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Diese Lehre müssen sogar die Schüler im staatlich finanzierten evangelischen Religionsunterricht in Deutschland lernen. Auch dem Verfasser des Theologen der früher auch Abiturprüfer im Fach Evangelische Religionslehre war wurde bereits von einem deutschen Gericht das "Unrecht" zugesprochen, als ein Pfarrer gegen ihn geklagt hatte. Neutrale Richter gesucht - also nicht katholisch und nicht evangelisch. Auf die Frage, welcher Konfession der Richter selbst angehört, was bereits einiges erklären könnte, gab dieser keine Antwort.

Eine besondere Ohrfeige für den Angeklagten war das vordergründige richterliche Lippenbekenntnis, angeblich "weltanschaulich neutral" urteilen zu wollen, während er sich aber bei seiner Entscheidung nicht einmal ansatzweise bemühte, die Rechtsauffassungen von Kläger und Beklagtem gegeneinander abzuwägen. So wäre es z.

Und was sind einige Hundert Urchristen gegen die mit Milliarden an Steuergeldern staatlich subventionierte evangelische Amtskirche!

Stattdessen lächelte der Richter dem klagenden Ober-"Staatsanwalt" Dr. Dietrich Geuder nicht nur vertraut zu, sondern entschied auch ohne Wenn und Aber in dessem Sinne. Für den Richter, der sein Glaubensbekenntnis nicht verraten wollte damit der Prozess nicht von vorneherein im Verdacht steht, zur Farce zu werden , war der von der Kirche verleumdete Journalist "ohne Zweifel" schuldig. Entsprechend geschockt reagierten einige Zuschauer, vor allem aus dem Ausland: Und ab einem bestimmten Zeitpunkt wurden - wie aus der Geschichte bekannt ist - auch die Personen selbst grausam verfolgt und umgebracht - weil die Eskalation der Verleumdung und des Rufmords zu keinem Zeitpunkt gestoppt wurde, sondern v.

Die Fülle an Beweisen dafür siehe bei www. Das Skandal-Urteil von Würzburg ermutigt die kirchlichen Inquisitoren, noch schärfer als bisher gegen Andersgläubige vorzugehen und die Religionsfreiheit des deutschen Grundgesetzes weiter auszuhöhlen, weil ihnen das Urteil signalisieren könnte: Wenn sich jemand wehrt, kümmern wir von der Justiz uns schon darum. Matthias Holzbauer las während des Prozesses u. Keine einzige dieser Strafanzeigen führte je zu einer Anklage.

Der jetzige Anklagevertreter, Herr Dr. Bereits jetzt die Folge der jahrelangen Ignorierung der kirchlichen Volksverhetzung durch die Justiz: Die Täter konnten immer skrupelloser vorgehen. Und nun kann man an manchen Beispielen auch noch aufzeigen: Was die Kirche über andere ungestraft behaupten darf, dürfen diese jedoch nicht ungestraft über die Kirche sagen.

Obwohl es im ersten Fall falsch ist, sich im zweiten jedoch vielfach nachweisen lässt. Die Konfessionszugehörigkeit von Staatsanwalt und Richtern Da die Konfessionszugehörigkeit von Staatsanwaltschaft und Richter in dem Prozess vor dem Amtsgericht Würzburg nicht genau geklärt werden konnten, hier noch zur Vollständigkeit ein Auszug aus der bis heute gültigen Lehre der katholischen Kirche PS: Immerhin gibt es in Würzburg auch einen bekannten Domvikar mit Namen "Stühler".

Somit kommt der Kirche aus der ihr Der Beleg dazu findet sich in dem in der Kirche als "unfehlbar" geltenden Lehrsatz Nr. Oder werden die religiösen Minderheiten in ähnlichen Verfahren wie dem obigen nicht schon seit Jahrzehnten zum Narren gehalten?

Wird in Deutschland der Bock zum Gärtner gemacht? Und die beiden Themen haben miteinander zu tun , auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Den " Heiden " sollte von der Kirche der Glaube an das Göttliche in der Natur und an deren Beseeltheit ausgetrieben werden. Und wären die Naturreligionen vom Katholizismus nicht ausgemerzt worden vgl. Und die Menschen in Europa wären nicht so abgestumpft gegenüber der Schöpfung Gottes.

In vielen Jahrhunderten hat die Kirche dabei immer auch versucht, nicht nur andere Glaubensrichtungen zu bekämpfen, sondern die Andersdenkenden selbst zu verfolgen und auszurotten , was auch Martin Luther und seine Nachfolger vielfach so hielten vgl. Von daher hat man den Eindruck, dass die evangelische Bundeskanzlerin Angela Merkel den Bock zum Gärtner macht, wenn sie ausgerechnet die Kirchen dazu auffordert, ihr " Wächteramt " in Sachen Toleranz in Europa wahrzunehmen. Von daher macht man in der Tat den Bock zum Gärtner, wenn ausgerechnet die Kirchen radikalen intoleranten Islamisten die Stirn bieten sollen, wie sich das Angela Merkel wünscht.

Aus diesem Grund nehmen einmal mehr die Medien in den USA ihr " Wächteramt " gegen die religiöse Intoleranz staatlicher und anderer Stellen in Deutschland wahr , wo viele kleinere Gemeinschaften seit je her über einen negativen Kamm geschoren und pauschal und vielfach ungeprüft verleumdet und diskriminiert werden Dies geschieht auch im staatsfinanzierten konfessionellen Religionsunterricht, wo bereits die Kinder in Deutschland in diesem Sinne indoktriniert werden.

Und nach blieben aus bekannten Gründen nur noch die "Sekten" übrig, gegen die man seither weiter mit "bewährten" Methoden der Intoleranz oder des Rufmords vorgeht siehe hier. Schon der Begriff " Sekte " ist eine Rufmord , weil die Kirche alleine schon dadurch die Existenz des Angegriffenen ruinieren kann.

Auf diese Weise würden die "Herren der Kirche" und geheimen "Reiter des Staats-Rosses" am eigenen Leib zu erfahren beginnen, was sie seit Jahrhunderten anderen antun, so dass vielleicht doch noch der eine oder andere zur Besinnung kommt.

Die römisch-katholische Kirche erkennt die evangelische sowieso nicht als "Kirche" an siehe z. Der nächste Schritt wäre dann die Selbsterkenntnis über die "Sekte", der man selber angehört.

Hier wird der Bock mit zum Gärtner gemacht. Lesen Sie die Gründe dafür in der Meldung: Die Erde schüttelt allmählich die menschliche Zivilisation ab: Menschen haben sich ihren besten Freund zum Feind gemacht. Gegen den Jährigen sei wegen Fluchtgefahr ein Haftbefehl erlassen worden, teilte die Nürnberger Justizpressestelle mit.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, sich mehrere Jahre lang an einem Ministranten vergangen zu haben. Erst im Juli war bekannt geworden, dass das Bistum Regensburg den Mann trotz seiner einschlägigen Vorstrafe wieder in der Gemeindeseelsorge einsetzt hat. Bereits vor acht Jahren hatte er sich als Kaplan im niederbayerischen Viechtach an mindestens einem Jungen vergangen" Bild online, Mittlerweile stellte sich heraus, dass der im Jahr verurteilte Priester sich seither "mehrere Jahre" erneut an einem Ministranten an seinem neuen Dienstort vergangen habe.

Für mich sieht das so aus, dass die Vertuschungspolitik der Kirche von der Staatsanwaltschaft gedeckt wurde. Wäre der Täter zum Beispiel ein einfacher Arbeiter gewesen und kein Pfarrer, dann wäre die Justiz sicher anders vorgegangen. Dafür gibt es auch Beispiele aus anderen Bundesländern. Aber so ein Fall ist doch kein Kavaliersdelikt, den man unter der Hand regeln kann " Süddeutsche Zeitung, 4.

So hängt sogar in jedem Gerichtssaal in Bayern ein Kreuz, meist ein Kreuz mit dem gekrümmten Corpus des sterbenden Jesus, so wie es vor allem in der katholischen Kirche verwendet wird zur Bedeutung siehe hier. Auch dies kann als Symbol dafür gedeutet werden, welcher Macht sich die Richter - oft unterschwellig - verpflichtet fühlen, auch wenn sie vordergründig weltanschauliche Neutralität vorgeben.

Mit Christus und "christlich" hat eine solche Einstellung jedoch nicht das Geringste zu tun. Doch in diesem Fall lohnt es sich, einmal in die Worte hinein zu empfinden. Welcher Inhalt wurde in die Worte hineingelegt? Lesen Sie dazu Freie Christen Nr. Darum treten Sie aus. Sie sind nicht allein. Mehr zu der "in Jahrhunderten gewachsenen Leitkultur" lesen Sie z.

So haben viele der NS-Täter "ihre Entschuldigung mit der theologischen Rechtfertigungslehre gestützt". Vergehen in die "höchste Entlassungskategorie", doch Meiser stellte sich hinter alle siehe hier. Nicht einmal bei den zehn "schlimmsten" Fälle war er bereit, diese auch innerkirchlich irgendwie zu ahnden siehe hier. Die Kirche rechtfertigte alle. Darunter auch Pfarrer Friedrich Wilhelm Auer, der während des Krieges die Ermordung aller jüdischer Mitbürger in einer Nacht forderte, wenn die Alliierten weiter Luftangriffe fliegen würden siehe hier.

Die von Martin Luther entwickelte evangelische Rechtfertigungslehre hat nichts mit Jesus von Nazareth tun. Sie ist also evangelisch, aber nicht christlich. Zwar hatte Luther gedacht, dass die Anhänger seiner Lehre aus der "Freude" über die "Rechtfertigung" heraus "gute Werke" tun. Auch er selbst hatte bereits Hinrichtungs- und Ermordungsaufrufe damit gerechtfertigt. Hierzu enthüllt Der Theologe Nr. Die Kirchen als selbsternannte moralische Instanzen des Landes haben zwar dem Einzelnen das Morden untersagt - nicht jedoch, wenn dieser im staatlichen Auftrag handele.

In diesem Zusammenhang wurde auch das 5. Gebot "Du sollst nicht töten" in "Du sollst nicht morden" abgeschwächt zuletzt wieder in der evangelisch-katholischen Einheitsübersetzung des Neuen Testaments , um z.

Dies sei dann kein "Morden", sondern "nur" "Töten". Damit wird dann scheinbar das "Morden" untersagt, doch für das Opfer ist es einerlei, ob es "ermordet" oder "nur" "getötet" wurde, denn tot ist nun mal tot. Die Kirche begründet es mit Paulus, der in der Bibel lehrt: Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes Denn nicht ohne Grund trägt sie [die staatliche Gewalt] das Schwert. Die Bischöfe und Kirchenobrigkeiten haben es ihnen so gelehrt.

Obrigkeit morden zu dürfen, das man dann als "nur" "töten" verbrämt. Und einzelne Pfarrer konnten sogar die Hinrichtung von jüdischen Mitbürgern fordern, ohne je dafür belangt zu werden. Stephan die neue Orgel eingeweiht, die nach Information des Evangelischen Sonntagsblattes ca. Doch hat Jesus, der Christus gesagt: Es hat stattdessen gesagt: Das andere ist Kirche.

Beides zusammen geht nicht. Stephan - kein Grund zum Feiern PS: Und wie im Einzelfall gar die Teilfinanzierung einer millionenschweren Kirchenorgel als "Volkswohlfahrt unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Verhältnisse der Bevölkerung" interpretiert werden kann, mag jeder selbst beurteilen. Vor allem, wenn man bedenkt, wie das Volk immer ärmer wird, währen die Kirchen in Deutschland über ein Vermögen von ca. Denn Jesus wollte weder eine Institution Kirche mit Pfarrern, Priestern und Bischöfen geschweige denn eine staatliche Finanzierung dieser modernen "Schriftgelehrten".

Und auch die Evangelischen dürfen proportional dazu Säcke voller Geld aus der Staatskasse entwenden. Es ist Zeit, diese absurde "Selbstverständlichkeit" zu beenden.

Und wenn der CSU-Koalitionspartner FDP einmal zu sich selber stehen würde und tatsächlich "liberal" wäre, könnte endlich an der skandalösen staatlichen Kirchenfinanzierung gerüttelt werden. Das ist leider keine Satire, sondern gerne verschwiegener, aber doch bitterer römisch-katholischer Ernst. Siehe dazu dieses angeblich "unfehlbare" Dogma.

Und auch die viel beschworene Ökumene ist in Wirklichkeit eine Augenwischerei. Deshalb dürfen solche Verträge nicht neu abgeschlossen werden. Die bestehenden Kirchenverträge und Konkordate sind, soweit sie noch gültig sind, in gemeinsamer Übereinkunft aufzuheben. Ihre Gegenstände sind, soweit erforderlich, durch Gesetz oder Einzelvereinbarungen neu zu regeln" http: Diese Verträge sichern den Kirchen jährlich staatliche Subventionen in Höhe von ca. So sei es gelungen, ein Bekenntnis zu den christlichen Symbolen in den Koalitionsvertrag aufzunehmen Von wegen Konkordate aufgeben oder auch nur einen einzigen Krümel der Staatsmillionen für die Kirchen antasten, die diese Jahr für Jahr einstreicht.

So stehen alleine in Bayern römisch-katholische Würdenträger auf den staatlichen! Gehaltslisten, nicht etwa den kirchlichen. Darauf hin der Priester zum Politiker: Ein Priester kann überhaupt keine Sünden vergeben, doch noch immer lassen sich die Gläubigen bluffen und in die Irre führen; vgl.

Und der Reiter ist die Kirche. Nicht das Ross entscheidet, wo es lang geht, sondern der Reiter. Der Papst ist nach dieser Sichtweise immer der Absender von öffentlichen Aufforderungen, niemals der Empfänger. Und so soll es nach dem Willen der meisten Politiker auch bleiben. Dieser Rückenwind ist zwar für die Politiker nicht willkommen, aber die Piusbrüder-Bischöfe gehören eben seit der Aufhebung ihrer Exkommunikation wieder zur Kirche dazu. Damit knüpft er nahtlos an seinen Vorvorgänger Edmund Stoiber an, der im Jahr als Ministerpräsident von einer "Symbiose" zwischen Staat und Kirche sprach siehe oben.

Zudem eine falsche Umschreibung: Denn bei einer Symbiose kann der eine nicht ohne den anderen leben. Das gilt zwar für den Reiter, der ein Ross braucht, um zu reiten. Nicht aber für das Ross, das den Reiter abschütteln muss, um frei zu sein, um seinen eigenen Weg zu finden. Der Religionswissenschaftler Hubertus Mynarek bezeichnet das Verhältnis von Kirche und Staat deshalb auch nicht als "fast symbiotisch", sondern in Vorträgen vielfach als "parasitär".

Dies gilt mehr und mehr auch für Italien , wo der Vatikan von allen Vorteilen des benachbarten italienischen Staates profitiert, jedoch keine Pflichten hat - weder zahlt er Steuern noch Kosten für die zur Verfügung gestellte Infra-Struktur und alle Leistungen des Staates Italien an den Vatikan, noch gilt für den Vatikan in Zukunft die italienische Gesetzgebung.

Jetzt ist der dritte Besuch geplant, in Berlin. So kann vermutet werden, dass auf diese Weise der Staat alles zahlt, während sich sonst die Kirche wenigstens beteiligte. Alle Bundestagsabgeordneten, die dies wollen, fahren mit der Bahn nach Rom und zurück und sprechen dort mit dem Papst und können, wenn sie dies möchten, sich vom ihm segnen lassen. Das kommt viel kostengünstiger. Klasse einen gemeinsamen Ethik-Unterricht.

Darüber hinaus können die Schüler freiwillig einen Religionsunterricht ihrer Konfession besuchen. Die Schüler sollen sich dann aus dem Ethikunterricht für alle abmelden können und stattdessen einen konfessionellen Unterricht der evangelischen oder römisch-katholischen Kirche erhalten können - doch nicht etwa auf Kosten der betreffenden Kirche, sondern auf Staatskosten.

Über das "Volksbegehren" "Pro Reli" wird nun am Schule habe die Aufgabe, die Gesellschaft zusammenzuführen. Das sei nicht möglich, wenn sich Schüler zwischen ihrer Religion und einer gemeinsamen Wertevermittlung entschieden müssten. Schon viel zu lange finanzieren die meisten anderen Bundesländer den Konfessionskirchen eine "Kindermission" in der Schule auf Staatskosten. Doch das ist nicht die Aufgabe der staatlichen Schulen.

Und schon gar nicht ist es gerechtfertigt, wenn die Steuerzahler pro Jahr fast drei Milliarden Euro für diesen kirchlichen Unterricht an staatlichen Schulen ausgeben müssen. Für eine konfessionelle Erziehung sind gegebenenfalls Eltern, Konfirmanden- und Firmunterricht zuständig, nicht jedoch der weltanschaulich neutrale Staat. Und dies, solange sich das Ross das gefallen lässt. Kardinal Meisner über Bundeskanzlerin Merkel: Auch der Ton war völlig unangemessen Ich kann da nur sagen: Nach römisch-katholischer Lehre gilt: Foto links "Unam Sanctam", ; zählt zu den angeblich unfehlbaren Lehrentscheidungen der Päpste.

Und dies gilt natürlich aus katholischer Sicht auch für eine evangelische Pfarrerstochter aus Mecklenburg. Im Jahr hatte die damalige Kanzlerkandidatin Angela Merkel Joseph Ratzinger noch mit den Worten gehuldigt, er sei für viele die "Erfüllung der religiösen Sehnsucht" siehe hier. Glauben Sie, dass Sie sich diesem Mann Foto links; es ist ein Porträt des Papstes, der diese "unfehlbare" Lehre "verkündet" hatte und seinen Nachfolgern unterwerfen müssen, um nach Ihrem Tod in den Himmel zu kommen?

Tun Sie es, wenn Sie es möchten. Wenn jedoch nicht, raten wir zum Kirchenaustritt. Denn dann wären Sie nach katholischer Lehre ohnehin schon verdammt. Und diese wiederum gehen bekanntlich massiv gegen kleinere Gemeinschaften vor, die sie vielfach als "Sekten" verleumden. Von einem weltanschaulich neutralen Staat ist man in der Praxis weit entfernt, was auch dieses Beispiel veranschaulicht. Es ging bei diesem kirchlichen Ansinnen nach "Kindermission" auf Staatskosten um die Macht des kirchlichen "Reiters" über das "Staatsross" - auch in der nächsten Generation.

Auch werden in einem konfessionellen Religionsunterricht religiöse Minderheiten vielfach als "Sekten" verteufelt vor allem in den Lehrplänen der 9. Klassen und schon Kinder und Jugendliche auf schlimme Art und Weise indoktriniert und zur Diskriminierung erzogen - hierfür gibt es erschreckende Beispiele aus den anderen Bundesländern.

Ob die Berliner der Kirche standhalten oder "geschluckt" werden, wie bereits 13 der übrigen deutschen Bundesländer alle bis auf Bremen und Brandenburg , hatten sie letztlich selbst in der Hand. Doch die Indoktrination des Staates durch die Kirchen kennt viele Wege. So versucht man zu Schuljahresbeginn , die Kinder im Ethikunterricht gegen religiöse Minderheiten in Position zu bringen.

Und fast immer leiten Mitglieder und Interessenvertreter der Kirchen solche offiziell staatlichen Stellen. Kirche will konfessionellen Religionsunterricht auf Staatskosten als Wahlpflichtfach Sind die Werte, die die Kirchen vertreten, christlich?

Die Bauern hätten nicht den richtigen Glauben und seien "Ketzer". Zudem wollten sie dem Erzbischof keine Abgaben zahlen, so wie Ihnen das zunächst versprochen worden war, da sie im Gegenzug die Wesermarsch urbar machen. Darauf hin wurden die Bauern und ihre Familien zuerst von der Kirche exkommuniziert. Dann wurden die Männer brutal ermordet. Das von Papst Gregor IX. Jahrestag in der Nähe des Schlachtdenkmals von Schauspielern nachgespielt.

Das Haus des Ketzers wurde zerstört. Unter den damaligen Bedingungen — Kälte, Ratten, Feuchtigkeit — war dies ein Todesurteil auf andere Art, das viele dazu brachte, ihre Glaubensüberzeugung wieder zu bekunden, um lieber schnell auf dem Scheiterhaufen zu sterben.

Das Edikt Friedrichs II. Die Nachkommen der Häretiker bis in die zweite Generation hinein durften keine öffentlichen Ämter ausüben. Ein Magistrat, der sich dabei saumselig zeigte, verwirkte sein Amt. Wer künftig noch auf seinem Gebiet einen Häretiker weilen lässt, sei es gegen Geld oder aus sonst einem Grunde, der verliert Für die sozialen Dienste der Kirche Altenheime, Kindergärten, Krankenhäuser zahlt der Staat noch einmal extra, noch mal ca.

Siehe dazu zwei Filmbeiträge des Magazins Panorama von und In der Zwischenzeit hat sich leider nichts geändert. So hat die SPD-Bundestagsfraktion unter der heuchlerischen Unterüberschrift "Solidarische Bürgergemeinschaft und demokratischer Staat" vor kurzem eine eigene Broschüre mit dem Titel Ansprechpartner für Sekten- und Weltanschauungsfragen veröffentlicht http: Die "Ansprechpartner" sind dabei vollständig die offiziellen modernen Inquisitoren der Kirchen und einige wenige wahrscheinlich ebenfalls fast alle Kirchenmitglieder , die mit diesen zusammen arbeiten.

Das unfreiwillige Eigentor der so genannten Genossen von der "SPD"-Bundestagsfraktion ist dabei eine Checkliste, um diese angeblich gefährlichen Sekten zu erkennen. Auf dieser Welt ist nach ihr keine andere Heilsordnung zu erwarten, die vollständiger und vollkommener wäre.

Gewarnt wird von Sätzen wie: Also, liebe Freunde der " SPD ": Lesen Sie dazu auch die Meldungen: Unter anderem schreibt der Baron, der Papst "macht Unsere Ordnung braucht Glauben , Zuversicht und ist keinesfalls beliebig. So können die gleichen Worte, von unterschiedlichen Menschen gesprochen, gerade das Gegenteil aussagen. Zwar nennt der Wirtschaftsminister neben den Werten des von ihm kirchlich verstandenen "Christentums" auch Aufklärung und Humanismus, doch am Ende wird der CSU-Minister selbst zum kirchlichen " ökumenischen " Prediger und schreibt: Oder, um es in den Worten von Martin Niemöller [einem ehemaligen evangelischen Kirchenführer] auszudrücken: Die Kirche soll wieder dafür sorgen, dass die Gemeinde versteht, was Glauben ist, und dass sie den Glauben lebt.

Und wie soll nun die Kirche dafür sorgen, dass sie den Glauben lebt? Tatsächlich hat die Kirche das Abendland und die ganze Welt in ca. Die Kirche hat die Welt mit Glaubenskriegen, Intoleranz und Egomanie überzogen, die sich hinter festlichen Gewändern versteckt, und sie hat durch die Trennung des Menschen als angebliches alleiniges "Ebenbild Gottes" von den Tieren und der Natur die Einheit der Schöpfung zerstört, was früher oder später den Kollaps bringt.

Gleichzeitig oktroyierte sie den Menschen haarsträubende Glaubenssätze auf, deren Nichtbefolgung angeblich eine ewige Verdammnis nach sich ziehe, was unzählige natürlich denkende, aber eingeschüchterte Menschen in seelisches Elend und Not stürzte.

Und wie wird es wohl weiter gehen, wenn dieselben Leute anfangen, eine Erneuerung zu versprechen? Der Philosoph Karl Jaspers warnte schon vor Jahren massiv davor, die Kirche wieder "dafür sorgen" zu lassen, dass es besser werde mit der Welt.

Auflage, München , S. Wenn also der Papst in seiner so genannten Enzyklika von einer neuen " Weltautorität " spricht, und seine Untertanen wie Karl Theodor von Guttenberg und die anderen Politiker stimmen zu, dann sollte man genau hinhören, was zwar nicht ausdrücklich gesagt, aber vielleicht durchaus auch gemeint sein könnte.

Wir alle haben ja schon ca. Der Staat ist das Ross, die Kirche der Reiter. Er lenkt das Ross so, wie es ihm eingeflüstert wird - von den Mächten, die hinter ihm stehen. Und die Politiker gehorchen - bis zur Hörigkeit, auch wenn man vordergründig manchmal ein wenig Schaum schlägt, damit die vom Reiter erzwungene bzw. Und wohin lenkt der Reiter das Ross und die Völker, die an seiner Mähne und an seinem Schweif hängen? Wer erkennt, wohin die Reise geht, der springt ab, frei nach dem Motto: Der Ablehnung ungetaufter Kinder an staatlichen!

Schulen in kirchlicher Oberhoheit - Es ist ein Skandal, der bislang kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gibt es ca.

Politiker sprechen oft vollmundig von einer "Partnerschaft" zwischen Staat und Kirche, bei genauerem Hinsehen ist es jedoch ein parasitäres Verhältnis zwischen dem Wirt, dem Staat, und dem "Saugtier", der Kirche. Der jüngste Beitrag dazu war am 1. Wie der Taufschein Nachbarskinder entzweit - http: Grundschulen in Nordrhein-Westfalen hat das Land 1.

Diese Schulen sind nicht etwa kirchliche Bekenntnisschulen konfessioneller Träger, die es nebenbei auch noch zu Hunderten gibt. Es sind rein staatliche bzw.

Die sechsjährige Fee B. Sie ist nicht kirchlich getauft. Denn die Kirche hat die Trägerschaft dieser staatlichen Schule und sie will das ungetaufte Kind dort nicht haben, weil sie die Plätze an der Schule zunächst mit getauften Kindern auffüllt und es unter den Eltern getaufter Kinder genügend Interessenten gab, zum Teil aus völlig anderen Stadtteilen. Und dies, obwohl auch Fees Eltern diese Schule mit ihren Steuergeldern finanzieren müssen.

Ich hab' irgendwas Schlimmes, dass ich wegbleiben muss. Doch seit April gibt es nun offiziell "Hoffnung", dass ungetauft verstorbenen Kinder vielleicht auch dorthin kommen. Und weiter stellt sich natürlich die Frage: Was ist mit den Kindern, die bis April nach römisch-katholischer Lehre in die "Vorhölle" mussten? Wo sind diese jetzt? Eine Antwort darauf wäre eben vor allem für Eltern wichtig, deren Kinder vor April ungetauft verstorben sind.

Eine Antwort des Vatikan steht dazu noch aus. Noch einmal zu Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen: Es ist ein Skandal, dass der Staat und die Gesellschaft solchen Religionen wie dem Katholizismus seine Schulen komplett anvertraut und finanziert und dann auch noch zulässt, wie die Kirche diese Privilegien schamlos und dreist ausnutzt. Es gibt nur eine wirksame Antwort: Lasst Ihnen die Freiheit, später selbst über ihren Glauben zu entscheiden, wie es Jesus, der Christus wollte!

Und tretet selbst aus! Denn Jesus wollte niemals eine Institution Kirche. Und vielleicht wird dann noch aus so manchem kirchlich schwer gebeugten Politiker sogar ein aufrichtiger Politiker, dem die Werte des Grundgesetzes noch etwas bedeuten vgl.

Erfüllung des Grundgesetzes statt Pfarrhausrenovierungen auf Staatskosten - Es ist in seiner Art ein beispielloser Skandal, der in Deutschland tagaus tagein praktiziert wird. Ein aktuelles Beispiel dazu aus dem Westen: Interessant ist die Sprache: Eine politische Gemeinde könne ein ordentliches katholisches Pfarrhaus "vorzeigen". Doch das Haus gehört selbstverständlich nicht ihr, sondern der Kirche. Der Staat hat sich vor zwei Jahrhunderten dazu verpflichtet, die "Baulast" für das Pfarrhaus zu tragen.

Zahlen für alles muss jedoch der Staat, also alle Bürger, in diesem Fall die politische Gemeinde. Und dies ist kein Einzelfall. Das ist in Deutschland hunderttausendfache Realität. Das dortige Pfarrhaus ist nicht in einem Zustand, dass der Priester dort eine Top-Qualität vorfindet. Deshalb wurde "klar gelegt, dass in Urspringen mit Steuer- und Kirchensteuermitteln staatliche Baulast ein Pfarrhaus generalsaniert werden muss" zit.

Normalerweise bedeutet "staatliche Baulast" eine komplette Staatsfinanzierung. Es wären also keine Mittel aus der Kirchensteuer nötig. Es sei denn für Schönheitsarbeiten, die nicht unter die "staatliche Baulast" fallen. Doch es ist endlich genug damit , dass die Kirche den Staat und die Kommunen Tag für Tag ausnimmt wie eine gequälte Weihnachtsgans hier addieren sich im Jahr Milliarden Euro; vgl. Zur Bundestagswahl nur Politiker wählen, welche die Milliardenverträge zwischen Staat und Kirche kündigen und die Kirche behandeln wie andere eingetragene Vereine und Institutionen auch falls es solche Politiker gibt.

Das fordert auch das Grundgesetz. Doch die meisten deutschen Politiker leben, was die Kirche betrifft, immer noch in der Gedankenwelt des Mittelalters und lassen sich von den Priestern gängeln, bevormunden und letztlich beherrschen.

Eines der neuesten Mitglieder der römisch-katholischen Kirche: Geburtstag gratulierte er dem Papst mit folgenden Worten: Kein Wunder, dass unter solchen Umständen bisher noch nicht über die Klage der Freien Christen gegenüber der Römisch-Katholischen Kirche berichtet wurde, dass diese sich wegen krasser Widersprüche zu Christus nicht mehr "christlich" nennen darf, was ein Namensmissbrauch ist, sondern beispielsweise nur noch "katholisch" oder "römisch-katholisch".

Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist Matthäus 23, Auch soll niemand "Hirte" genannt werden, denn er, Christus, ist der gute Hirte Johannes Doch der Heute-Moderator hat sich lieber für den Papst entschieden. Die "Belohnung" folgte ein Jahr später.

Was er verschwieg, war der Glaubenskampf, den die Kirchen mit Hilfe ganzer Heerscharen von Sektenbeauftragten gegen neue religiöse Bewegungen im eigenen Land führen. Ob seine Kirche dem gerecht wird? Obwohl die Schuldenlast des Staates erdrückend ist, denkt niemand daran, die vom Steuerzahler finanzierte Mastkur der Kirchen zu beenden.

Deren Sozialeinrichtungen sind keineswegs die viel gerühmte Gegenleistung: Foltermethoden wurden zum System kirchlicher Erziehung, und sexueller Missbrauch war an der Tagesordnung. Letztere ist es bis heute. Misstöne mögen Exzellenzen nicht. Das Schicksal der Opfer kirchlicher Misshandlungen, die Ausbeutung des Staates durch den Klerus, die Nazi-Vergangenheit der Kirchen — all das sind unbequeme Wahrheiten, die die Kirchen in den Augen Vieler höchst unchristlich erscheinen lassen.

Es wird Zeit, dass diese Wahrheiten ins öffentliche Bewusstsein treten. Dann erledigt sich die Einrichtung von Staatsbischöfen von selbst. Mit diesen Worten in indirekter Rede zitiert idea-spektrum Nr. Mittlerweile arbeiten die "christlichen" gemeint sind die katholische und die evangelische Konfessionen auch in den anderen Parteien zusammen.

Nahezu alle Parteien betreiben die Politik der Kirche. Die Pressemeldung trägt den Titel: Das Kreuz mit Korpus - ein zutiefst unchristliches Symbol und lautet wie folgt: Der Gerichtshof hatte einer Italienerin recht gegeben, die ihre Kinder davor bewahren möchte, im Schulzimmer mit einem Kruzifix konfrontiert zu sein.

Und noch im 3. Jahrhundert schrieb ein Frühchrist namens Minucius Felix: Würde man statt dessen nur das urchristliche Symbol schlichter Holzkreuze verwenden, wäre der Konflikt vermutlich gar nicht entstanden. Deshalb haben wir die Vatikankirche und die Lutherkirche auf Unterlassung verklagt: Da das Urteil jedoch auch für Deutschland verbindlich ist, stellt der Aufruf des Bischofs eine Aufforderung zum Rechtsbruch dar, womit der Bischof einmal mehr die wahre Gesinnung des Katholizismus gegenüber der Demokratie entlarvt, sobald die Kirche den Staat einmal nicht in ihrem Sinne lenken kann.

Lesen Sie dazu auch einen Kommentar in der Badischen Zeitung: Das bekommen auf vielfältige negative Art z. Dies gilt auch bereits für Sympathisanten. Sie alle zählen auf vielfache Art zu den stillen Opfern der fortschreitenden Verkirchlichung siehe z. Und nahezu zeitgleich kam es z. Er spricht von einer " neuen Frömmigkeit " und erwähnt u. Die katholische Kirche sei eine "ganz tragende Säule der liberalen Bürgergesellschaft " zit. Ursula von der Leyen, CDU-Familienministerin, setzt sich für eine kirchliche Erziehung ein und ist vielfach engagiert und war z.

Schirmherrin des evangelischen Jugendkongresses Christival. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dresden Wir haben Bündnispartner, die in Kirchen gebunden sind. Die dürfen wir nicht verlieren. Nach wie vor suchen wir wenigstens einen einflussreichen Politiker, der nicht vor der Kirche auf die Knie fällt. Wir haben noch keinen gefunden. Die Kirchen sind die eigentlichen Lenker des Staates durch ihre engagierten Mitglieder, die fast alle wesentlichen Ämter in Politik und Justiz in Deutschland besetzen.

Kein Wunder, dass unter diesen Umständen die Steuerzahler weiterhin pro Jahr über 14 Milliarden Euro an Subventionen für den kirchlichen Apparat bezahlen müssen, obwohl der Staat auf dem Papier weltanschaulich neutral zu sein hat.

Die Umkehr vom verkappten Kirchenstaat hin zu einem rechtschaffenen und weltanschaulich neutralen Staat kommt immer mehr durch Menschen aus dem Volk und durch einzelne Journalisten und Behördenvertreter, die unerschrocken und redlich ihre Arbeit tun und sich um Gerechtigkeit bemühen und nicht aufgrund des Taufscheins und auf Druck der Kirchenlobby und ihrer Seilschaften religiöse Minderheiten diskriminieren und die Pfründen der Kirche vermehren. Was der Mensch tut, ist nicht entscheidend siehe dazu Der Theologe Nr.

Auch von daher kein Wunder, dass fast alle Politiker hier zustimmen. Dann würden sie nämlich einst nicht an ihren Taten beurteilt, sondern nach ihrem Gebetbuch vielleicht auch der tiefere Grund, warum Adolf Hitler bis an sein Lebensende römisch-katholisch blieb und immer pünktlich seinen Kirchenbeitrag bezahlte, im Unterschied zu den anderen Steuern, die er unterschlug, wo er nur konnte.

Und wohin die Kirche die Menschheit in den letzten Jahre geführt hat, zeigt sich am Zustand dieser Welt. Und wo das alles noch hinführt, zeigt auch bereits.

Pünktlich zum Weihnachtsfest forderte der evangelisch-lutherische Doktor der Wirtschaft Ulrich Blum vom "Institut für Wirtschaftsforschung" aus Halle eine so genannte Ethik-Steuer, "um die Austrittswelle aus der Kirche zu bremsen".

Durch eine Ethik-Steuer sollen zunächst die Bürger zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Doch der Hammer ist: Kirchenmitglieder sollen davon befreit werden, da sie schon Kirchensteuer zahlen. Dann die nächste Unverschämtheit: Mit der Kirchensteuer werden zu ca. Wieder Geld von uns allen für Bischofsgehälter, Priesterausbildung usw. Zusätzlich sind kirchliche Einrichtungen von den meisten Steuern befreit, wodurch dem Staat weitere Milliarden über Milliarden Euro entgehen.

Der evangelische Lobbyist kalkuliert bei seinem Vorschlag, dass dann weniger Leute aus der Kirche austreten, wofür er natürlich das Lob der Kirchenführer erhalten würde. Die Menschen würden sich dann zwar wie bisher die Kirchensteuer sparen, würden dafür aber dann mit der Ethik-Steuer bestraft.

Ich kann doch nicht dafür bestraft werden, dass ich aus der Kirche austrete. Eine Extra-Steuer ist Quatsch. Doch stellte die taz die Frage überhaupt nicht zur Auswahl, ob diese Minderheit es dann auch für richtig halten würde, dass Mitglieder der römisch-katholischen oder evangelischen Kirche von dieser Steuer befreit werden sollen. Dann wären es mit Sicherheit nämlich noch weit weniger Befürworter gewesen.

Und es ist moralisch auch hier "unterste Schublade", eine Steuer zu fordern, welche man dann selbst bzw. Oder über massive Eingriffe in das Privatleben der Angestellten. Auch wird von allen 1,3 Millionen Beschäftigten ein bestimmter konfessioneller kirchlicher Glaube verlangt.

Der Öffentlichkeit hat man bislang noch mit frommen Worten Sand in die Augen gestreut und lieber anderen den eigenen Unrat oder die Missstände zugesprochen, den man vor der eigenen Tür hätte beseitigen sollen.

Einige der Urchristen haben unter diesen Vorzeichen auch eigene Betriebe gegründet, in denen Menschen völlig unterschiedlicher Glaubensrichtungen z. Moslems, evangelische und katholische Christen, Urchristen zusammen arbeiten. Diese Betriebe werden seit Jahren ausgerechnet von den kirchlichen Wirtschaftskonzernen allein in Deutschland Das ist mir viel zu wolkig.

Und diese Sicht ist verständlich, da seine Kirche diese Werte auch nicht praktiziert. Doch in der Bevölkerung wird das kirchliche Gehabe und Tun mehr und mehr als "unchristlich" entlarvt. Sie merken also, was die Stunde geschlagen hat. Dabei erinnert die Autorin u. Doch das böse Erwachen kommt dann bestimmt. Was es genau bedeutet, was die drei führenden deutschen Politiker glauben, das lesen Sie in Der Theologe Nr. Mai sind im bevölkerungsreichsten Bundesland in Deutschland, in Nordrhein-Westfalen, Landtagswahlen.

Der stramm römisch-katholische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers von der CDU hatte sich vor den letzten Wahlen noch damit in Szene gesetzt, dass die römisch-katholische Kirche und ihr Menschenbild allen anderen Religionen überlegen sei Spiegel online, Und dies denkt er wahrscheinlich immer noch.

Immerhin ist bei den Linken die Rolle der Kirche umstritten und neben dem klerikalen Schmusekurs mancher Genossen Bodo Ramelow, Gregor Gysi und andere möchte die nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Katharina Schwabedissen immerhin den aus dem allgemeinen staatlichen Steueraufkommen mit zig Milliarden bezahlten konfessionellen Kirchen- und Dogmenunterricht nicht mehr in den staatlichen Schulen haben, stattdessen Ethik für alle: Doch wird es vermutlich noch nicht für eine Umsetzung dieses Zieles reichen, so dass die Kirche auch in Nordrhein-Westfalen auch über hinaus weiter auf die grundgesetzwidrigen Millionen- und Milliardenzahlungen spekuliert, die schon seit abgeschafft werden sollten.

Und dieses Gebot der Weimarer Reichsverfassung wurde in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich übernommen.

Es ist fast wie zu Zeiten Martin Luthers - mit dem Unterschied, dass die evangelische Kirche die Bürger heute genauso abschöpft. Kein Wunder also, dass die beiden Kirchen von daher kein ernstes Interesse haben, sich zu vereinigen.

Denn dann fielen ja die Hälfte der Pfründen weg. Und kein einflussreicher Politiker wollte bisher die Unsummen an Geld an die Kirchenkonzerne zum Wohl der Bürger umleiten, was sich am ehesten damit erklären lässt, dass er, der Politiker, ja vor allem auch ein Lobbyist der Kirche ist. Dies haben ihm seine Kirchen in ihren Lehraussagen ja sogar zur Pflicht gemacht vgl. Warum sollte der Politiker dann das tun, was das Grundgesetz vom ihm verlangt? Die Kirche steht für ihn ja höher.

Doch zur Erinnerung an die Politiker: Wir sind immerhin schon im Oder wollen dann im Jahr Kirchenführer und Politiker das hundertjährige Jubiläum des erfolgreichen Widerstands gegen das Verfassungsgebot feiern?

Jahrhundert über die Trennung von Kirche und Staat sind spätestens seit dem Todessprung von Jürgen Möllemann im Jahr nur noch folkloristische Restbestände aus einer vergangenen Zeit. Auch der Chef Guido Westerwelle fühlt sich wohl in seiner evangelischen Haut und in seiner evangelischen Kirche.

Und da fällt dann auch der "gute alte" Wirtschaftsminister Rainer Brüderle als Mitglied der evangelischen Kirche nicht aus der Reihe. Zuletzt verteidigte der FDP-Bundestagsabgeordnete Pascal Kober sogar das feudale Staatskirchenrecht in Deutschland als " beste denkbare Lösung ", wobei es jedem aufrechten Demokraten eiskalt den Rücken hinunter lief. Frei nach dem Motto: Und Ihnen wird es gleich besser ergehen. Freiwillig wären sie später nie eingetreten. Dennoch setzen die etablierten Bundestagsparteien bei Religionsfragen weiterhin auf die Kirchen-Lobby.

Hier die Religionsbeauftragten nach idea-spektrum Nr. Stefan Ruppert von der FDP, der Partei mit dem zuletzt stärksten Umarmungskurs gegenüber der Kirche, stammt aus der Jugendarbeit der evangelischen Christuskirche in Oberursel und promovierte zu dem Thema "Kirchenrecht und Kulturkampf". Das Mitglied eines römisch-katholischen Pfarrgemeinderates will um Verständnis für Vatikan und Kirche werben.

Damit ist der althergebrachte Proporz zwischen evangelisch und katholisch hergestellt. Bleibt noch Raju Sharma von den Linken. Er ist der Chef vom Ganzen" zit. Siehe dazu auch http: Seine Lüge wurde jedoch in der Sendung entlarvt, worauf hin Bischof Jäschke nur lächelte. Schlimmer als Jaschke hätte kein Gegner die katholische Kirche darstellen können.

Aber es gab noch etwas. Die Kirche behält sich das Recht vor, selbst zu entscheiden, ob ein Verdacht bestätigt oder widerlegt wird. Erst wenn er von den entsprechenden Gremien als bestätigt betrachtet wird, wird die Staatsanwaltschaft informiert. Jaschke sagte das im Brustton der Überzeugung. Er verstand noch nicht einmal, was für ein Affront in diesen Sätzen steckt. Die Kirche hält es für selbstverständlich, dass sie über einen eigenen [illegalen] Rechtsraum verfügt.

Herr Jaschke sah darin kein Problem, sondern hielt die Vorstellung - die doch Gesetz der Bundesrepublik ist -, dass Kindesmissbrauch immer der Staatsanwaltschaft gemeldet werden muss, für lächerlich Angesprochen auf das Gesetz, wedelte der Bischof - wieder lächelnd - mit einem Memorandum der Bischöfe aus dem Jahr Eine Demonstration der Arroganz der Macht war das.

Staat bezahlt die Gehälter der Leiter und Erzieher von bischöflichen Knabenseminaren - Unzählige Kinder wurden in den römisch-katholischen Erziehungseinrichtungen in den letzten Jahrzehnten geschändet. Doch das ist nicht der einzige Skandal. Der Staat zahlt dieses Erziehungssystem. Vergleichbar ist es in den anderen Bundesländern. Doch werden die staatsfinanzierten Priester oder ihre Untergebenen kriminell, betrachtet es die Kirche immer noch als eine Art "innerkirchliche Angelegenheit", bei der - im Widerspruch zur staatlichen Gesetzgebung - erst der Bischof den Kriminalfall prüft und innerkirchlich selbstherrlich entschieden wird, ob man auch die staatlichen Gesetze anwenden möchte oder anstelle der weltlichen Richter vorab entscheidet, dass das Verbrechen oder Vergehen nicht verfolgt wird.

Die staatlichen Gelder werden aber ungeniert weiter eingesteckt. Der Bischof und das Mädchen - Die jährige Schülerin aus Illertissen bei Ulm hat keinen Amoklauf geplant, hat nicht mit Drogen gehandelt, hat keine Mitschülerin geschlagen, keine jüngere Schülerin sexuell missbraucht oder eine Geldbörse gestohlen.

Nein, sie hat Charakter gezeigt und ist angesichts der unzähligen Kinderschänder-Verbrechen von Priestern aus der Kirche ausgetreten, wie Hunderttausende andere Mitbürger auch. Das wäre ihr nun beinahe zum Verhängnis geworden und ihr drohte der Schulausschluss ab dem kommenden Schuljahr. Die Schülerin will sich "nach eigener Aussage nämlich weiterhin mit den Wertvorstellungen und den Erziehungs- und Bildungszielen der Schule identifizieren.

Dies hindert die Kirche aber nicht daran, allen Schülern bei Kirchenaustritt grundsätzlich mit dem Schulausschluss zu drohen, auch wenn in diesem Fall jetzt doch nicht davon Gebrauch gemacht wurde. Was für eine Pädagogik! Durch die Drohung der Kirche an die Jugendlichen mit ewiger Verdammnis im Jenseits und mit Schulausschluss auf Erden geht natürlich die Angst bei Jugendlichen um , die Worte des Propheten Johannes in die Tat umzusetzen, welcher in seiner Apokalypse schreibt: Durch Einschüchterung werden auch viele Jugendliche weiter in der Kirche gehalten.

Doch nun wurde die Welt der Priestermänner auch in Illertissen erschüttert: Der Bischof schlug, log, veruntreute Presseberichten zufolge Gelder und versuchte, die Öffentlichkeit auszutricksen. Das Mädchen trat aus der Kirche aus, in welche sie nicht freiwillig eingetreten war - ihr drohte der Schulverweis, was schlimme Folgen haben kann, wenn sie später einen Ausbildungsplatz sucht.

Und später drohen ihr nach römisch-katholischer Lehre weiterhin die ewigen Höllenqualen, auch wenn man sie jetzt doch auf der Schule belässt. Jeder der sich, wie schon zuvor die Opfer von Bischof Mixa, von der Macht der Kirche nicht einschüchtern lässt, löst in der Kirche Irritationen aus.

Denn das ist man dort nicht gewohnt: Die Mutter hat einen anderen Weg beschritten. Entweder die Kirche gesteht den Schülern die volle Religionsmündigkeit zu , und zwar ohne Wenn und Aber, oder die staatlichen Milliarden werden gestrichen.

Durch den nun entstandenen zusätzlichen öffentlichen Druck auf die Kirche hat sich die "Schlange" in diesem Fall zwar zurück gezogen, doch keineswegs geändert. Und etwas anderes als die Erschütterung ihrer Arroganz und das Zurückdrehen beim staatlichen Geldhahn hilft leider bei der Kirche nicht. Eingestellt wurden jedoch bald die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen hinsichtlich der Vorwürfe, der Bischof hätte auf einer Freizeit mit einem Jungen Sex gehabt. Doch dieser steht "loyal" zu seinem damaligen vermeintlichen Sex-Partner und bestreitet die Vorhaltungen.

Weder die Bischofskonferenz noch der Vatikan reagierten" abendzeitung. Mixa wurde vom Papst zum Bischof von Augsburg befördert. Zwischenzeitlich befand er sich nach Informationen aus Kirchenkreisen in der Schweiz in einer Klinik " für Alkoholiker ", auch die Süddeutsche Zeitung schrieb noch einmal am Kritiker sprechen von einem "Realitätsverlust".

Unabhängig davon, wo sich der Bischof nun schuldig machte und wo Vorwürfe eventuell fehlerhaft sind, stellt sich jedoch für den Normalbürger immer mehr auch die Frage: Wie lange müssen wir alle von unseren Steuergeldern die "Mixas" bezahlen? Denn Bischof Mixa und seine Kollegen werden nicht etwa von der römisch-katholischen Kirche bezahlt, sondern von den deutschen Bundesländern, im konkreten Fall vom Freistaat Bayern.

Wie Bischof Mixa sein Rücktrittsgesuch widerrief und sich zurück in den Bischofpalais putschte, lesen Sie hier. Das fürstliche Gehalt von Bischof Walter Mixa über Spiegel online schreibt am 8. Über die Kirchensteuer, die staatlichen Subventionen und seine Spenden. Der Kirchenaussteiger finanziert die Kirche demgegenüber immerhin noch einfach, nämlich über die Milliarden-Subventionen. Doch im Interview erklärt Prof. Die Kirche versucht, der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen, indem sie oft so tut, als würden damit ihre sozialen Dienstleistungen bezahlt.

Das stimmt aber nicht. Diese zahlt natürlich auch der Staat, aber extra: Und in keinem Land der Welt ist es bequemer, Priester ca. Lesen Sie dazu auch Der Theologe Nr.

Heinz Riesenhuber, MdB, Bundesminister a. Zahlen müssen allerdings wir alle, auch wenn wir Kardinal Höffner für einen verblendeten Religionsführer halten. Als engagierter Katholik mit ökumenischem Herzen freue ich mich über engagierte Protestanten.

Aber ich wünsche mir mehr katholisches Profil, mehr katholischen Widerspruch Immerhin hätten und haben katholische Christen gerade auch in der Politik ein kostbares Plus in die Waagschale zu werfen: Dann wird es sicher auch kein Problem sein, wenn sie einmal katholisch sein sollten und die Frage lautet: Bestimmen die Katholiken zu stark die Politik?

Sie wird von der führenden Politik so gut wie überhaupt nicht repräsentiert. Die Kirchen haben sich aus antiken heidnischen Götzenkulten heraus entwickelt und sich das Mäntelchen "christlich umgehängt, haben aber mit Gott und Christus nichts zu tun. Und warum war die evangelische Politikerin Ursula von der Leyen nicht möglich?

Auch ihr Mann und ihr Sohn wurden auf diese Weise angeblich "von Gott angenommen". In jedem deutschen Bundesland hat die evangelische und die katholische Kirche einen Beauftragten, der hauptberuflich nichts anderes tut, als die Vorstellungen der Kirche an die Regierungspolitiker zu übermitteln und auf deren Umsetzung zu dringen. Will also ein Politiker die Kirchensubventionen kürzen, bekommt er sofort Besuch von den beiden Beauftragten. Zwei Stunden mit dem Papst reden dürfen - Es bewahrheitet sich einmal mehr der "apokalyptische" Satz: Man müsse sich heute als ganz normaler Christ vor seine Institution stellen und sie kritisch würdigen.

Das könne man nicht, indem man sich stets davon distanziert. Man müsse auch loyal zu seiner Kirche sein, ohne dabei unkritisch zu werden. Auftrag ausgesprochen - Auf seinem Schreibtisch steht ein Kruzifix und seine Frau sucht ihm jeden Tag eine Bibelstelle für seine Andacht aus.

Er hat sich bekreuzigt, er hat das Magnifikat gebetet, er hat gebeichtet. Seine Stellvertreterin Andrea Nahles ja den Papst als den "Chef vom Ganzen" betrachtet und sich ihm unterordnet bitte unterschreiben: Der Reiter versucht, das Ross immer noch besser in seinen Griff zu kriegen.

Es würde für sich sprechen, wenn jemand aus Protest dieser für unser Land historischen Stunde fern bliebe. Das Gegenteil ist richtig. Das ist historisch belegt und unbestritten. Es ist ein Hohn, wenn sich die von uns demokratisch gewählten Abgeordneten am Jeder Bundestagsabgeordnete muss sich also am Will er Bischof Zollitsch jedoch nicht zustimmen, dann darf er sich unter diesen Umständen am Den Papst wieder ausladen.

Sollte dies jedoch nicht gelingen und die Mehrheit der Abgeordneten unterwirft sich, dann zumindest: Doch damit nicht genug: Die Kirchenführer hamstern auch die staatlichen Titel und Ehrungen ein. Zollitsch wurde unter anderem dafür gewürdigt, "den Ruf Baden-Württembergs über die Landesgrenzen hinaus zu fördern. Auch daran sieht man: Sie sollen sich nicht mehr "christlich" nennen. Dort ist man unter sich.

Maria Woelki, im Jahr gleich zwei Tage im Vatikan. Kein Wunder also, dass die Entscheidung gegen den Laizisten-Arbeitskreis im Vorstand auch einstimmig fiel. Und sie hat nicht mehr viel mit der SPD vor dem 2.

Weltkrieg und auch in den ersten Jahren danach zu tun. Die heutigen führenden Sozialdemokraten sollten sich dafür schämen. Der Tagesspiegel drückt dies so aus: Und was bekommt das Volk? Opium, Opium auf allen Medien, die schon jetzt Abermillionen verplanen, um den "Papstesel" Martin Luther über den Papst mediengerecht in Szene zu setzen.

Denn was ist die Lehre? Sie glauben, dass das nicht mehr gilt? Dann täuschen Sie sich. Die Lehre gilt als "unfehlbar" und wird angewendet wie eh und je. Siehe nachfolgender Kasten sowie oben.

Schwarzer Rosenkranz - was ist damit verbunden? Doch wenn der katholische Papst einem evangelischen Politiker, der gleichzeitig in der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sitzt [bis ], nun ein solches katholisches Gebetsinstrument schenkt, welche Gedanken und Inhalte sind damit eventuell verbunden? Was liegt näher als der Wunsch, dass der Politiker dann auch im katholischen Sinne handeln möge? Ein schwarzer oder andersfarbiger Rosenkranz als "Geschenk" - dies ist möglicherweise auch ein geheimes Zeichen, das weit häufiger zum Einsatz kommt als nur in diesem einen Fall, über welchen bild.

Da im Katholizismus niemals ein Symbol zufällig gewählt wird, ist dazu Folgendes interessant: Der katholischen Legende nach habe der "heilige" Dominikus, der vom Papst mit der Inquisition bzw. Oktober als Tag eines alljährlich wiederkehrenden "Rosenkranzfestes" fest.

Mehr zur wirklichen Maria im Gegensatz zur virtuellen katholischen Marienfigur siehe hier. Zwar gibt es keine kirchenamtlich offizielle Deutung dieser Rosenkranz-Farbe und den Gläubigen wird hier vom Vatikan ein gewisser individueller Gestaltungs-Freiraum gelassen.

Die Farbe "Schwarz" wird in der katholischen Liturgie jedoch offiziell bei Trauerveranstaltungen und Begräbnissen verwendet und am katholischen "Feiertag" der Ermordung von Jesus von Nazareth, dem so genannten "Karfreitag". Interessant ist auch - gerade im Hinblick auf das päpstliche "Geschenk" an einen führenden evangelischen Politiker -, dass ein evangelischer Theologe in Schweden in den 90er-Jahren ein dem Rosenkranz verwandtes "Gebetsband" erfunden hatte, das seither unter der Begrifflichkeit "Perlen des Glaubens" auch Eingang in die katholische Frömmigkeit gefunden hat https: Die schwarze Perle gilt hierbei als " Perle der Nacht " und wird wie folgt definiert: Jahrhunderts, dann zieht hier ein schauerlicher Dunstkreis auf.

Wenn der Papst also einen Rosenkranz verschenkt, und noch dazu einen schwarzen, dann kann man nur allen, die von diesem Geschenk und ihren Empfängern Kenntnis haben, raten: Markus Söder wurde jedenfalls von der Macht in Rom, zu der fast alle einflussreichen Politiker pilgern, auf diese Weise bedacht.

Ist diese womöglich ein Zeichen für weitere Weihungen? Niemand bräuchte ein solches religiös belastetes Geschenk behalten. Man könnte Geschenke, deren Inhalte einem nicht zusagen, ja auch zurück geben oder anderweitig aus seinem persönlichen Leben entfernen - wenn man möchte.

Oder man will es eben bewusst nicht, sondern schätzt ein solches Geschenk, auch im Hinblick auf die eigenen Ziele.

Wurde Bundespräsident Christian Wulff fallen gelassen, weil er sich dem Papst nicht unterworfen hatte? Doch die in diesem Zeitraum sechste Fraktion, die virtuelle Fraktion, die dunkle Fraktion, ist die mächtigste Fraktion: Es ist die Kirchenfraktion, die quer durch alle Parteien geht und noch eine eigene schwarze Mehrheit bildet , solange die Bürger noch so wählen.

Die Kirchenmitglieder " bilden in der Politik eine virtuelle sechste Fraktion, die parteiübergreifend hinter den Kulissen mitmischt. Dafür gibt es viele katholisch verbindliche Lehrsätze in der römisch-katholischen Kirche, letztlich alles Varianten der Forderung der Kirche, dass sich alle Menschen für ihr Seelenheil dem Papst unterwerfen müssen , auch wenn sie dabei die Gesetze ihrer Länder brechen müssen.

Zu den neueren Anordnungen gehört z. Sie hat eigentlich drei Stimmen: Dieses breitgestreute Talent erlaubt es ihr, alle Ecken der präsentierten Chansons überzeugend auszuleuchten.

Sona Macdonald gestaltet diese Stücke lustvoll expressiv und gibt ihnen damit eine suggestive Bühnenpräsenz. Auch er weiss mit Spielfreude und geschickter Interpretation zu überzeugen und bewährt sich sogar als Duettpartner von Sona Macdonald in einzelnen Songpassagen. Das Premierenpublikum bejubelt eine gelungene Reinkarnation zweier unsterblicher Künstlernamen, die hier höchst lebendig in Erinnerung gerufen werden.

Was der Chor tanzend, sprechend und agierend zu diesem Abend beiträgt, ist bemerkenswert und zeigt insbesondere in den Sprechchören eine verblüffend akribisch trainierte Präzision. Die Ladies können mit Musketen ebenso virtuos umgehen wie mit dem Florett, um der gelegentlich geforderten Aktivität als Exekutionskommando Nachdruck zu verleihen.

Vier Schauspieler werfen einander und dem Chor die Bälle zu. Die einzelnen Schwerpunkte werden durch Verknüpfungen mit dem Phänomen des Schlafes interpunktiert. Ja, und was ist mit Sophie Rois? Ihre kehlig-kratzende Stimme hat gleichwohl hundert verschiedene Farben und kann ebenso gut scharf und bestimmend klingen. Das Publikum honoriert die kurzweiligen siebzig Spielminuten mit begeistertem Applaus. Der amerikanische Autor John T.

Um nicht selbst in juristische Fallstricke zu geraten, sind die Namen der handelnden Personen verändert, aber es bleibt stets klar erkennbar, wer gemeint ist und wie sich die Handlung entwickelt. Der Regie von Guntbert Warns gibt Bühnenbildner Momme Röhrbein eine szenische Lösung an die Hand, die aus fünf nebeneinander platzierten Sprecherkabinen in der Art von Zeugenständen besteht, die durch Plexiglasscheiben voneinander getrennt sind. Dann ist da noch der gewiefte Anwalt der Chataignes, Jordan Pershing Heikko Deutschmann , der zunächst seiner Sache ganz sicher ist, die Niederschlagung des Verfahrens erreichen zu können.

Das Zimmermädchen Naomi St. Cloud Maya Alban-Zapata , überaus beredt in seiner Suche nach Gerechtigkeit, ist gleichwohl auf die Ratschläge seiner Anwältin Elizabeth Granger Johanna Griebel angewiesen und zögert deshalb, den ihr angebotenen Vertrag über die 3 Millionen Dollar Schweigegeld zu unterzeichnen, die ihre bisher sehr bescheidene Existenz bis ans Lebensende sichern würden. Man erwartet, dass es nach der Pause mit einer Darstellung von Gerichtsszenen weitergehen würde.

Aber hier setzt nun die intelligente, pfiffige Alternative des Autors ein, die ihm die Waffe prinzipiell fundierter Gesellschaftskritik in die Hand gibt, ohne nur moralinsaure Randbemerkungen zu liefern.

Ein Märchen, das in vielfacher Hinsicht nachdenklich macht. Die Szene lebt vom gekonnt formulierten Text und dem darstellerischen Geschick der abgebildeten Personen. Dietrich Adam spielt die Rolle des entlarvten Vergewaltigers souverän und in der trügerischen Gewissheit, dass der Mitteleinsatz seiner Frau ihn retten wird. Imogen Kogge als Madame Chataigne hält dies anfangs ebenfalls für sicher und wird darin von Heikko Deutschmann als renommierter Anwalt im Brustton der Überzeugung unterstützt.

Die Neuinszenierung der Deutschen Oper Berlin stützt sich auf die Franzos-Version des Büchner-Textes und entfaltet dabei, unterstützt von der hilfreichen Projektion der Übertitel, den Reiz einer dichterisch konzentrierten Szenenfolge, in der Büchners Diktion immer aufs neue durch zeitlose Modernität überrascht. Die Figur des Soldaten Wozzeck, der mit seiner Freundin Marie ein uneheliches Kind hat und sich zur Erfüllung seiner Unterhaltspflichten als Handlanger bei einem Hauptmann verdingt und sich überdies von einem selbstverliebten Arzt für medizinische Experimente heranziehen lässt, kann in ihrer düsteren Zwangsläufigkeit bereits das nahende Unheil ahnen lassen.

Dabei ist diese fatale Abwärtsspirale eben nicht nur durch gesellschaftliche Repression definiert, sondern sie wurzelt zu einem guten Teil auch in der problematischen Persönlichkeit des Protagonisten, die durch depressive und wahnhafte Zustände geprägt ist. Als Wozzeck die Entdeckung seiner Tat fürchtet, begeht er Selbstmord. Der norwegische Regisseur Ole Anders Tandberg verzichtet in seiner Inszenierung dankenswerterweise auf gewaltsame Brücken zur deutschen Geschichte und drückt seiner gelegentlich aufmarschierenden Volksmenge stattdessen fröhliche norwegische Fähnchen in die Hand.

Die einzelnen Szenen werden durch einen Zwischenvorhang interpunktiert, auf den ein Porträtvideo des Wozzeck-Darstellers projiziert wird. Die einzelnen Figuren werden klar umrissen und in konzentrierter Form stilisiert. Sein verquältes Grundempfinden, die verdeckte Auswirkung ständiger Demütigungen kommen in Reuters Darstellung gut heraus.

Die Marie von Elena Zhidkova hat einen hellen, kraftvollen Sopran. Für die abrupte Zuwendung zum Tambourmajor findet man allerdings kaum Anhaltspunkte. Ihr Schuldbewusstsein und die mentale Flucht in Bibelzitate liefern ein glaubwürdiges Gegengewicht zur sündhaften Ausschweifung. Den Tambourmajor spielt Thomas Blondelle mit auftrumpfender Pose. Burkhard Ulrich gibt den moralisierenden Platitüden des Hauptmanns eine klare, präzise Artikulation.

Seth Carico ist ein fabelhafter Bilderbuch-Experimentator, der sich durch seine Forschungen ewigen Ruhm erhofft. Matthew Newlin ist Andres, Wozzeks Freund, der auf ihn einzuwirken versucht, aber das tragische Ende nicht aufzuhalten vermag. Erst der Verleger Ernst Rowohlt nimmt es an und bietet es zur Aufführung dem gerade nach Deutschland zurückgekehrten Regisseur Erwin Piscator an, der es im Berliner Theater am Kurfürstendamm herausbringt, dem damaligen Domizil der Freien Volksbühne.

Die Öffentlichkeitswirkung des Stückes ist in der Folge explosiv im erwarteten Umfang, und neben Bewunderung und Zustimmung sind vor allem Proteste zu vernehmen. Ziemlich genau 60 Jahre nach Fertigstellung des Stückes unternimmt es nun der Regisseur Philip Tiedemann im Schlosspark Theater Berlin, den ursprünglichen Fünfakter mit 45 Figuren zu einer Folge von acht Szenen für sieben Schauspieler umzuformen, was den Charakter einer Straffung und Verdichtung hat, die der Plausibilität und suggestiven Wirkung zugute kommt.

Klarer als zuvor wird nun der fundamentale Antagonismus der Ideen herausgearbeitet, der letztlich für die auf den ersten Blick rätselhafte Zurückhaltung des Papstes verantwortlich war.

Stephan von Wedel baut dem Regisseur eine Bühne, deren optische Wirkung von monumentalen, düsteren Bilderrahmen beherrscht wird, die sich mit Unterstützung der kleinen Drehbühne gegeneinander verschieben lassen. Reizvoll auch die Schattenspiele aus dem Bühnenhintergrund auf eine davor platzierte Projektionsfläche. Das Publikum quittiert die konzentrierte, mitreissend inszenierte Aufführung mit begeistertem, langanhaltenden Beifall, der sich noch steigert, als auch der inzwischen 87jährige Autor Rolf Hochhuth die Bühne betritt.

Der Handlungskern geht auf reale Begebenheiten aus dem Jahrhundert zurück, aber die Analogien zu Konflikten unserer Tage sind nur allzu offenkundig. An der Landesgrenze nahe der Burg des Junkers Wenzel von Tronka wird unvermittelt ein Passierschein von ihm verlangt, und er lässt seine Pferde als Pfand zurück, während er in Dresden Klärung in der Sache sucht.

Nachdem er dort erfahren hat, dass die Passierscheinpflicht frei erfunden ist, fordert er seine Pferde zurück, die aber inzwischen durch harte Feldarbeit bis auf die Knochen abgemagert sind. Er überfällt zunächst die Burg der Tronkas und tötet dort alle Bewohner bis auf den Junker Wenzel, der entkommt.

Kohlhaas sammelt einen Heerhaufen, verfolgt den Junker und steckt die Stadt Wittenberg mehrfach in Brand, danach setzt er in Leipzig Feuer. Martin Luther, der ihn zunächst öffentlich für die Mordbrennerei verurteilt hatte, erwirkt ihm dann aber freies Geleit nach Dresden. Dieses Kollaborationsspiel wird allerdings von den Behörden aufgedeckt. Im Besitz von Kohlhaas ist die Notiz einer Wahrsagerin, worin Einzelheiten über das künftige Schicksal des sächsischen Königreichs genannt sind.

Regisseur Lars Georg Vogel unternimmt es bei den Berliner Vaganten, aus dem Prosatext von Kleists Novelle eine szenische Umsetzung zu destillieren, und er hat für dieses Experiment eine glückliche Hand. Geschickt mischt er kurzgefasste Situationsangaben mit wörtlichen Dialogen und stilisierten Kulminationspunkten.

Der Vorzug dieser Darstellungweise liegt darin, dass bei sparsamem Einsatz von Bühnentechnik der eigentliche rote Faden der Handlung einschliesslich seiner Konflikte, Siege und Enttäuschungen einleuchtend sichtbar wird. Zahlreiche Film- und Fernsehfassungen haben seither die unverwüstliche Beliebtheit des Stoffes und seiner Musiknummern unterstrichen und gefestigt. Regisseur Torsten Fischer hat nun im Berliner Renaissance-Theater eine radikal entstaubte Fassung auf die Bühne gebracht, die den zündenden Charakter der wohlbekannten Musiknummern erhält und der Handlung einen flotten, plausiblen und mit einer ganzen Kette von Pointen angereicherten Verlauf gibt.

Um die beiden herum eine präzise eingesetzte Riege exzellenter Darsteller. Klärchens sparsamen Vater Professor Dr. Hinzelmann spielt Walter Kreye, und er hat nicht nur eine eigene Songnummer im Programm, sondern er kann in einer Beinahe-Traumsequenz als Kaiser Franz Joseph auch noch der Rösslwirtin tröstliche Lebensweisheiten mitgeben.

Angelika Milsters herrlich jazziger Jodel-Sopran ist immer im rechten Moment zur Stelle, und manche Schauspieler schlüpfen auch noch, blitzschnell maskiert, in andere Rollen, so Ralph Morgenstern, Tonio Arrango und Boris Aljinovic, dessen Verwandlung in ein Stubenmädchen gleich zu Beginn schon beste Laune verbreitet.

Dieses Rössl wird seinen Lauf mit Sicherheit eine ganze Weile fortsetzen. Zum sommerlich zwanglosen Zugangsritual gehört, dass man auf der Rasenfläche des Klosterinnenhofs zum Picknick Platz nehmen kann und dann das jeweilige Konzertereignis vermischt mit Vogelgezwitscher und Babylauten zu geniessen vermag.

Die musikalische Gestalt fesselt durch die enorme Spannweite zwischen dröhnenden Fortissimo-Stellen und zarten, von den Streichern vorgetragenen Passagen von geradezu überirdischer Schönheit.

Beim Brandenburgischen Staatsorchester waren sowohl diese sanften Streichermelodien in zweiten Satz wie die kraftvollen, überaus klaren und reinen Bläsereinsätze in besten Händen, und dank der klug disponierten, bisweilen geradezu explodierenden Gestik des Dirigenten blieb die klangliche Prägnanz der Interpretation durchgehend gewahrt. Rossini komponiert die Oper für ein selten auf die Bühne gebrachtes Agglomerat von zehn solistischen Hauptrollen, die er mit der glänzendsten Sängerbesetzung seiner Zeit ausstattet.

Der Knalleffekt besteht darin, dass die im Titel verheissene Reise überhaupt nicht stattfindet, weil es im entscheidenden Moment an den erforderlichen Transportmitteln mangelt. Ein uneingeschränktes Lob verdient die Inszenierung von Jan Bosse. Er versteht es, die Vorlage vom Staub der seit der Uraufführung vergangenen Jahre zu befreien, ohne dem Sujet Gewalt anzutun.

In diesen Betten räkeln sich die Aktricen und Akteure, teils bereits mit den Kostümen bekleidet, die sie für ihre späteren Rollenauftritte benötigen. Die Wände des Schlafsaals bestehen aus dunkel getönten Spiegelflächen, die sich auch hervorragend als Projektionsgrund für unaufdringlich perfekt inszenierte Videoeinspielungen Meika Dresenkamp nutzen lassen.

Mit der Unterstützung eines versierten Besetzungsbüros schafft es die Deutsche Oper, ein Sängerensemble zusammenzustellen, das den anspruchsvollen Vorgaben Rossinis bis ins Detail entspricht.

Drei Soprane, ein Mezzosopran, zwei Tenöre und vier Bässe folgen der angesagten Spielidee, als hätten sie nie etwas anderes getan.

Die Hotelbesitzerin Madama Cortese Hulkar Sabirova würde am liebsten selbst verreisen, kann sich aber von ihren Alltagspflichten nicht lösen. Was den ganzen Abend zusammenhält und ihm einen unverwechselbaren Charme verleiht, ist Rossinis feinfühlig gesetzte Musik, vom Orchester der Deutschen Oper unter der Leitung des Italieners Giacomo Sagripanti geschmeidig und ohne falsche Hast dargeboten. Diese Musik ist derart inspirierend, dass sie die ganze Inszenierung bis in die Gesten und Bewegungen der Gesangssolisten trägt und beflügelt.

Das Publikum honoriert die überaus geglückte Aufführung mit ausgiebigem, begeistertem Applaus. Erst gab es quasi eine Wiedergeburt in Donizettis Geburtsort Bergamo, und diesmal wurde daraus die Initialzündung für einen Siegeszug.

Zur Imagination der Spielorte und der Charaktere der handelnden Personen bleibt der Zuschauer ganz auf seine Phantasie angewiesen. Man kann also ohne Übertreibung sagen, dass die konzertante Aufführungspraxis manches Mal den Zugang zum Kern des Werkes erleichtern kann, einmal ganz abgesehen von einem gewissen Entlastungseffekt für das Budget des Opernhauses.

Keine statischen Solistenfiguren, die hinter ihren Notenpulten stehen und nach ihrem Auftritt wieder in der Seitengasse verschwinden, sondern quasi eine auf die Rampe reduzierte Spielfläche, auf der sich die handelnden Personen frei bewegen, wobei die beiden Thronkonkurrentinnen durch wechselnde Roben auch dem Auge des Zuschauers etwas bieten und so überdies ihre jeweilige Stimmung zusammen mit ihrem Rollenverständnis zum Ausdruck bringen.

Graf Leicester überredet Elisabetta, während der königlichen Jagd im Park von Fotheringhay einer Begegnung mit Maria Raum zu geben, die zuvor von Leicester flehentlich darum gebeten worden war, sich unterwürfig zu zeigen, um ihr Leben zu retten.

Elisabetta unterzeichnet das Todesurteil und bestimmt Graf Leicester, der Hinrichtung Marias beizuwohnen. Maria legt in Gegenwart von Talbot eine Generalbeichte ab und spricht ein letztes Gebet, in dem sie auch Elisabetta verzeiht. Nach dem Grundgesetz der konzertanten Aufführungspraxis steht die musikalische Gestalt des Werkes im Vordergrund.

Was sie neben ihren stimmlichen Qualitäten der Rolle noch an Hoheit, Hochmut, leidenschaftlicher Zuneigung und kalter Entschlossenheit zu geben versteht, ist fesselnd und überzeugend. Ihr empfindungsstarker Widerpart ist das tragische Schicksal der Titelfigur Maria Stuarda, bei Diana Damrau mit ihrem sensiblen, ausdrucksvollen Sopran und einer reichen Palette gewandter Stimmakrobatik in besten Händen.

Den entscheidenden Akzent für die ausgereifte musikalische Gestalt dieser Aufführung liefert allerdings der Dirigent Francesco Ivan Ciampa, dessen musikalische Leitungsfunktion sich hier zur regelrechten Gestaltungsrolle erweitert. Sein fein abgestimmtes Instrumentarium der Zeichengabe kann sekundenschnell von leiser Zurückhaltung zu volltönender Konsonanz von Chor und Orchester wechseln, und da er in unmittelbarer Nähe der singenden Solisten agiert, vermag er Einsätze und Tempi in müheloser Perfektion zu koordinieren.

Ein bemerkenswerter Einsatz sowohl für den Dirigenten wie für den von Jeremy Bines mit Sorgfalt vorbereiteten, besonders im letzten Akt eindrucksvoll auftretenden Chor.

Viel Beifall für einen bewegenden Opernabend mit einem hervorragend besetzten Ensemble. Dieter Hallervorden hat das Stück ins Deutsche übertragen und die deutschsprachige Erstaufführung jetzt in seinem Schlosspark Theater Berlin präsentiert.

Die Inszenierung besorgte hier Holger Hauer. Sie hatte sich einen Yorkshire-Terrier gewünscht, aber er bringt stattdessen einen Goldfisch im Aquarium nach Hause. Der Berliner Goldfisch Kasimir, der mit der Stimme von Dieter Hallervorden zu sprechen vermag, ist zunächst ständig in Gefahr, an die Tierhandlung zurückgegeben zu werden, aus der er stammt.

Als er dem Ende nahe zu sein scheint, besorgt Christine sogar einen zweiten Goldfisch, der sich mit bayerischem Dialekt zu Wort meldet, der aber nicht über die Gabe verfügt, Menschen zu ungehemmter Beichte zu verleiten. Wie sich herausstellt, hatte Henri fünf Jahre zuvor ein kurzes Techtelmechtel mit ihr, dem ein nunmehr fünfjähriger Sohn entstammt, der jetzt in der Obhut von Dounias Mutter im fernen Kaukasus Ziegen hütet. Aber auch Christines bislang erlebnisarme Lebensführung bleibt nicht unbelastet: Dieses in vieler Hinsicht kuriose Szenario wird durch treffende schauspielerische Leistungen plausibel und nachempfindbar.

Heimlicher Star des Abends ist natürlich der Goldfisch Kasimir, dessen Bühnenexistenz aber keine protestierenden Tierfreunde auf die Szene ruft, denn er bewegt sich durch eine raffinierte visuelle Technik nur als gut sichtbares Hologramm in seinem Aquarium. Henri erntet Verständnis und Mitgefühl für seine Versuche, die Zuneigung von Christine wieder zu beleben. Dounia stellt mit überzeugend pseudo-kaukasisch gebrochenem Deutsch, aber tadellosem Erscheinungsbild ihre Escort-Existenz auf die Bühne, und Hans Peter wird mit warmherziger Emotion regelrecht zum Publikumsliebling.

Am Ende viel Beifall und begeisterter Applaus für einen amüsanten Abend ohne unnötige Komplikationen. Eine Jury bestimmt, ob die Anforderungen erfüllt werden. Zur Generierung der Stipendien dienen unter anderem Stipendiatenkonzerte, in denen gegenwärtige oder frühere Stipendiaten auftreten und das Programm eines Kammerkonzerts zusammen mit Musikpartnern gestalten.

Kraftvoll und beredt setzen Violine und Cello ein, die Viola accompagniert in der Mittellage. Eine heitere, fröhlich voran tänzelnde Melodie, von allen drei Solisten in perfektem Einklang vorgetragen. Die spielerische Violine erfindet die Motive und schickt sie über die anderen beiden Stationen, das dunkel, markant formulierende Cello und die rhythmisch akzentuierende Viola. Alle drei bewegen sich in einer gemächlichen, gut abgestimmten Schrittfolge voran, wobei die Violine der Melodie leuchtende Lichter aufsetzt.

Gelegentlich sind alle drei ausdrucksstark unisono zu vernehmen. Dialog zwischen Violine und Viola, ein sehr geschlossenes Klangbild, das die Violine bemerkenswert klar und rein anführt. Mit beherztem Sprung gehts in den Satz, die Violine allen voran.

Ein liebenswürdiges Seitenthema wird sensibel ausgeführt. Dann wieder der rhythmisch betonte Anriss des Eingangsthemas.

Die Violine schwingt sich mit zartem Ton in den Eingangsbogen des Finales hinein. Noch einmal leidenschaftlich betonte Akzente und rhythmisch gut ausgeformte Triofiguren. Zur Seite gehts mit einer Art Frageformulierung, für die anschliessend die Antwort gegeben wird. Ein ganz leichter, fast schelmischer Ausklang.

Beim zweiten Programmpunkt gibts eine Änderung. So wird das Stück zu einer verträumten Reminiszenz, einer Erinnerung mit mannigfaltig abgestuften Akzenten, auch einmal etwas markanter und in beschleunigtem Tempo. Eine leicht perlende Passage illustriert das Hauptmotiv in reizvoller Weise.

Mit mächtigen Akkorden stürzt sie sich virtuos in diesen Exkurs, führt das Thema in kleinen Sprüngen weiter, als wären Stromschnellen im Spiel. Eine spielerische Pianoeinleitung, die Violine setzt sich drauf und flattert davon. Wie Glockentöne vom Piano. Suggestive Violine, sanft melancholisch eingefärbt. Die Intensität der Violine nimmt zu, um dann wie in der Dämmerung zu versinken.

Kurze, trockene Interjektionen des Pianos, weite Atemzüge der Violine. Verträumter Ausklang in hoher Lage. Darauf setzt das Piano rhythmische Akzente und sorgt für das richtige Blues-Feeling, das die Violine paraphrasiert. Das Duett ist sehr genau getaktet, virtuos akzentuiert und mit raffinierten Taktverlagerungen aufgeraut. Man meint, einem Insektenschwarm zu folgen.

Konstanter Drive nach vorn, beide Solisten in exzellentem Einklang. Piano und Cello sind vorab zu vernehmen, die Flöte folgt und kann mit ihren Spitzentönen gleich die ersten Akzente setzen. Den sanften, dunklen Überleitungston steuert das Cello bei. Piano souverän exakt, die beiden anderen passen sich feinfühlig an. Verschwebend leicht die Flöte. Ein markantes Tanzthema, zunächst im Piano, dann von der virtuos leichten Flöte aufgegriffen.

Die Melodieführung erinnert an eine Arie. Das Piano rhythmisch ausgesprochen virtuos. Die Flöte eröffnet in liedhaftem Ton, das Piano wiederholt den Wortlaut. Dann tritt das Cello hinzu und steigert den dramatischen Duktus.

Daraus wird dann ein Zwiegesang von Flöte und Cello mit dem Piano. Das Piano setzt ein, gibt Ton und Tempo vor. Flöte und Cello folgen in flottem Allegro-Ton. Piano kraftvoll und zartfühlend in sekundenschnellem Wechsel. Hinreissend im rhythmisch forcierten Voranstürmen. Cello solo, mit Piano und Flöte. Falke Thomas Leman betritt und, als Magier mit langen Nosferatu-Fingern den Kronleuchter und den Kamin entzündet, auf dessen Bildschirm dann später auch einmal die Fernseh-Wetterkarte als Bildstörung erscheint.

Wie aus einer anderen Welt kommend schreitet Rosalinde als ungarische Gräfin die Treppe herab. Ihr Gatte Eisenstein erkennt sie nicht, ist aber von ihr restlos hingerissen. Nach und nach tauchen auch die übrigen Protagonisten auf, und der Advokat Dr. Blind Jörg Schörner denkt über die Verteidigung des Eisenstein nach. Stattdessen schlüpft der echte Eisenstein dann in die Rolle des Dr.

Rosalinde erscheint, Erkennungs- und Verzeihungsszenen lösen sich ab, Adele stellt ihr Theatertalent unter Beweis. Wie man sieht, fehlte es also nicht an belebenden Elementen für das szenische Geschehen. Thomas Blondelle war situationsgerecht elegant und albern, und Markus Brück durfte auch die Wirkungen reichlichen Champagnergenusses glaubwürdig vorführen. Jeremy Bines hatte den Chor einmal mehr vorzüglich instruiert. Mag dieses zeitliche Zusammentreffen nun Zufall sein oder nicht - auf jeden Fall ist dieses Stück hochaktuell.

Einmal mehr ist das Bühnenbild auf das Nötigste beschränkt, um den knappen Aktionsraum nicht mehr als nötig einzuschränken. Die intelligente Lichtregie unterstützt die Gliederung der Handlung. Zwei Akteure teilen sich sehr effizient und überzeugend die szenische Hauptaufgabe, eine fiktive Geschichte in greifbare Nähe zu rücken, in der die Absurdität mancher Lebensläufe jener Jahre auf die Spitze getrieben wird.

In einem schlesischen Städtchen, wo Christen, Juden und Andersgläubige friedlich zusammenleben, treffen Max Schulz und Itzig Finkelstein aufeinander, erst als Schulfreunde, später als Friseurlehrlinge. Als er einen Weg sucht, dem Strudel des Untergangs bei Kriegsende zu entgehen, kommt er auf den Gedanken, Finkelsteins Identität anzunehmen und als nunmehr Jude nach Palästina auszuwandern. Während der Schiffspassage nach Palästina hatte er einen jüdischen Amtsgerichtsrat Richter kennengelernt, dem er später bekennt, der gesuchte Massenmörder Max Schulz zu sein.

Das Urteil des Juristen, voll bitterem Sarkasmus: Oliver Dupont und Andreas Klopp stellen in springlebendiger Wandlungsfähigkeit die erforderlichen Charaktere auf die Bühne: Das Ganze ergibt einen sehr eindrucksvollen Abend mit schauspielerischen Leistungen besonderer Finesse. Erneut wird dabei einem unauslöschlichen Abschnitt der deutschen Geschichte der Spiegel vorgehalten.

Viel Beifall für einen fesselnden, sehr anregenden Theaterabend. Der Text mit seiner gestelzten, bisweilen gewollt überhöhten Kunstsprache atmet diesen rührenden, emphatischen Weltverbesserungsgeist mancher Autoren der Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, der in den Dreissigern von der Geschichte dann so markant konterkariert und in der Weltkriegs-Katastrophe der Vierziger unwiderruflich zuschanden geritten wurde. Die Gratwanderung zwischen äusserster Stilisierung und purem Kitsch führt dabei auch zu gelegentlichen Grenzüberschreitungen.

Regisseur Christof Loy erreicht an diesem Abend zwei widerstreitende Ziele: Er erzählt ohne Stilbruch einen durchaus spannenden Krimi und erreicht gleichzeitig eine bewegende Verklärung der Liebe. Seine Szene von Johannes Leiacker ist drei Akte lang ein repräsentativer, holzgetäfelter Gerichtssaal, in dessen Vordergrund lediglich ein schmaler Tisch und ein Stuhl stehen.

Gleichrangig steht daneben die sorgfältige Einstudierung der Chöre durch Jeremy Bines. Der Herrscher eines totalitären Staates Josef Wagner , dessen grausame und gemütskalte Haltung sich längst auf sein Volk übertragen hat, will einen Fremden Brian Jagde am nächsten Morgen hinrichten lassen, dessen aufgeschlossenes Wesen den Geist von Widerspruch und Rebellion verbreitet. Königin Heliane Sara Jakubiak hat sich ihrem Ehegatten bislang verweigert und kommt nun zu dem Fremden ins Gefängnis, um ihn zu trösten.

Beide kommen sich rasch näher, und aus Wesensverwandtschaft entsteht Liebe. Diese geheimnisvolle Verbindung ist enger, als es die Beziehung zwischen König und Königin je gewesen ist. Gleichwohl sieht sich Heliane, vor Gericht gestellt, weder als Dirne noch als Ehebrecherin. Der Fremde begeht Selbstmord mit einem Dolch, den Heliane zuvor von ihrem rasend wütenden Gatten bekommen hat. Der verlangt nun von seiner Frau, sie solle als Unschuldsbeweis den Selbstmörder wieder zum Leben erwecken.

Als Heliane tief zerknirscht ihre wahre Schuld bekennt, den Fremden wirklich geliebt zu haben, geschieht das Wunder: Der Fremde erhebt sich von seiner Bahre, rühmt in beredten Worten Freiheit und Liebe, um dann gemeinsam mit Heliane, von Licht umflossen, der Zukunft entgegenzugehen. Der zweite Vorzug dieser Inszenierung liegt in der darstellerisch wie stimmlich treffenden Besetzung der Solistenrollen.

Okka von der Damerau ist die stramme Botin, einst kurzzeitig die Geliebte des Königs und noch heute seine Parteigängerin. Gideon Poppe ist ein bebrillter skeptischer junger Mann, der alle Vorgänge aufmerksam verfolgt. Sein eminenter Klangsinn, der auch gelegentlich überlaute Fortissimi nicht scheut, verbindet musikalische Charakterzüge von Wagner, Richard Strauss, Ravel und Eduard Künneke mit - ja eben, mit Korngold zu einer durchgehend faszinierenden Klangschmelze.

Selten hat man das Orchester der Deutschen Oper Berlin so homogen, in sämtlichen Instrumentengruppen so organisch und ohne Fehl agieren hören. Einhelliger, begeisterter Beifall für ein selten zu hörendes Werk, das wie eine Botschaft aus einer anderen Zeit wirkt.

Sein Reiz besteht wesentlich darin, dass Paraphrasen über die Unaufrichtigkeit in der Liebe hier nicht als moralinsaure Tiefbohrung angeboten werden, sondern als durchgehend amüsante Szenenfolge ohne mahnend erhobenen Zeigefinger. Regisseur Folke Braband hat wieder einmal alles richtig gemacht, um die raffinierte Leichtigkeit der Dialoge auch auf einer deutschen Bühne zu voller Wirkung zu bringen.

Das Bühnenbild von Tom Presting stellt einfach eine Projektionswand auf die kleine Drehbühne, was einen raschen Wechsel des jeweiligen Szenenhintergrunds ermöglicht. Mit der Dauer der Beziehung wächst der Wunsch bei Michel und Alice, statt einiger Stunden auch einmal ein Wochenende gemeinsam zu verbringen. Natürlich trägt dieses Lügengespinst nur wenige Meter weit, dann verheddert man sich in Widersprüche, und Michel darf am Telefon mehr schlecht als recht die Stimme der Chartreuser Tante simulieren.

Immer wichtiger wird die Frage, wer zu welchem Zeitpunkt die Wahrheit über das Quartett der Seitensprünge gewusst hat und wer für eisernes Schweigen oder stattdessen für rückhaltlose Offenheit eintritt. Ganz nebenbei erfährt Michel, dass sein bester Freund Paul schon geraume Zeit ein gleichfalls geheimgehaltenes Verhältnis mit Michels Frau Laurence unterhält. Nun ist es an Michel, in einer dummdreisten Flucht nach vorn reihum erst seinen Freund, dann seine Geliebte und am Ende seine Frau heimtückischer Machenschaften und mangelnder Wahrheitsliebe zu bezichtigen.

Insgesamt ein überaus unterhaltsamer Abend mit gut inszenierten Dialogen und Pointen. Das Publikum dankt mit reichem Applaus, der sich zu rhythmischem Beifall steigert. Die konzertante Praxis ist solchen Zwängen nicht ausgeliefert und kann sich ganz der musikalischen Gestalt des wiederzugebenden Werkes widmen.

Mag die Presseresonanz hierauf etwas geringer sein: Ein reines, ungetrübtes Vergnügen ist von einem solchen Ereignis vielleicht sogar eher zu erwarten als von einer allzu streitbaren Inszenierung.

Aus den zunächst vier Akten wurden drei, und entstand eine dritte Fassung mit Ouvertüre, die nun auch in Berlin zu hören war. Das liegt gewiss zu einem Teil an der für den heutigen Geschmack etwas verstiegen wirkenden Handlung, die auf ein Sujet von Alphonse Daudet zurückgeht. Rosa Mamai hat zwei Söhne: Letzterer ist unsterblich in ein Mädchen aus Arles verliebt, über deren Lebenswandel zunächst nichts weiter bekannt ist. Mutter Rosa favorisiert aber Vivetta, die ihrerseits Federico liebt.

Rosa bittet ihren Bruder Marco, etwas über die geheimnisvolle Arlesierin herauszufinden, und der legt daraufhin seiner Schwester nahe, den Heiratsplänen Federicos zuzustimmen. Ein Liebhaber der Arlesierin namens Metifio stellt seiner Geliebten allerdings ein schlechtes Zeugnis aus, worauf Federico zutiefst betroffen reagiert.

Vivetta gesteht ihm ihre Liebe, und Federico wendet sich vom Traumbild der entfernten Arlesierin ab und will nun Vivetta heiraten. Metifio taucht auf und plant, die leichtlebige Arlesierin zu entführen. Stattdessen verdunkelt sich das Seelenleben von Federico: Die konzertante Aufführung in der Deutschen Oper stand unter einem denkbar glücklichen Stern und kompensierte durch die musikalische Perfektion alle Bedenken, die sich gegen die streckenweise etwas unglaubwürdige Handlung wenden mochten.

Ein wesentlicher Angelpunkt der klugen Klangregie war der Dirigent Paolo Arrivabeni, der gleich mehrere Tugenden eines hervorragenden Operndirigenten miteinander verband: Auf der kontinuierlich ausgezeichnet disponierten Orchesterleistung ruhte die Qualität der Solostimmen, die bestens aufeinander abgestimmt waren und sich zu einem organischen Ganzen verbanden. Den Federico von Joseph Calleja kann man getrost unnachahmlich nennen, was vor allem seinem charakteristischen Timbre zu danken ist.

Seine Romanze im zweiten Akt, mit strömender Klangfülle vorgetragen, brachte ihm minutenlangen Szenenapplaus ein.

Die überaus stimmungsvoll eingesetzten Chöre hatte Jeremy Bines sehr sorgfältig einstudiert. Die Uraufführung fand in Frankfurt am Main statt. Leider kann man bei näherer Betrachtung dieses Theaterabends nicht ohne Einschränkung sagen, dass sich die Transplantation tatsächlich gelohnt hätte.

Dabei präsentiert die Bühne von Etienne Pluss zunächst eine originelle szenische Lösung für die Hochzeitsgesellschaft: Im weiteren Verlauf wird der pfiffige Trick an dieser Lösung offenbar: Wenn sich der Vorhang öffnet, erscheint ein weiterer Vorhang: Was sich aber als Nachteil erweist, ist das Regiekonzept von Philip Tiedemann aus dem Jahre , das den studentischen Einakter von Brecht, von Hause aus eher ein Leichtgewicht zwischen Farce und Groteske, zu einer mit Pause zweistündigen Handlung zerdehnt, in die Brechts Textelemente nur eingestreut werden.

Was eigentlich eine zügig sich steigernde Parodie auf die bürgerliche Idylle sein sollte, verbreitet nun unterwegs streckenweise einfach nur Ödnis. Dabei sind die schauspielerischen Leistungen auf dem Weg in die Bankrotterklärung durchaus ansehnlich. Ihre Schwester mit blondem Bubikopf ist Anke Engelsmann. Die Riege der männlichen Tischgäste führt Martin Seifert als Vater der Braut an, der die gesamte Korona mit seinen allseits bekannten Geschichten mehr quält als unterhält.

Den Bräutigam, der alle Möbel selbst geformt und mit einem stinkenden Leim zusammengefügt hat, gibt Boris Jacoby. Das Premierenpublikum sah allerdings seine Erwartungen erfüllt und spendete reichlichen Applaus. Die deutsche Erstaufführung des Stückes fand in Berlin statt: Das szenische Milieu ist amerikanische Mittelschicht in einer kleinen, vom College geprägten Stadt. George ist Geschichtsprofessor am College. Zunächst duellieren sich Martha und George mit blitzenden Dialogen: Von der Zuneigung, die beide einstmals zueinander geführt hat, ist längst nichts mehr übrig.

Ihr Verhältnis ist von den Ernüchterungen des Alltags verschlissen. Es klingelt, die Gäste sind da. Weiterhin bestimmt die Allgegenwart von Brandy und Bourbon das sich steigernde und zuspitzende Dialogniveau. George entlockt Nick das Geständnis, dass der seine Frau Süsse wegen einer Scheinschwangerschaft geheiratet hat, die inzwischen in eine Kette von Übelkeitsanfällen bei Süsse übergegangen ist. Aber auch Martha hat eine angreifbare Schwachstelle: Schliesslich nimmt George die ganze Kraft seiner Frustration zusammen und nutzt die Kenntnis der psychischen Schwächen seiner Sparringspartner für ein perfides Gesellschaftsspiel.

Zuerst verspottet er Nick wegen seiner scheinschwangeren Frau. Aber damit nicht genug: Nun ist der Scherbenhaufen aufgetürmt und alle Kraft der Bosheit ist verpufft. Nick und Süsse verlassen den Kampfplatz, und Süsse erklärt, sich nunmehr wirklich ein Kind zu wünschen. Martha und George finden gemeinsam zu einer versöhnlichen Haltung: Viel Beifall für eine gut abgestimmte, zügig ablaufende Ensembleleistung. Simone Thomallas von Drinks beflügelte Ausfälle halten ihren Mann auf Distanz, aber im seelischen Zusammenbruch angesichts der Realität gelingen ihr später auch anrührende Momente.

Die deutsche Erstaufführung im Hamburger Schauspielhaus ist gerade mal ein Jahr her. Die behutsame Dialogregie von Bettina Rehm arbeitet nun bei den Berliner Vaganten sowohl die locker-amüsanten Partien wie die konfliktgeladenen Dispute instinktsicher heraus. Am Schluss bleibt bei aller Dramatik anstelle eines Trümmerhaufens sogar eine weise, versöhnliche Pointe. Davor gruppieren sich in verändernden Positionen mehrere Schemel.

Die Szene wird aus dem Hintergrund von Leuchtflächen in wechselnder Farbe erhellt und auf beiden Seiten durch eine Papierfläche begrenzt, die mit Fotos und Notizzetteln bedeckt ist. Vater Afzal ist das Haupt einer konservativen muslimischen Familie. Als Inhaber eines florierenden Taxiunternehmens im amerikanischen Atlanta ist er frei von materiellen Sorgen und kümmert sich nach dem Tode seiner Frau mit Hingabe um das Leben seiner beiden Töchter, die er verheiraten möchte.

Was er nicht weiss: Darin schildert sie ihn weniger als göttlich inspirierten Asketen. Vielmehr ist Mohammed bei ihr ein glühend liebender Mensch, der seiner inneren Stimme folgt - ein Sakrileg erster Ordnung und in strenggläubiger Umgebung ein todeswürdiges Verbrechen.

Vater Afzal hat ein Porträt von Zarina ins Internet gestellt, und daraufhin spricht der junge Eli Björn Bonn bei der Familie vor, wo sich zunächst Vater Afzal auf ihn stürzt, um ihm auf den Zahn zu fühlen.

Eli ist Konvertit und jetzt Imam einer muslimischen Gemeinde, aber er liebt Zarina und hat weniger patriarchalische Einstellungen als ihr Vater.

Aber die Zeitbombe explodiert: Afzal findet das Manuskript von Zarinas Roman in der Aktentasche von Eli und liest mit wachsender Empörung, welches Bild seine Tochter vom geheiligten Propheten zeichnet. Bei den Schauspielern ist die Darstellung der zugespitzten Konflikte in guten Händen. Jürgen Haug ist überzeugend der erzkonservative Muslim, seine beiden Töchter folgen ihm zwar gehorsam, haben aber sehr viel weltläufigere Ansichten.

Beide füllen ihre Rollen mit Temperament und der Offenherzigkeit der Jugend aus. Lebhafter Premierenbeifall für eine gelungene Aufführung, die ein komplexes Thema unterhaltsam offeriert. Die Erstvorstellung war ein Misserfolg. Zwei Monate später starb der Komponist und konnte nicht mehr miterleben, wie sich das Schicksal wendete und aus seiner Oper jener Welterfolg wurde, der das Werk bis heute auf Spitzenplätzen des internationalen Musiktheaters hält, ganz zu schweigen von den vielen Adaptionen im Film und auf der Schallplatte.

Der Einstellungswandel in den folgenden Jahren rückte die Frauenfigur der Carmen mit ihrem unbändigen Freiheitsdrang und ihrem Beharren auf dem Primat der Empfindung in den Vordergrund, und auf einmal wurde daraus ein frühes Paradigma weiblicher Emanzipation.

Die Annahme, dass der Opernregisseur unserer Tage dem Publikum die notfalls gewaltsame Herstellung aktueller Zeitbezüge schulde, beruht auf einem Missverständnis und führt ins Abseits. Was hier bewiesen wird.

Das beginnt bei der Hauptfigur. Diese Carmen ist bei ihm einfach ein junges Mädchen in leuchtend roter Robe, das auf dem Recht der freien Wahl ihrer Liebhaber bis zum verderblichen Ende besteht. Von der unterschwelligen Dämonie dieser Figur, ihrer geheimnisvollen Neigung zu okkulten Riten, ihren dunklen Ahnungen und ihrem Fatalismus bleibt kaum etwas übrig. Andere szenische Details wie die Auftritte von Kindern, die Leuchtkugeln in Händen halten, oder die mehrfachen Trippelschritt-Paraden schwarzgekleideter Mantilla-Trägerinnen mit Handtasche bleiben, abgesehen vom optischen Reiz, ohne sinnfällige Verbindung zur Handlung.

Das Bühnenbild von Erlend Birkeland ist ebenso simpel wie praktisch: Das Paradox der Aufführung besteht darin, dass sie musikalisch ziemlich nahe an die absolute Erfüllung heranreicht.

Marcus Brück gibt dem Stierkämpfer Escamillo mit dem Torerolied das wuchtige Profil, wobei die Stimme in den tiefen Lagen etwas matt klingt.

Die Chöre sind mit Sorgfalt und feiner Klangabstimmung einstudiert. Und kräftige Buhrufe für den Regisseur samt Team. Mit Wasser im Überfluss geht es aber nicht viel anders. Das widerfuhr der Deutschen Oper Berlin, als am Heiligabend des Jahres aus derzeit noch ungeklärter Ursache die Sprinkleranlage des Hauses losbrach und den gesamten Bühnenraum unter Ströme von Wasser setzte. Ein Feuer hatte es zum Glück nicht gegeben, aber was diese Wasserflut auslöste, war nicht viel besser.

Auf einen Schlag waren alle technischen Funktionen lahmgelegt, die man für eine gut funktionierende Opernaufführung benötigt. Zum Glück dauerte die Schrecksekunde nur eine kurze Frist, dann waren die Nothelfer im Einsatz und unternahmen erste Schritte zur Trockenlegung.

Einige Vorstellungen mussten abgesagt werden. Intendant Dietmar Schwarz tritt persönlich vor den Vorhang und erinnert noch einmal an den Schicksalsschlag mit dem Wasserschaden.

Er kann aber auch mitteilen, dass es den gemeinsamen Anstrengungen der Helfer gelungen ist, nahezu alle dadurch verursachten Mängel wieder zu beheben, bis auf das Funktionieren der Scheinwerfer aus der Höhe des Bühnenturms.

So entrollt sich nun die Aufführung von Götz Friedrichs Inszenierung aus dem Jahre unter der auffrischenden Spielleitung von Gerlinde Pelkowski und bezaubert von Anfang an in bewährter Weise. Im ersten Bild, dem Atelier in der Mansarde, ist von Lichtmangel nichts zu bemerken. Lediglich die am Ende durchmarschierende Wache, so meint man, wurde vor der Sintflut noch etwas besser aus der Höhe ausgeleuchtet. Das nächste Bild am Stadtrand ist sowieso von etwas düsterer Stimmung bei Schnee und Kälte geprägt, und das vierte Bild spielt wieder in einer Mansarde, die allerdings etwas anders aussieht als zu Beginn.

Aber auch hier ist kein Lichtmangel festzustellen. Die heimliche Überraschung dieser Vorstellung ist die Besetzung der Hauptpartien. Mimi ist Dinara Alieva, aus Aserbaidschan stammend, ein wunderbar klarer, hell und warm getönter Sopran, der auch die herzbewegenden Augenblicke dieser Partie überzeugend und mit dem erforderlichen Nachdruck zu vermitteln vermag.

Die Rolle ihres Partners Rodolfo singt der Armenier Liparit Avetisvan, hierorts ebenfalls ein vergleichsweise neuer Name, der aber auch schon in Sydney und London seine Meriten gesammelt hat. Den beiden zur Seite die Bohemiens Schaunard elegant und beweglich: Musettas etwas ältlichen Verehrer Alcindoro spielt mit bewährter Präsenz Peter Maus, der diese Rolle noch in der folgenden Abendvorstellung ein zweites Mal verkörpern darf. Am Ende gibts reichen Beifall für ein gut abgestimmtes und spielfreudiges Ensemble und eine Aufführung, die den Launen der Technik erfolgreich trotzt und alle Vorzüge von Puccinis Werk überzeugend zum Klingen bringt.

Fünf Akte, zahlreiche Personen, mehrere Handlungsstränge, zu allem Überfluss auch noch zwei verschiedene Textfassungen. Regisseur Titov löst das Mengenproblem geschickt und entschlossen. Er präpariert aus den mannigfaltigen Handlungsfäden der Shakespeare-Vorlage einen Strang heraus, der sich mit der Person von König Lear und mit der existentiellen Frage beschäftigt, was eigentlich des Menschen unabdingbarer Besitz sei.

Dabei bleibt die deutsche Übersetzung von Frank Günther erhalten, und deren sprachlicher Reiz trägt erheblich zur Wirkung der Inszenierung bei. Vor den kahlen, grau getönten Wänden der Guckkastenbühne von Katharina Grof umstehen eingangs die drei Töchter des Königs, spannungsreich im Dreieck postiert, eine Anzahl schwarzer Plastiksäcke, die den Besitz des Königs symbolisieren.

Die Regie unterstreicht die Endzeitstimmung durch lange Gänge und ausgedehnte Pausen. Henning Flüsloh teilt seine Einsamkeit und bläst ihm in immer neuer Serie sarkastische Lebensweisheiten ein, die aber hinsichtlich ihrer Relevanz ebenso hinfällig sind wie alle Besitzgegenstände und alle einst wirksamen Befugnisse des Königs. Dann agiert im Hintergrund noch Edmund entsagungsvolle stumme Rolle, die Maximilian Gehrlinger aber konzentriert und mit guter Bühnenpräsenz absolviert.

Der nutzt die Faszination, die er auf die beiden Erbtöchter ausübt, für allerlei pittoreske Spielchen. Zur Bestätigung dieser heillosen Diagnose türmt Edmund am Ende die entseelten Leiber des Königs und seiner Töchter samt den vererbten Besitztümern wie einen Scheiterhaufen in der Bühnenmitte zusammen.

Viel Beifall vom Premierenpublikum für eine sehr konsequente, durchaus überzeugende Variante des uralten, von ernüchternden Wahrheiten erfüllten König Lear-Mythos. Schendel führte auch Regie. Die verbindende Musik, die sich geradezu ideal in den Ablauf des Stückes einfügt, stammt von Jacques Offenbach. Volpone Mario Ramos ist ein venezianischer Kaufmann, der es sich in den Kopf gesetzt hat, seine im Kaufmannsleben erworbenen Schätze zu verwenden, um die unverhohlene Habgier einiger seiner Mitbürger zu entlarven.

Das Stück hebt an, indem der Thespiskarren einer Schauspielertruppe auf die Bühne rollt und der spätere Mosca die Akteure vorstellt. Es klopft an der Tür, und schon nimmt der Tanz der Habgierigen seinen Anfang. Volpone liegt scheinbar sterbenskrank zu Bett, und Mosca verbreitet die Legende, jeder der Besucher könne gegen eine angemessene Gabe im fälligen Testament zum Alleinerben Volpones bestimmt werden.

Moscas Raffinesse erreicht es, dass jeder Bewerber in dem Glauben ist, der einzige zu sein, dem diese Chance geboten wird, und demzufolge ein angemessenes Investment für den Schlüssel zu dieser Erbschaft zu halten. Corbaccios Sohn Capitano Leone Jonathan Kutzner erfährt von seiner Enterbung, und Mosca schleust ihn bei Volpone ein, damit er sich heimlich von dem dortigen Geschehen überzeugen kann.

Corvino bringt seine Frau Colomba zu Volpone, und sie legt ihre Hand auf seine Stirn, was seine sofortige Gesundung zur Folge hat und alle Lebensgeister weckt. Der lauschende Leone wittert Verschwörung und versuchte Vergewaltigung. Nach einigem Hin und Her ziehen alle vor den Richter Tafano Georg Tryphon , der anhand der Zeugenaussagen feststellt, dass niemand Colomba zu nahe getreten ist. Volpone will all den Erbschleichern einen Streich spielen und setzt Mosca als Alleinerben in das Testament, das dem Richter übergeben wird.

Als sich die Täuschung offenbart, zweifeln zunächst alle die Gültigkeit des Testaments an, bis Mosca verspricht, alle Geprellten zu entschädigen, wenn sie die Gültigkeit des Testaments anerkennen. Mosca seinerseits stellt keine Ansprüche, sondern verschenkt das geerbte Kapital an die Armen. Thomas Schendels Inszenierung läuft flott und ist ausgesprochen unterhaltsam.

Viel Beifall vom begeisterten Premierenpublikum. Man muss kein Prophet sein, um dieser Aufführung eine lange Laufzeit vorherzusagen. Die von ihm formulierte Unschärferelation dient lediglich sinnbildlich als Ausdruck für das Verhältnis zweier Menschen und den Zufall, der beide zusammenführt. Simon Stephens Schauspiel wurde in New York uraufgeführt. Regie bei der Berliner Präsentation hat Antoine Uitdehaag. Die Bühne von Momme Röhrbein wird von halbhohen übereinander getürmten weissen Blöcken beherrscht, die jeweils zum Szenenwechsel gegeneinander verdreht werden und so stets eine neue Position zueinander einnehmen.

Auf den Bühnenhorizont werden als Intervallsignal gleichzeitig Videosequenzen von laufenden Menschengruppen projiziert. In einem Londoner Bahnhof küsst sie ihn auf den Nacken mit dem Argument, sie habe ihn mit ihrem verstorbenen Mann verwechselt. Lauter kleine Schwindeleien wie diese eine führen die beiden näher zusammen.

Sie ist weder Killerin noch Kellnerin, sondern Sekretärin in einer Londoner Schule, und er ist Metzger, aber durchaus wohlhabend. Nun umkreisen die beiden einander bei wechselnden Anlässen und gewinnen so schrittweise Kontur, indem sie wie in einem Puzzle immer weitere erklärende Details über ihr Leben offenbaren.

Georgie tut dies mit etwas mehr Temperament und verwandelt sich äusserlich durch wechselnde Frisuren und Kostüme, Alex wahrt die Form und leistet sich später lediglich mal eine Jeansjacke. Sex steht dabei keineswegs im Vordergrund, auch wenn er natürlich nicht zu kurz kommt. Schliesslich stellt sich heraus, dass Georgie doch nicht ganz ohne Plan vorgeht. Sie hat einen Sohn, der nach Amerika ausgewandert ist und dort geheiratet hat. Sie bekam von ihm einen Abschiedsbrief aus New Jersey.

Beide unternehmen diese Reise, finden den Gesuchten aber nicht. Stattdessen bleibt die Frage nach ihrer Beziehung offen. Mehr als die bisherige unverbindliche Annäherung kommt dabei aber nicht heraus.

Das Stück endet, wie es begann: Beide lassen in bewunderungswürdiger Einigkeit die spezielle Atmosphäre dieser Beziehung entstehen, die aus Zufällen geboren ist und nie in festgeschriebene Verpflichtungen mündet. Viel Beifall vom aufmerksam lauschenden Publikum für das Schauspielerduo und die suggestive Inszenierung.

Lieferant der Fabel ist der amerikanische Schauspieler und Dramatiker Charles Ludlam, der von bis vor allem in New York lebte. Die deutsche Übersetzung stammt von Frank Günther.

Das Bühnenbild besteht einfach aus einem quadratischen Drahtkäfig, dessen Boden mit einer Auswahl drolliger Kuscheltiere bedeckt ist. In die Rückwand eingehakt sind verschiedene Regalelemente, die gleichfalls mit ein paar Kuscheltieren bestückt sind.

Ach ja, und in einem Fall mit einem Jugendbildnis der titelgebenden Irma Vep. Aus der ersten Begegnung von Jane und Nicodemus entwickelt sich nun eine flott voranschreitende Story, die ziemlich genau dem schmalen Grat zwischen Satire und Klamotte folgt. Die etwas unheimliche Atmosphäre auf Gut Mandacrest verbreitet sich mit Augenzwinkern über die Szene, und die ersten Verwandlungen der beiden Schauspieler belegen schon ihr souveränes Können in der Typisierung der jeweiligen Figuren.

Als verschiedene Alternativen auf dem Gut durchgespielt sind und sowohl Anika Lehmann als Lord Edgar wie Thomas Bartholomäus mit Perücke als Lady Enid ihre Wandlungsfähigkeit demonstriert haben, bricht der ägyptologische Lord zu einer Expedition ins Land der Pharaonen auf, was der Handlung einen originellen Schub verleiht. Daran knüpft sich wieder eine ganze Serie von skurrilen Situationen und überraschenden Wendungen.

Das verträumte Ende der Gruselkomödie soll hier nicht verraten werden. Seither fand Meyerbeers ausufernde Story vor dem Hintergrund der Münsteraner Wiedertäuferbewegung den Weg in die europäischen Opernhäuser des Jahrhunderts, ehe das Werk angesichts des zur Aufführung erforderlichen opulenten Aufwands dann auch wieder daraus verschwand, begleitet von Wagners späterer antisemitisch begründeter Meyerbeer-Gegnerschaft.

Regisseur Olivier Py verzichtet darauf, der Ungeduld des zeitgenössischen Zuschauers durch modische Kürzungen der Originalvorlage entgegenzukommen. Religiöser Fundamentalismus, ein bedrängendes Thema unserer Tage, bildet den Hintergrund der Handlung, die ansonsten eine Liebesgeschichte erzählt und überdies die These illustriert, dass Macht korrumpiert. Die Drei rufen das Volk zur Revolte auf.

Die drei Wiedertäufer wollen Jean zum Anführer ihrer Bewegung machen, was dieser zunächst ablehnt. Ein erster Angriff der Wiedertäufer auf Münster wird abgeschlagen. Der neue Prophet kann das zögernde Heer mit flammender Rede für einen neuen Sturm begeistern. Schliesslich nähern sich feindliche Truppen der Stadt, um die Herrschaft der Wiedertäufer zu beenden. Meyerbeers Musik fesselt seltsamerweise nicht durchgehend. Manche Wendung, die sich am italienischen Stil orientiert, wirkt allzu gewollt und konstruiert.

Immerhin sind einige Motive wohlbekannte Angelpunkte der Partitur: Zu den Solisten und den von Jeremy Bines vorzüglich instruierten Chören kommen Tänzerinnen und Tänzer, die umfangreiche Statisterie und eine bald verborgene, bald sichtbar platzierte Bühnenmusik. Dirigent Enrique Mazzola leitet sein hellwach agierendes Orchester sensibel und mit klarer Zeichengebung. Unter seiner Leitung verbindet sich der perfekt austarierte Orchesterklang mit den exakten Einsätzen der Chöre und den pantomimischen Beiträgen der Tänzer zu einem durchweg beeindruckenden Bild- und Klangerlebnis.

Ihr ebenbürtig und besonders in den Duettpassagen buchstäblich hinreissend ist Elena Tsallagova, die ihre Leistung im Laufe des Abends sogar noch steigern kann. Sein Tenor wirkt streckenweise sehr angestrengt.

Die Örtlichkeit hat den etwas abgerissenen Charakter der Beiläufigkeit, als solle vermittelt werden, dass es bei wirklich guter Musik nicht auf die polierte Oberfläche ankommt, sondern einfach auf exorbitante, exzellente Qualität. Darin eine Reihe recht dicht hintereinander platzierter Stuhlreihen, vorn die Bühne mit mehreren Konzertflügeln, die zu den im Piano-Salon restaurierten Exemplaren gehören.

Ein Klavierstimmer geht mit Akribie seiner Profession nach, die ihn bis unmittelbar vor Konzertbeginn beschäftigt. Kurze Verbeugung, dann elektrisiert der erste Tango die Zuhörer. Heute sind vor allem drei Ausprägungen zu unterscheiden: Zwei Strömungen bestehen nebeneinander:

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Regisseur Christof Loy erreicht an diesem Abend zwei widerstreitende Ziele:

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Schirmherrin des evangelischen Jugendkongresses Christival.

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