von einem Konjunkturaufschwung. Nicht zyklische Aktien wie Energie-, Nahrungs- und Pharmawerte weisen dagegen eine stetigere Entwicklung auf und sind weniger stark von Ertrags- und Kurseinbrüchen bedroht.

Aktien gelten daher bei vielen zurzeit als langfristig beste Anlage- form. Wer ein Engagement in Aktien über einen Zeitraum von zehn Jahren und mehr eingeht, der sollte die zwischenzeitli- chen Kursausschläge nicht überbewerten.

Eine gewisse Streuung ist bei Aktien ratsam, z. Mit Aktienfonds kann man auch bei kleineren Depots eine Risikostreuung erreichen. Sie bieten eine ordentliche Rendite und einen Inflationsschutz. Allerdings erfordert eine Anlage in Aktien einige Wirtschaftskenntnisse sowie Geduld und Ner- venstärke bei den unvermeidlichen Kursrückschlägen. Der häufige Aktienkauf und -verkauf Trading kostet nicht nur viel, ein längeres Halten von Aktien auch bei schwankenden Kursen bringt oft die höheren Renditen.

Anleger sollten sich deswegen nicht von Banken und Finanzdienstleistungen zu vorschnellem Handeln animieren lassen. Berater sind Verkäufer und wollen mit Hilfe von Geschäfts- abschlüssen ihre Provisionen maximieren. Aktien und Investmentfonds Investmentfonds Eine Geldanlage in Investmentfonds ist im Vergleich zur Direktanlage in Aktien einfacher und kann eine Alternative oder Ergänzung zu Aktien und festverzinslichen Wertpapieren darstellen.

Mit Anlagefonds können auch kleinere Vermögen breit gestreut werden. Die richtige Wahl zwischen den vielen verschiedenen Fonds zu treffen kann schwierig sein. Ein Anlagefonds wird zum Zwecke der gemeinsamen Kapital- anlage und der besseren Risikoverteilung gegründet.

Die Gelder der Anleger werden zusammengefasst, nach bestimmten An- lagegrundsätzen investiert und laufend überwacht. Kapitalanlagegesellschaften verkaufen Anteilscheine an Fonds. Kursverluste können durch Risikostreuung begrenzt werden. Investmentzertifikate Investmentanteilscheine oder -Zertifikate verbriefen die An- sprüche der Inhaber gegenüber der Investmentgesellschaft.

Wenn das Fondsvermögen bestehend aus Wertpapieren und flüssigen Mitteln durch die Zahl der ausgegebenen Anteil- scheine dividiert wird, dann erhält man den Wert für ein Wie schützt man das eigene Geld? Der Ausgabepreis liegt jedoch höher, da auf den errechneten Wert noch ein Ausgabeaufschlag zur Deckung der Aus- gabekosten erhoben wird.

Darüber hinaus behält die Fonds- gesellschaft eine jährliche Verwaltungsgebühr in unterschied- licher Höhe ein. Es lohnt sich, die Gebührenstruktur von Fonds genau zu vergleichen. Aktiv gemanagte Fonds weisen oft sehr hohe Kosten aus, was zu Lasten der Fondsrendite geht. Der Wert der Fondsanteile richtet sich nach dem Fondsver- mögen.

Die meisten Fonds berechnen täglich den Ausgabe- und den Rücknahmepreis eines Anteils. In einem Fonds sind viele Einzeltitel von Unternehmen enthal- ten.

Die Kursschwankungen werden durch eine breite Streu- ung auf mehrere Branchen bzw. Aktienfonds können jedoch langfristig hohe Wertzuwächse erzielen, wobei die Ergebnisse von Fonds zu Fonds abweichen.

Aktien und Investmentfonds Länderfonds und Branchenfonds Länderfonds konzentrieren sich bei der Kapitalanlage auf bestimmte Länder oder Wirtschaftsräume, z.

Sie können sich dabei auf Aktien oder Anleihen spezialisieren oder eine individuelle Mischung beider Anlage- klassen anstreben. International operierende Fonds sind aber mit dem Problem der Währungsrisiken konfrontiert.

Branchenfonds zielen bei der Kapitalanlage auf bestimmte Wirtschaftszweige, z. Es gibt auch kombinierte Länder- und Branchenfonds. Gemischte Fonds oder Misch- fonds investieren in Aktien und Anleihen. In Abwärtsphasen des Marktes können sie flexibel reagieren und Verlustrisiken begrenzen.

Indexfonds Ein Indexfonds bildet einen bestimmten Referenzindex, z. Entsprechend verhält es sich im umgekehrten Szenario: Werden Fondsanteile eines an der Börse gehandelten Index- fonds gekauft, dann fallen wie beim Aktienerwerb bestimmte Abwicklungsgebühren an.

Beim Kauf von Fondsanteilen eines Indexfonds bei der Bank wird wie bei klassischen Fonds ein einmaliger Ausgabeaufschlag von ca. Die breit gestreuten Indexfonds sind nicht nur kostengünstiger, sie erreichen meist auch höhere Fondsrenditen.

In traditionellen Aktienfonds ist derzeit noch mehr Vermögen angelegt als in Indexfonds. Aus den klassischen Aktienfonds sind in den vergangenen beiden Jahren aber Mittel abge- flossen, während das in Indexfonds investierte Vermögen zunahm. Bei steigenden Kapitalmarktzinsen kommt es bei festverzinslichen Wertpapieren zu Kursverlusten, wodurch der Wert des Fonds- vermögens sinkt.

Entsprechend mager oder gar negativ fallen Aktien und Investmentfonds dann die Renditen aus. Die Rendite von Rentenfonds wird auch durch die Zinsabschlagsteuer und die Zinsgewinn- besteuerung negativ beeinflusst.

Immobilienfonds legen ihr Kapital bevorzugt in gewerblich genutzten Objekten an und zeichnen sich durch eine höhere Kontinuität in der Wertentwicklung als andere Fondstypen aus.

Immobilienfonds ermöglichen es, auch mit einem kleinen Vermögen Immobilienbesitz zu erwerben und so von einem Bauboom zu profitieren. Manche Immobi- lienfonds investieren im Ausland. Sie erwerben dort gezielt Immobilien, wenn sie im Inland keine genügend interessanten Objekte vorfinden. Die Anleger können daher jederzeit über ihr investiertes Kapital verfügen.

Der Ausgabeaufschlag beträgt ca. Wie Aktienfonds eignen sich Immobilienfonds deshalb nur für eine langfristige Anlage von mindestens fünf Jahren. Für eine kurzfristige oder spekulative Anlage sind sie ungeeignet. Die Gesamtrendite eines Immobilienfonds wird von den Mie- ten der Liegenschaftsnutzer und dem etwaigen Wertanstieg der Gebäude beim Verkauf bestimmt.

Immobilienfonds müs- sen immer wieder Umschichtungen in ihrem Liegenschafts- bestand vornehmen. Die Börsenkurse der im Fonds befind- lichen Wertpapiere wirken sich ebenfalls auf den Wert des Fondsvermögens aus, das täglich ermittelt wird. Die Bewertung der Liegenschaften erfolgt nach dem lang- fristig erzielbaren Ertrag.

Kurzfristige und vorübergehende Aspekte werden nicht erfasst, wodurch starke Preisschwan- kungen vermieden werden. Zur Projektfinanzierung eignen sieh geschlossene Immobilien- fonds. Im Gegensatz zu offenen Investmentfonds bleibt bei ihnen die Menge der ausgegebenen Anteilscheine konstant. Der Kauf eines geschlossenen Immobilienfonds stellt eine langfristige Investitionsentseheidung dar. Das Investment in Immobilienfonds ist eine saehwertorien- tierte Geldanlage, die quasi einen eingebauten Inflations- schutz hat, wenn die Mieteinnahmen an die Preisentwicklung gekoppelt sind.

Allerdings träfe eine Inflation langfristig auch die Unternehmen, so dass dann auch der Büromarkt und mit ihnen die Mieten betroffen sein können. Immobilien Immobilien Als eine besonders wertbeständige Kapitalanlage gelten Im- mobilien. Sie sind wie Aktien, Rohstoffe oder Edelmetalle Sachwerte. Als Sachwertanlagen bieten Grundstücke und Gebäude einen hervorragenden Inflationsschutz. Allerdings erfordern Immobilien einen hohen Betreuungsaufwand, und ihr Verkauf kann schwierig sein.

Zudem bindet ein Immobi- lienkauf beträchtliche finanzielle Mittel auf lange Sicht mit meist geringer Rendite. Beim Immobilienkauf müssen Sie u. Ferner sollten Sie die Relation zwischen den erzielbaren Mieteinnahmen und dem Kaufpreis beachten. Immobilien erfordern Betreuungsaufwand Liegenschaften als dauerhafte Kapitalanlage benötigen eine administrative und technische Verwaltung. Letztere bedeutet Wie schützt man das eigene Geld? Fortschritte im Bauwesen sowie die Entwicklung neuer Pro- dukte und Materialien führen dazu, dass auch Neubauwoh- nungen im Laufe von 20 Jahren veralten, was sich insbeson- dere in Küche, Bad und Heizungstechnik zeigt.

Dann wird die kostspielige Sanierung notwendig. Wertsteigerungen beim Verkauf von Immobilien Der eigentliche Gewinn im Immobiliengeschäft liegt nicht im Überschuss der Mieteinnahmen über die Betreuungskosten zuzüglich Gebäudeabschreibungen, sondern in der Wertstei- gerung zwischen Kauf und Verkauf der Immobilie. Eigenheime und Eigentumswohnungen profitieren auf Dauer von Wert- steigerungen. Diese lassen sich vor allem dann erzielen, wenn die Lage des Grundstücks stimmt.

Die richtige Lagebeurtei- lung ist entscheidend, gleich ob es sich um ein Einfamilien- haus, ein Mehrfamilienhaus oder eine gewerbliche Immobilie handelt. Eine stärkere Geldentwertung führt mit hoher Wahrschein- lichkeit dazu, dass die Verkaufswerte von Grundstücken und Gebäuden noch schneller steigen als bisher. Da Grundstücke, anders als z. Aktien, keine vermehrbaren Güter sind, kann die Knappheit den Preis nach oben treiben. Gold, Uhren, Kunst 8: Wie oben bereits dargestellt, sind Sachwerte besonders infla- tionssicher.

Auch Gold bietet einen Inflationsschutz, da sein Wert immer in Krisenzeiten ansteigt und der weltweite Gold- vorrat begrenzt ist. Der Goldpreis nimmt immer dann zu, wenn die Inflationsrate höher als die Zinsen für Spareinlagen ist. Gold sollte man zum richtigen Zeitpunkt kaufen, und zwar dann, wenn dessen Preis noch nicht überhöht ist. Steigt die Inflationsangst, steigt auch der Preis für Gold.

Wer in solchen Zeiten investiert, riskiert Verluste: Gold kann entweder in Form von Münzen oder Goldbarren erworben werden oder über Goldzertifikate. Das sind börsen- notierte Zertifikate, die mit Goldbarren hinterlegt sind.

Gold- barren und -münzen müssen sicher gelagert werden, z. In diesem Fall sollten Sie allerdings vor einer Investition das betreffende Unternehmen bzw. Edelsteine und Diamanten sowie Schmuck finden als blei- bende materielle Werte ebenfalls stärkere Beachtung. Man- che vermögende Anleger versprechen sich Wertzuwächse von Oldtimern und teuren Uhren.

Um mit Kostbarkeiten einen Wertzuwachs zu erzielen, sollte man über Expertenwissen verfügen. Dies gilt auch für den Kauf von wertvollen Briefmarken und Weinraritäten. Laien können besonders leicht bei Kunstwerken Opfer von Betrügern werden. Das Verhältnis von Chance und Risiko bedeutet, dass eine hohe Rendite mit einem höheren Risiko verbunden ist.

Aktien sind riskanter als die meisten Zinsanlagen und müssen deshalb eine höhere Rendi- te, einen sogenannten Risikoaufschlag, erwirtschaften. Bun- desanleihen bieten dagegen zwar eine hohe Sicherheit, aber nur eine niedrige Rendite.

Der Anleger muss sich mit den Chancen und Risiken der verschiedenen Anlageformen befassen. Seine Vermögens- und Einkommenslage spielen dabei ebenso eine wichtige Rolle Streuung des Vermögens wie die persönliche Risikobereitschaft.

Deshalb muss Ihre Anlagestrategie Ihren individuellen und konkreten Verhält- nissen und Bedürfnissen entsprechen. Die langfristige Rendite ist hier aber auch niedriger. Der Anleger sollte bei einem Investment in Aktien auf eine gewisse Streuung achten und darauf, dass er die Papiere nicht zu teuer erwirbt.

Turnusmäßige Überarbeitung des Verbraucherpreisindex

Durch die zunehmende globale Integration der Märkte kommt eine weitere Komponente hinzu, die die Wirkung und das Ergebnis der Geldpolitik beeinflussen kann.

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