PVS-Leistungen

Fachwirt Sozial und Gesundheitswesen

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Die Weiterbildung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen ist mit viel Engagement verbunden. Wer sie erfolgreich beendet, darf sich nicht nur über erweiterte persönliche Kompetenzen freuen, sondern auch über ein merklich höheres Gehalt. Wir stellen uns auf Ihre Gegebenheiten vor Ort ein und sorgen für eine transparente Abrechnung aller beteiligten Ärzte.

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PKV für Beamte: Lohnenswert durch Beihilfe. Für Beamte und Beamtenanwärter ist es nahe liegend, sich in der PKV versichern zu lassen. Denn sie sind von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit und der Dienstherr beteiligt sich durch die Beihilfe an den Beitragskosten.

Eine Entscheidung, die bei den palmölexportierenden Ländern Indonesien und Malaysia nicht auf Gegenliebe stiess. Nachdem diplomatische Bemühungen Iceland nicht stoppen konnten, fand sich der Geschäftsführer des Unternehmens in einem von deren Regierungen finanzierten Shitstorm wieder. In diesem Jahr war der 5. Am Freitagmittag, nach nicht einmal dreieinhalb arbeitsreichen Tagen haben Deutschlands Topmanager bereits mehr verdient als normale Arbeitnehmer im ganzen Jahr.

Einem Stundenlohn von annähernd Euro sei Dank. We have warned the UK government that it must conduct an honest and transparent investigation into the activity of the Integrity Initiative and the Institute for Statecraft. Yet, today we can only see some awkward excuses and attempts of the politicians to quieten it all down. To prevent the conservative ministers from lying to the people from the benches of the UK Parliament we have decided to publish another part of the documents that will help make the investigation more honest and open.

Darfs ein bisschen Imperialismus mehr sein? Die SPD kann auch Krieg. Aber unverhohlenen, ungetarnten Imperialismus haben die Sozialdemokraten eher selten drauf. So ergeht es Wolfgang Donhärl und seiner Schwester. Eine Million Euro Schenkungs- und Erbschaftssteuer verlangt es von den Geschwistern, wie die tageszeitung taz am 2. Die Summe der Abgaben berechnete es aus erzielbaren Maximalprofiten, orientiert am horrende kletternden Mietspiegel der teuren City.

Donhärl und seine Schwester vermieten zu günstig, halten an Bestandsmieten fest. Die Caritas in Österreich unter Beschuss. In Deutschland gibt es seit längerem die nicht unbegründete Klage, dass die politische Auseinandersetzung immer unterirdischer wird und viele beklagen eine nicht nur, aber auch sprachliche Verrohung im Nicht-Umgang miteinander.

Wer da Bedarf an Steigerungsformen hat, dem sei ein Ausflug nach Österreich empfohlen, da wurde schon in Haiders Zeiten verbal ganz anders geholzt. Und in der langsam nicht mehr neuen österreichischen Nachfolge-Regierung zur letzten schwarz-roten Koalition, bestehend aus dem türkis-blauen Zusammenschluss von ÖVP und FPÖ, sitzen durchaus und nicht nur sprachradikale Politiker.

Die gerne austeilen — und scheinbar vor allem, wenn sie sich angegriffen fühlen. Aber der Reihe nach. David Sheen veröffentlichte am Dezember ein Video über seine Vorlesung vom November mit dem Titel: Dutzende von Parteien bewerben sich bei den anstehenden vorgezogenen Neuwahlen Anfang Sheen erklärte, 20 Jahre Reden und Abstimmungen ausgewertet und herausgefunden zu haben, dass die palästinensischen Parteien weitgehend gleich gewählt hatten, allerdings mit geringstem Einfluss.

Man erhob sich über Pöbel und Boulevard wie auch über den radikalen Springer-Hass der 68er-Generation, der einem antiquiert und verbohrt vorkam, und nahm das Ganze als Theater.

Bayern befreien, Thüringen demokratisieren… Missverständnisse, Einzelfälle. Der Robert hatte sich nur kurzfristig nicht unter Kontrolle, das kommt vor. Und wer von uns hätte sich nicht schon mal in der Eile zwischen zwei Rot-Phasen an der Ampel oder wegen der Hektik beim mentalen Verarbeiten einer Messerattacke in der Nachbarschaft vertwittert oder verfacebookt? Auf die Ankündigung des Grünen Parteichefs, seine Accounts bei Twitter und Facebook zu löschen, würde ich nicht allzu viel geben.

Die GDL hat nun für das von ihr vertretene Zugpersonal — rund Von den fünf Militärs, welche den staatlichen Rundfunk besetzt hatten, seien vier festgenommen worden und der fünfte geflüchtet. Die Militärs hatten zuvor während der Abwesenheit von Staatschef Ali Bongo im Staatsradio verkündet einen "nationalen Rat zu Erneuerung" eingesetzt zu haben, "um die Demokratie wiederherzustellen". Iran will vier Nullen von den Geldscheinen entfernen Der iranische Notenbankchef Abdolnaser Hemmati hat der iranischen Regierung einen Entwurf vorgelegt, der vorsieht, der Landeswährung Rial vier Nullen zu streichen.

Nach der empfohlenen Änderung von der die Zentralbank hofft, dass sie "sehr bald umgesetzt wird" müssten sie wie in den USA oder Europa nur noch mit einem Hunderter zahlen. Das geschah auf Basis einer Vereinbarung, die es dem Mutterkonzern Alphabet ermöglicht, seine Steuerabgaben im Ausland zu reduzieren. Dies geht aus Dokumenten hervor, die bei der Niederländischen Handelskammer vor Weihnachten hinterlegt wurden und die Grundlage für eine Nachricht der Nachrichtenagentur Reuters bildeten.

Die Bermudas sind eines von vielen Steuerparadiesen, auf denen für Unternehmen keine Einkommensteuer anfällt. Als wesentlicher Grund dafür gilt dessen jüngstes Vorgehen gegen ukrainische Marineschiffe.

Die Seeleute wurden festgenommen, die Schiffe beschlagnahmt. Während damals noch der Themenschwerpunkt auf der 1 Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung im Zusammenhang mit dem wertvollsten börsennotiertem Unternehmen der Welt lag, geht es in diesen Tagen bei Apple um Verkaufsverbote und mögliche Patentverletzungen sowie um die erste Umsatzverfehlung seit 15 Jahren, die Anleger und Aktionäre mit einer Verkaufslawine abstraften.

Kooperation auf der Kippe Es klang nach einer Sensation, als am 1. Juli und eine Reaktivierung aller vorübergehend nicht angewandten Sanktionen gegen den Iran zusteuerte. Indien macht ernst Es klingt fast schon wie eine satirische Meldung, doch aus Indien dringt diese Meldung zu den Fans der Kryptowährungen durch und sorgt zumindest für Diskussionsbedarf.

Geht von Indien nun eine Welle der Skepsis aus, die auf andere Länder übergreifen könnte? Here an interesting twiiter thread by Matt Stoller concerning money, debt, and democracy. Ok, a quick thread on what I think was a very significant ideological fight that happened last week. The dispute was over something known as PayGo and while it appeared to concern boring government budgeting questions, it is actually about the nature of money and democracy.

Money is a very weird thing. It is at heart a commodity that a group agrees is a medium of exchange. What gives money value is both a collective belief it does, and an enforcement trigger, ie taxing authority. Alles geeignet, von Historikern einmal als historische Krisen mit wirtschaftlich gravierenden Folgeschäden eingestuft zu werden. Nur die deutsche Wirtschaft scheint nichts davon so richtig zum Mitkriseln gebracht zu haben.

Seit wird hierzulande zum Jahreswechsel gemeldet, dass wieder mehr produziert wurde, es wieder mehr Jobs im Land gibt — und seit einiger Zeit auch mehr Überschüsse im Staatshaushalt. Trotz all der Krisen. Nützt nichts, schadet aber auch nicht, das scheint die Devise der aktuellen GTreffen zu sein.

Die letzten beiden in diesem Jahr in Hamburg und Buenos Aires haben dies erneut deutlich gemacht. Dieses besteht dann darin alle strittigen Fragen sukzessive auszuklammern. Ergebnis ein Sammelsurium von Sprechblasen. Ist es das wert? Seit der Euro-Krise wird intensiver über eine europäische Arbeitslosenversicherung diskutiert.

Die EU-Kommission hat schon lange den Wunsch. Er war allerdings immer illusorisch. Die Nationalstaaten merkten die fiskalpolitische Absicht und waren verstimmt.

Nun scheint es aber doch ernst zu werden. Emmanuel Macron macht Druck und Angela Merkel wankt, wie so oft. Mit einem gemeinsamen Haushalt für die Euro-Zone wird es wohl nichts. Laut den selben Angaben beliefen sich jedoch im Dezember die Guthaben der Unternehmen und Haushalte auf , Mrd. Euro, also , Mrd. Euro mehr als heute! We should take it into public hands. Free cash flow is a useful measure of how much money a company generates for its shareholders in a given year. In , US companies generated far more cash from operations than they spent on capital investments, allowing them to return the extra cash to people who own shares of the companies.

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen ARD-aktuell spielt erfolgreich die drei Affen. Und berücksichtigt, dass der vierte Affe weitgehend unbekannt ist. Die Ukraine ist ein korrupter, politisch und wirtschaftlich weitgehend gescheiterter Staat. Die Funklöcher in Deutschland sollen endlich geschlossen werden — auch bis zur letzten Milchkanne, so der Wunsch der schwarz-roten Koalition. Dafür sollen Auflagen für die Provider sorgen. Aber was bedeutet 5G überhaupt für den normalen Smartphone-Nutzer?

Gibt es überhaupt schon Smartphones mit dem neuen Mobilfunkstandard? Doch was für lächerliche Knüppel stehen für diese Aufgabe zu Gebote! Wenn Politiker Fehler begehen, verlangen Journalisten sofort personelle Konsequenzen. Die Medien messen offenkundig mit zweierlei Mass. Sie sahen ihre Aufgabe nicht mehr darin, die Politik zu kontrollieren. Sie verstanden sich als Staatsbürger in unsichtbarer Uniform, dazu da, die Rechtspopulisten zu bekämpfen und die gesellschaftliche Spaltung zu verhindern.

Journalisten sahen sich plötzlich als eine Art Sozialarbeiter und wollten das verirrte Volk auf den richtigen Weg bringen. Seine politische Schönschreiberei ergänzt durch fiktive Elemente, gepaart mit einer gewissen kriminellen Energie durch Sammeln von Spendengeldern für erfundene Protagonisten führte zu einem Skandal. Es gibt Nachrichten, die gar keine sind. Weil sie nichts Neues enthalten. Und weil sie niemanden mehr überraschen. Um beinahe ein solches Exemplar handelt es sich auch hierbei: Das klingt schöner, als es ist.

De facto werden die Bielefelder aus Münster übernommen. Eine Geschichte, die sinnbildlich für die Lage der regionalen Zeitungen steht. Eine solche Meldung hätte vor wenigen Jahren noch für Aufsehen gesorgt. Weiter eingeschränkt wird der Medienpluralismus im Land durch eine Reihe von Defiziten in der staatlichen Regulierung.

Jetzt hat Matthias Berninger einen neuen Job: Als Politikchef von Bayer wirbt er auch für Glyphosat. Mit der Übernahme des amerikanischen Saatgutkonzerns Monsanto für die Rekordsumme von 60 Milliarden Euro hat sich der deutsche Bayer-Konzern viel wirtschaftliches Potenzial, aber auch eine Menge Schwierigkeiten eingehandelt. Das sind nur zwei von vielen Beispielen. Wie die UN funktioniert, ist unter anderem deshalb wichtig, weil viele linke Internationalisten die Vorstellung haben, die Welt würde ein besserer Ort, wenn man den Nationalstaat überwinden und Entscheidungen auf globaler Ebene treffen würde.

Er ist explizit auf die Sicherheit Europas ausgerichtet. Oktober letzten Jahres verkündete, dass der INF-Vertrag wegen angeblicher Vertragsverletzungen von russischer Seite aufgekündigt werden muss. Trump hatte am Dezember für eine Sensation gesorgt, als er den Abzug der geschätzt etwa 2. Die Briten sind seit Thatcher Vorreiter im Neoliberalismus, was immer bedeutet, den Staat zu schrumpfen und die angeblich allein seligmachende Privatisierung für den kapitalistischen Markt auszubauen.

Die Verwandlung des Christian L. Christian war für Sabine Lappe ein Wunschkind. Seine Mutter hat sich nun entschlossen, ihre und seine Lebensgeschichte zu erzählen.

Sie war empört, erinnert sie sich. Wer um alles in der Welt ruft um diese Zeit an? Christian war dran, ihr Sohn, damals 27 Jahre alt. Die Akten sind geschlossen, doch es gibt viele Fragen, sagt Eddie Bruce-Jones von der privaten Untersuchungskommission. Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg hat vor Kurzem entschieden: Die Akte bleibt geschlossen.

Hat Sie das überrascht? Ja, das hat es. Die Justiz hat dies in einem langen Bericht begründet, über Seiten. Doch beim Durchlesen konnte ich keine zusammenhängende, realistische Darstellung der Ereignisse sehen, die zu Jallohs Tod führten. Bislang kann der rot-rot-grüne Senat bei der Stabilisierung der Mieten allerdings keinen Erfolg vorweisen. Weder die Mietpreisbremse noch die Ausübung von Vorkaufsrechten in Milieuschutzgebieten haben bislang die Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt entspannen können.

In vielen Stadtbezirken sind damit die Mietpreise in den vergangenen zehn Jahren explodiert. Berlin müsse "Verantwortung" übernehmen und "globale Lösungen" anstreben, erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Januar begonnen hat, "noch näher an die Krisen und Konflikte" der Gegenwart heranrücken.

Nun will er innerhalb kürzester Zeit eine verfassungsfeste Gesetzesänderung für effektivere Abschiebungen präsentieren. Dabei gäbe es ganz andere Möglichkeiten. Amberg, eine Kleinstadt in Bayern, taucht selten in den bundesweiten Medien auf. Da passiert nicht viel.

Eine Stadt mit sechs Friedhöfen und vier Brauereien, die das Bergfest und das Bierfest ausrichten, einer Stadtmauer um die malerische Altstadt und einer handvoll Kirchen. Die Kriminalitätsrate ist seit Jahren gesunken und lag bei insgesamt Delikten bei rund Einwohnern. Man kann sich also sehr sicher fühlen in Amberg.

Wie konnte es zu dieser ungewöhnlichen Zuspitzung in Westeuropa kommen? Und was hat das mit der EU zu tun? Diese Frage haben einige Leser meiner ungewöhnlich erfolgreichen Mini-Serie gestellt Teil 1 steht hier.

Richtig ist, dass die Regierungskrise in Belgien, der Brexit in UK und die Krise in Frankreich nicht auf eine einzige kausale Ursache zurückzuführen sind. Wer einmal Gelegenheit hatte, in einer Europa-Diskussion mit Robert Menasse dessen hartleibige Weigerung zu erleben, Gegenargumente auch nur einen Moment lang zu erwägen und auf ihren möglichen Gehalt hin zu prüfen — den wundert es nicht, wie der Schriftsteller jetzt auf den gegen ihn erhobenen Vorwurf reagiert hat, er betreibe das Zitieren auf allzu freihändige Weise WELT, 5.

Nun sei Europa aus einem seiner alten, wirren Träume aufgewacht und wieder auf dem harten, zerklüfteten Boden der Realität aufgeschlagen. Und das lag nicht etwa an den Befürchtungen, die sich allenthalben mit der neuen rumänischen Ratspräsidentschaft durch eine korrupte, illiberale und unfähige Regierung verbinden. Der Spiegel brachte am Wochenende einen Artikel, der zwar auf ein Problem hinweist, ohne es jedoch beim Namen zu nennen.

Dabei sind die Folgen dieses Problems heute für alle spürbar und auf Sicht fatal für die Menschen in Deutschland. In dem Artikel ging es um die Landwirtschaft, aber das Problem sitzt tiefer.

Jetzt ist das Spiel aus. Er sprach — und spricht — ein dialektales Russisch und liebt Kraftausdrücke. Auch sein Programm sprach diejenigen an, die im Zuge der wirtschaftlichen Transformation unter die Räder zu kommen drohten und denen der Nationalismus der Minsker Intelligenz, die an die Macht gekommen war, nichts oder nichts Gutes sagte.

Befürworter und Gegner des Brexit wirken mutlos. Zweites Kapitel In der Krise des gemeinschaftlichen Engagements []. Einige Herausforderungen der Welt von heute [52]. Nein zur neuen Vergötterung des Geldes []. Nein zu einem Geld, das regiert, statt zu dienen []. Nein zur sozialen Ungleichheit, die Gewalt hervorbringt []. Einige kulturelle Herausforderungen [].

Herausforderungen der Inkulturation des Glaubens []. Herausforderungen der Stadtkulturen []. Versuchungen der in der Seelsorge Tätigen []. Ja zur Herausforderung einer missionarischen Spiritualität []. Nein zur egoistischen Trägheit []. Nein zum sterilen Pessimismus []. Ja zu den neuen, von Jesus Christus gebildeten Beziehungen []. Nein zur spirituellen Weltlichkeit [].

Nein zum Krieg unter uns []. Weitere kirchliche Herausforderungen []. Drittes Kapitel Die Verkündigung des Evangeliums []. Das ganze Volk Gottes verkündet das Evangelium []. Ein Volk für alle []. Ein Volk der vielen Gesichter []. Alle sind wir missionarische Jünger []. Die evangelisierende Kraft der Volksfrömmigkeit [].

Von Mensch zu Mensch []. Charismen im Dienst der evangelisierenden Gemeinschaft []. Die Welt der Kultur, des Denkens und der Erziehung []. Der liturgische Kontext []. Das Gespräch einer Mutter []. Worte, die die Herzen entfachen []. Die Vorbereitung auf die Predigt []. Der Dienst der Wahrheit []. Der persönliche Umgang mit dem Wort []. Die geistliche Lesung []. Ein Ohr beim Volk []. Pädagogische Mitte l []. Eine Evangelisierung zur Vertiefung des Kerygmas []. Eine kerygmatische und mystagogische Katechese [].

Die persönliche Begleitung der Wachstumsprozesse []. Am Wort Gottes orientiert []]. Viertes Kapitel Die soziale Dimension der Evangelisierung [].

Die gemeinschaftlichen und sozialen Auswirkungen des Kerygmas []. Bekenntnis des Glaubens und soziale Verpflichtung []. Das Reich, das uns ruft []. Die Lehre der Kirche zu den sozialen Fragen [].

Die gesellschaftliche Eingliederung der Armen []. Gemeinsam mit Gott hören wir einen Schrei []. Treue zum Evangelium, um nicht vergeblich zu laufen [].

Der bevorzugte Platz der Armen im Volk Gottes []. Wirtschaft und Verteilung der Einkünfte []. Sich der Schwachen annehmen []. Das Gemeingut und der soziale Frieden []. Die Zeit ist mehr wert als der Raum []. Die Einheit wiegt mehr als der Konflikt [].

Die Wirklichkeit ist wichtiger als die Idee []. Das Ganze ist dem Teil übergeordnet []. Der soziale Dialog als Beitrag zum Frieden []. Der Dialog zwischen Glaube, Vernunft und den Wissenschaften []. Der ökumenische Dialog []. Die Beziehungen zum Judentum []. Der interreligiöse Dialog [].

Der soziale Dialog in einem Kontext religiöser Freiheit []. Fünftes Kapitel Evangelisierende mit Geist []. Motivationen für einen neuen missionarischen Schwun g [].

Die persönliche Begegnung mit der rettenden Liebe Jesu []. Das geistliche Wohlgefallen, Volk zu sein []. Das geheimnisvolle Wirken des Auferstandenen und seines Geistes []. Die missionarische Kraft des Fürbittgebets []. Maria, die Mutter der Evangelisierung []. Ein Geschenk Jesu an sein Volk []. Der Stern der neuen Evangelisierung []. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der Sünde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von der Vereinsamung.

Mit Jesus Christus kommt immer — und immer wieder — die Freude. In diesem Schreiben möchte ich mich an die Christgläubigen wenden, um sie zu einer neuen Etappe der Evangelisierung einzuladen, die von dieser Freude geprägt ist, und um Wege für den Lauf der Kirche in den kommenden Jahren aufzuzeigen. Freude, die sich erneuert und sich mitteilt. Auch die Gläubigen laufen nachweislich und fortwährend diese Gefahr.

Viele erliegen ihr und werden zu gereizten, unzufriedenen, empfindungslosen Menschen. Das ist nicht die Wahl eines würdigen und erfüllten Lebens, das ist nicht Gottes Wille für uns, das ist nicht das Leben im Geist, das aus dem Herzen des auferstandenen Christus hervorsprudelt.

Ich lade jeden Christen ein, gleich an welchem Ort und in welcher Lage er sich befindet, noch heute seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern oder zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen, ihn jeden Tag ohne Unterlass zu suchen.

Das ist der Augenblick, um zu Jesus Christus zu sagen: Kaufe mich wieder frei, nimm mich noch einmal auf in deine erlösenden Arme. Ich beharre noch einmal darauf: Gott wird niemals müde zu verzeihen; wir sind es, die müde werden, um sein Erbarmen zu bitten.

Ein ums andere Mal lädt er uns wieder auf seine Schultern. Niemand kann uns die Würde nehmen, die diese unendliche und unerschütterliche Liebe uns verleiht. Mit einem Feingefühl, das uns niemals enttäuscht und uns immer die Freude zurückgeben kann, erlaubt er uns, das Haupt zu erheben und neu zu beginnen.

Fliehen wir nicht vor der Auferstehung Jesu, geben wir uns niemals geschlagen, was auch immer geschehen mag. Nichts soll stärker sein als sein Leben, das uns vorantreibt! Die Bücher des Alten Testaments hatten die Freude des Heils angekündigt, die es dann in den messianischen Zeiten im Überfluss geben sollte. Und er ermuntert die Bewohner von Zion, ihn mit Gesängen zu empfangen: Den, der ihn schon am Horizont gesehen hat, lädt der Prophet ein, zu einem Boten für die anderen zu werden: Die ganze Schöpfung nimmt an dieser Freude des Heils teil: Sieh, dein König kommt zu dir.

Es ergreift mich, wenn ich diesen Text wieder lese: Wie viel zärtliche Vaterliebe ist in diesen Worten zu spüren! In ihrem Lobgesang bekundet Maria: Als Jesus sein öffentliches Wirken beginnt, ruft Johannes aus: Seine Botschaft ist Quelle der Freude: Die Apostelgeschichte erzählt von der ersten Gemeinde: Warum wollen nicht auch wir in diesen Strom der Freude eintreten? Es gibt Christen, deren Lebensart wie eine Fastenzeit ohne Ostern erscheint.

Doch ich gebe zu, dass man die Freude nicht in allen Lebensabschnitten und -umständen, die manchmal sehr hart sind, in gleicher Weise erlebt. Sie passt sich an und verwandelt sich, und bleibt immer wenigstens wie ein Lichtstrahl, der aus der persönlichen Gewissheit hervorgeht, jenseits von allem grenzenlos geliebt zu sein. Ich verstehe die Menschen, die wegen der schweren Nöte, unter denen sie zu leiden haben, zur Traurigkeit neigen, doch nach und nach muss man zulassen, dass die Glaubensfreude zu erwachen beginnt, wie eine geheime, aber feste Zuversicht, auch mitten in den schlimmsten Ängsten: Die Huld des Herrn ist nicht erschöpft, sein Erbarmen ist nicht zu Ende.

Die Versuchung erscheint häufig in Form von Entschuldigungen und Beanstandungen, als müssten unzählige Bedingungen erfüllt sein, damit Freude möglich ist. Allein dank dieser Begegnung — oder Wiederbegegnung — mit der Liebe Gottes, die zu einer glücklichen Freundschaft wird, werden wir von unserer abgeschotteten Geisteshaltung und aus unserer Selbstbezogenheit erlöst. Unser volles Menschsein erreichen wir, wenn wir mehr als nur menschlich sind, wenn wir Gott erlauben, uns über uns selbst hinaus zu führen, damit wir zu unserem eigentlicheren Sein gelangen.

Dort liegt die Quelle der Evangelisierung. Wenn nämlich jemand diese Liebe angenommen hat, die ihm den Sinn des Lebens zurückgibt, wie kann er dann den Wunsch zurückhalten, sie den anderen mitzuteilen? Die innige und tröstliche Freude der Verkündigung des Evangeliums. Das Gute neigt immer dazu, sich mitzuteilen.

Darum gibt es für jeden, der ein würdiges und erfülltes Leben zu führen wünscht, keinen anderen Weg, als den anderen anzuerkennen und sein Wohl zu suchen. So dürften uns also einige Worte des heiligen Paulus nicht verwundern: Der Vorschlag lautet, auf einer höheren Ebene zu leben, jedoch nicht weniger intensiv: Das Leben wird reifer und reicher, je mehr man es hingibt, um anderen Leben zu geben. Darin besteht letztendlich die Mission. Eine erneuerte Verkündigung schenkt den Gläubigen — auch den lauen oder nicht praktizierenden — eine neue Freude im Glauben und eine missionarische Fruchtbarkeit.

In Wirklichkeit ist das Zentrum und das Wesen des Glaubens immer dasselbe: Er ist immer jung und eine ständige Quelle von Neuem. Der heilige Johannes vom Kreuz sagte: Jedes Mal, wenn wir versuchen, zur Quelle zurückzukehren und die ursprüngliche Frische des Evangeliums wiederzugewinnen, tauchen neue Wege, kreative Methoden, andere Ausdrucksformen, aussagekräftigere Zeichen und Worte reich an neuer Bedeutung für die Welt von heute auf.

Die wahre Neuheit ist die, welche Gott selber geheimnisvoll hervorbringen will, die er eingibt, die er erweckt, die er auf tausenderlei Weise lenkt und begleitet. Diese Überzeugung erlaubt uns, inmitten einer so anspruchsvollen und herausfordernden Aufgabe, die unser Leben ganz und gar vereinnahmt, die Freude zu bewahren.

Sie verlangt von uns alles, aber zugleich bietet sie uns alles. Wir dürfen die Neuheit dieses Auftrags auch nicht wie eine Entwurzelung verstehen, wie ein Vergessen der lebendigen Geschichte, die uns aufnimmt und uns vorantreibt. Jesus hinterlässt uns die Eucharistie als tägliches Gedächtnis der Kirche, das uns immer mehr in das Paschageheimnis einführt vgl.

Die Freude der Verkündigung erstrahlt immer auf dem Hintergrund der dankbaren Erinnerung: Es ist eine Gnade, die wir erbitten müssen. Die Apostel haben nie den Moment vergessen, in dem Jesus ihr Herz anrührte: Unter ihnen heben sich einige Personen hervor, die besonders prägend dazu beigetragen haben, dass unsere Glaubensfreude aufkeimte: Manchmal handelt es sich um einfache Menschen in unserer Nähe, die uns in das Glaubensleben eingeführt haben: Die neue Evangelisierung für die Weitergabe des Glaubens.

Im Hören auf den Geist, der uns hilft, gemeinschaftlich die Zeichen der Zeit zu erkennen, wurde vom 7. Oktober die XIII. Ordentliche Vollversammlung der Bischofssynode unter dem Thema Die neue Evangelisierung für die Weitergabe des christlichen Glaubens abgehalten.

Dort wurde daran erinnert, dass die neue Evangelisierung alle aufruft und dass sie sich grundsätzlich in drei Bereichen abspielt. Diese Seelsorge ist auf das Wachstum der Gläubigen ausgerichtet, damit sie immer besser und mit ihrem ganzen Leben auf die Liebe Gottes antworten. Als stets aufmerksame Mutter setzt sich die Kirche dafür ein, dass sie eine Umkehr erleben, die ihnen die Freude am Glauben und den Wunsch, sich mit dem Evangelium zu beschäftigen, zurückgibt.

Viele von ihnen suchen Gott insgeheim, bewegt von der Sehnsucht nach seinem Angesicht, auch in Ländern alter christlicher Tradition. Alle haben das Recht, das Evangelium zu empfangen. Die Christen haben die Pflicht, es ausnahmslos allen zu verkünden, nicht wie jemand, der eine neue Verpflichtung auferlegt, sondern wie jemand, der eine Freude teilt, einen schönen Horizont aufzeigt, ein erstrebenswertes Festmahl anbietet.

Wir würden einfach erkennen, dass das missionarische Handeln das Paradigma für alles Wirken der Kirche ist. Auf dieser Linie haben die lateinamerikanischen Bischöfe bekräftigt: Ich habe die Einladung der Synodenväter, dieses Schreiben zu verfassen, gerne angenommen.

Zahllos sind die mit der Evangelisierung in der Welt von heute verbundenen Themen, die man hier entwickeln könnte. Doch ich habe darauf verzichtet, diese vielfältigen Fragen ausführlich zu behandeln; sie müssen Gegenstand des Studiums und der sorgsamen Vertiefung sein.

Ich glaube auch nicht, dass man vom päpstlichen Lehramt eine endgültige oder vollständige Aussage zu allen Fragen erwarten muss, welche die Kirche und die Welt betreffen. Es ist nicht angebracht, dass der Papst die örtlichen Bischöfe in der Bewertung aller Problemkreise ersetzt, die in ihren Gebieten auftauchen. Hier habe ich die Wahl getroffen, einige Linien vorzuschlagen, die in der gesamten Kirche einer neuen Etappe der Evangelisierung voller Eifer und Dynamik Mut und Orientierung verleihen können.

In diesem Rahmen und auf der Basis der Lehre der dogmatischen Konstitution Lumen gentium habe ich mich entschieden, unter den anderen Themen die folgenden Fragen ausführlich zu behandeln:. Ich habe diese Themen in einer Ausführlichkeit behandelt, die vielleicht übertrieben erscheinen mag. Aber ich habe es nicht in der Absicht getan, eine Abhandlung vorzulegen, sondern nur, um die bedeutende praktische Auswirkung dieser Argumente in der gegenwärtigen Aufgabe der Kirche zu zeigen.

Und so können wir auf diese Weise inmitten unserer täglichen Arbeit der Aufforderung des Wortes Gottes nachkommen: Noch einmal sage ich: Erstes Kapitel Die missionarische Umgestaltung der Kirche.

Die Evangelisierung folgt dem Missionsauftrag Jesu: In diesen Versen ist der Moment dargestellt, in dem der Auferstandene die Seinen aussendet, das Evangelium zu jeder Zeit und an allen Orten zu verkünden, so dass der Glaube an ihn sich bis an alle Enden der Erde ausbreite. Abraham folgte dem Aufruf, zu einem neuen Land aufzubrechen vgl. Mose gehorchte dem Ruf Gottes: Zu Jeremia sagte Gott: Jeder Christ und jede Gemeinschaft soll unterscheiden, welches der Weg ist, den der Herr verlangt, doch alle sind wir aufgefordert, diesen Ruf anzunehmen: Die zweiundsiebzig Jünger, die voll Freude von ihrer Sendung zurückkehren, erfahren sie vgl.

Jesus erlebt sie, als er im Heiligen Geist vor Freude jubelt und den Vater preist, weil seine Offenbarung die Armen und die Kleinsten erreicht vgl. Diese Freude ist ein Zeichen, dass das Evangelium verkündet wurde und bereits Frucht bringt. Aber sie hat immer die Dynamik des Aufbruchs und der Gabe, des Herausgehens aus sich selbst, des Unterwegsseins und des immer neuen und immer weiteren Aussäens. Wenn der Same an einem Ort ausgesät ist, hält Jesus sich dort nicht mehr auf, um etwas besser zu erklären oder um weitere Zeichen zu wirken, sondern der Geist führt ihn, zu anderen Dörfern aufzubrechen.

Das Wort Gottes trägt in sich Anlagen, die wir nicht voraussehen können. Das Evangelium spricht von einem Samen, der, wenn er einmal ausgesät ist, von sich aus wächst, auch wenn der Bauer schläft vgl. Die Kirche muss diese unfassbare Freiheit des Wortes akzeptieren, das auf seine Weise und in sehr verschiedenen Formen wirksam ist, die gewöhnlich unsere Prognosen übertreffen und unsere Schablonen sprengen.

So verkündet es der Engel den Hirten von Bethlehem: Die Initiative ergreifen, sich einbringen, begleiten, Frucht bringen und feiern.

Die evangelisierende Gemeinde spürt, dass der Herr die Initiative ergriffen hat, ihr in der Liebe zuvorgekommen ist vgl. Sie empfindet einen unerschöpflichen Wunsch, Barmherzigkeit anzubieten — eine Frucht der eigenen Erfahrung der unendlichen Barmherzigkeit des himmlischen Vaters und ihrer Tragweite. Wagen wir ein wenig mehr, die Initiative zu ergreifen! Der Herr bringt sich ein und bezieht die Seinen ein, indem er vor den anderen niederkniet, um sie zu waschen.

Aber dann sagt er zu den Jüngern: Die evangelisierende Gemeinde stellt sich durch Werke und Gesten in das Alltagsleben der anderen, verkürzt die Distanzen, erniedrigt sich nötigenfalls bis zur Demütigung und nimmt das menschliche Leben an, indem sie im Volk mit dem leidenden Leib Christi in Berührung kommt. Sie begleitet die Menschheit in all ihren Vorgängen, so hart und langwierig sie auch sein mögen.

Sie kennt das lange Warten und die apostolische Ausdauer. Die Evangelisierung hat viel Geduld und vermeidet, die Grenzen nicht zu berücksichtigen. Die evangelisierende Gemeinde achtet immer auf die Früchte, denn der Herr will, dass sie fruchtbar ist. Sie nimmt sich des Weizens an und verliert aufgrund des Unkrauts nicht ihren Frieden. Wenn der Sämann inmitten des Weizens das Unkraut aufkeimen sieht, reagiert er nicht mit Gejammer und Panik.

Er findet den Weg, um dafür zu sorgen, dass das Wort Gottes in einer konkreten Situation Gestalt annimmt und Früchte neuen Lebens trägt, auch wenn diese scheinbar unvollkommen und unvollendet sind.

Jeden kleinen Sieg, jeden Schritt vorwärts in der Evangelisierung preist und feiert sie. Die freudige Evangelisierung wird zur Schönheit in der Liturgie inmitten der täglichen Anforderung, das Gute zu fördern. Die Kirche evangelisiert und evangelisiert sich selber mit der Schönheit der Liturgie, die auch Feier der missionarischen Tätigkeit und Quelle eines erneuerten Impulses zur Selbsthingabe ist.

Trotzdem betone ich, dass das, was ich hier zu sagen beabsichtige, eine programmatische Bedeutung hat und wichtige Konsequenzen beinhaltet. Wir erinnern an diesen denkwürdigen Text, der seine interpellierende Kraft nicht verloren hat: Es gibt kirchliche Strukturen, die eine Dynamik der Evangelisierung beeinträchtigen können; gleicherweise können die guten Strukturen nützlich sein, wenn ein Leben da ist, das sie beseelt, sie unterstützt und sie beurteilt.

Eine unaufschiebbare kirchliche Erneuerung. Ich träume von einer missionarischen Entscheidung, die fähig ist, alles zu verwandeln, damit die Gewohnheiten, die Stile, die Zeitpläne, der Sprachgebrauch und jede kirchliche Struktur ein Kanal werden, der mehr der Evangelisierung der heutigen Welt als der Selbstbewahrung dient.

Die Reform der Strukturen, die für die pastorale Neuausrichtung erforderlich ist, kann nur in diesem Sinn verstanden werden: Wie Johannes Paul II. Wir müssen jedoch zugeben, dass der Aufruf zur Überprüfung und zur Erneuerung der Pfarreien noch nicht genügend gefruchtet hat, damit sie noch näher bei den Menschen sind, Bereiche lebendiger Gemeinschaft und Teilnahme bilden und sich völlig auf die Mission ausrichten.

Die anderen kirchlichen Einrichtungen, Basisgemeinden und kleinen Gemeinschaften, Bewegungen und andere Formen von Vereinigungen sind ein Reichtum der Kirche, den der Geist erweckt, um alle Umfelder und Bereiche zu evangelisieren.

Oftmals bringen sie einen neuen Evangelisierungs-Eifer und eine Fähigkeit zum Dialog mit der Welt ein, die zur Erneuerung der Kirche beitragen. Aber es ist sehr nützlich, dass sie nicht den Kontakt mit dieser so wertvollen Wirklichkeit der örtlichen Pfarrei verlieren und dass sie sich gerne in die organische Seelsorge der Teilkirche einfügen.

Jede Teilkirche ist als Teil der katholischen Kirche unter der Leitung ihres Bischofs ebenfalls zur missionarischen Neuausrichtung aufgerufen.

Ihre Freude, Jesus Christus bekannt zu machen, findet ihren Ausdruck sowohl in ihrer Sorge, ihn an anderen, noch bedürftigeren Orten zu verkünden, als auch in einem beständigen Aufbruch zu den Peripherien des eigenen Territoriums oder zu den neuen soziokulturellen Umfeldern.

Der Bischof muss immer das missionarische Miteinander in seiner Diözese fördern, indem er das Ideal der ersten christlichen Gemeinden verfolgt, in denen die Gläubigen ein Herz und eine Seele waren vgl. Darum wird er sich bisweilen an die Spitze stellen, um den Weg anzuzeigen und die Hoffnung des Volkes aufrecht zu erhalten, andere Male wird er einfach inmitten aller sein mit seiner schlichten und barmherzigen Nähe, und bei einigen Gelegenheiten wird er hinter dem Volk hergehen, um denen zu helfen, die zurückgeblieben sind, und — vor allem — weil die Herde selbst ihren Spürsinn besitzt, um neue Wege zu finden.

In seiner Aufgabe, ein dynamisches, offenes und missionarisches Miteinander zu fördern, wird er die Reifung der vom Kodex des Kanonischen Rechts [34] vorgesehenen Mitspracheregelungen sowie anderer Formen des pastoralen Dialogs anregen und suchen, in dem Wunsch, alle anzuhören und nicht nur einige, die ihm Komplimente machen.

Doch das Ziel dieser Prozesse der Beteiligung soll nicht vornehmlich die kirchliche Organisation sein, sondern der missionarische Traum, alle zu erreichen. Da ich berufen bin, selbst zu leben, was ich von den anderen verlange, muss ich auch an eine Neuausrichtung des Papsttums denken. Meine Aufgabe als Bischof von Rom ist es, offen zu bleiben für die Vorschläge, die darauf ausgerichtet sind, dass eine Ausübung meines Amtes der Bedeutung, die Jesus Christus ihm geben wollte, treuer ist und mehr den gegenwärtigen Notwendigkeiten der Evangelisierung entspricht.

Auch das Papsttum und die zentralen Strukturen der Universalkirche haben es nötig, dem Aufruf zu einer pastoralen Neuausrichtung zu folgen. Ich lade alle ein, wagemutig und kreativ zu sein in dieser Aufgabe, die Ziele, die Strukturen, den Stil und die Evangelisierungs- Methoden der eigenen Gemeinden zu überdenken.

Wichtig ist, Alleingänge zu vermeiden, sich immer auf die Brüder und Schwestern und besonders auf die Führung der Bischöfe zu verlassen, in einer weisen und realistischen pastoralen Unterscheidung.

Wenn wir alles unter einen missionarischen Gesichtspunkt stellen wollen, dann gilt das auch für die Weise, die Botschaft bekannt zu machen. In der Welt von heute mit der Schnelligkeit der Kommunikation und der eigennützigen Auswahl der Inhalte durch die Medien ist die Botschaft, die wir verkünden, mehr denn je in Gefahr, verstümmelt und auf einige ihrer zweitrangigen Aspekte reduziert zu werden.

Daraus folgt, dass einige Fragen, die zur Morallehre der Kirche gehören, aus dem Zusammenhang gerissen werden, der ihnen Sinn verleiht. Es ist also besser, realistisch zu sein und nicht davon auszugehen, dass unsere Gesprächspartner den vollkommenen Hintergrund dessen kennen, was wir sagen, oder dass sie unsere Worte mit dem wesentlichen Kern des Evangeliums verbinden können, der ihnen Sinn, Schönheit und Anziehungskraft verleiht. Eine Seelsorge unter missionarischem Gesichtspunkt steht nicht unter dem Zwang der zusammenhanglosen Vermittlung einer Vielzahl von Lehren, die man durch unnachgiebige Beharrlichkeit aufzudrängen sucht.

Alle offenbarten Wahrheiten entspringen aus derselben göttlichen Quelle und werden mit ein und demselben Glauben geglaubt, doch einige von ihnen sind wichtiger, um unmittelbarer das Eigentliche des Evangeliums auszudrücken.

In diesem grundlegenden Kern ist das, was leuchtet, die Schönheit der heilbringenden Liebe Gottes, die sich im gestorbenen und auferstandenen Jesus Christus offenbart hat. Der heilige Thomas von Aquin lehrte, dass es auch in der moralischen Botschaft der Kirche eine Hierarchie gibt, in den Tugenden und in den Taten, die aus ihnen hervorgehen.

Es ist wichtig, die pastoralen Konsequenzen aus der Konzilslehre zu ziehen, die eine alte Überzeugung der Kirche aufnimmt. Das kann man an der Häufigkeit feststellen, mit der einige Themen behandelt werden, und an den Akzenten, die in der Predigt gesetzt werden. Wenn zum Beispiel ein Pfarrer während des liturgischen Jahres zehnmal über die Enthaltsamkeit und nur zwei- oder dreimal über die Liebe oder über die Gerechtigkeit spricht, entsteht ein Missverhältnis, durch das die Tugenden, die in den Schatten gestellt werden, genau diejenigen sind, die in der Predigt und in der Katechese mehr vorkommen müssten.

Man darf die Vollständigkeit der Botschaft des Evangeliums nicht verstümmeln. Das Evangelium lädt vor allem dazu ein, dem Gott zu antworten, der uns liebt und uns rettet — ihm zu antworten, indem man ihn in den anderen erkennt und aus sich selbst herausgeht, um das Wohl aller zu suchen. Diese Einladung darf unter keinen Umständen verdunkelt werden! Alle Tugenden stehen im Dienst dieser Antwort der Liebe. Wenn diese Einladung nicht stark und anziehend leuchtet, riskiert das moralische Gebäude der Kirche, ein Kartenhaus zu werden, und das ist unsere schlimmste Gefahr.

Die Mission, die in den menschlichen Begrenzungen Gestalt annimmt. Die Kirche, die eine missionarische Jüngerin ist, muss in ihrer Interpretation des offenbarten Wortes und in ihrem Verständnis der Wahrheit wachsen. Denjenigen, die sich eine monolithische, von allen ohne Nuancierungen verteidigte Lehre erträumen, mag das als Unvollkommenheit und Zersplitterung erscheinen.

Doch in Wirklichkeit hilft diese Vielfalt, die verschiedenen Aspekte des unerschöpflichen Reichtums des Evangeliums besser zu zeigen und zu entwickeln.

Zugleich erfordern die enormen und schnellen kulturellen Veränderungen, dass wir stets unsere Aufmerksamkeit darauf richten und versuchen, die ewigen Wahrheiten in einer Sprache auszudrücken, die deren ständige Neuheit durchscheinen lässt.

Auf diese Weise sind wir einer Formulierung treu, überbringen aber nicht die Substanz. Und die Erneuerung der Ausdrucksformen erweist sich als notwendig, um die Botschaft vom Evangelium in ihrer unwandelbaren Bedeutung an den heutigen Menschen weiterzugeben. In jedem Fall können wir die Lehren der Kirche nie zu etwas machen, das leicht verständlich ist und die uneingeschränkte Würdigung aller erfährt. Der Glaube behält immer einen Aspekt des Kreuzes, eine gewisse Unverständlichkeit, die jedoch die Festigkeit der inneren Zustimmung nicht beeinträchtigt.

Es gibt Dinge, die man nur von dieser inneren Zustimmung her versteht und schätzt, die eine Schwester der Liebe ist, jenseits der Klarheit, mit der man ihre Gründe und Argumente erfassen kann.

Darum ist daran zu erinnern, dass jede Unterweisung in der Lehre in einer Haltung der Evangelisierung geschehen muss, die durch die Nähe, die Liebe und das Zeugnis die Zustimmung des Herzens weckt. In ihrem bewährten Unterscheidungsvermögen kann die Kirche auch dazu gelangen, eigene, nicht direkt mit dem Kern des Evangeliums verbundene, zum Teil tief in der Geschichte verwurzelte Bräuche zu erkennen, die heute nicht mehr in derselben Weise interpretiert werden und deren Botschaft gewöhnlich nicht entsprechend wahrgenommen wird.

Sie mögen schön sein, leisten jedoch jetzt nicht denselben Dienst im Hinblick auf die Weitergabe des Evangeliums. Haben wir keine Angst, sie zu revidieren! In gleicher Weise gibt es kirchliche Normen oder Vorschriften, die zu anderen Zeiten sehr wirksam gewesen sein mögen, aber nicht mehr die gleiche erzieherische Kraft als Richtlinien des Lebens besitzen.

Sie müsste eines der Kriterien sein, die in Betracht zu ziehen sind, wenn über eine Reform der Kirche und ihrer Verkündigung nachgedacht wird, die wirklich erlaubt, alle zu erreichen. Daher muss man, ohne den Wert des vom Evangelium vorgezeichneten Ideals zu mindern, die möglichen Wachstumsstufen der Menschen, die Tag für Tag aufgebaut werden, mit Barmherzigkeit und Geduld begleiten.

Alle müssen von dem Trost und dem Ansporn der heilbringenden Liebe Gottes erreicht werden, der geheimnisvoll in jedem Menschen wirkt, jenseits seiner Mängel und Verfehlungen. So sehen wir, dass der evangelisierende Einsatz sich innerhalb der Grenzen der Sprache und der Umstände bewegt. Er versucht immer, die Wahrheit des Evangeliums in einem bestimmten Kontext bestmöglich mitzuteilen, ohne auf die Wahrheit, das Gute und das Licht zu verzichten, die eingebracht werden können, wenn die Vollkommenheit nicht möglich ist.

Zu den anderen hinauszugehen, um an die menschlichen Randgebiete zu gelangen, bedeutet nicht, richtungs- und sinnlos auf die Welt zuzulaufen. Manchmal ist sie wie der Vater des verlorenen Sohns, der die Türen offen lässt, damit der Sohn, wenn er zurückkommt, ohne Schwierigkeit eintreten kann. Die Kirche ist berufen, immer das offene Haus des Vaters zu sein. Eines der konkreten Zeichen dieser Öffnung ist es, überall Kirchen mit offenen Türen zu haben.

Doch es gibt noch andere Türen, die ebenfalls nicht geschlossen werden dürfen. Alle können in irgendeiner Weise am kirchlichen Leben teilnehmen, alle können zur Gemeinschaft gehören, und auch die Türen der Sakramente dürften nicht aus irgendeinem beliebigen Grund geschlossen werden. Häufig verhalten wir uns wie Kontrolleure der Gnade und nicht wie ihre Förderer. Doch die Kirche ist keine Zollstation, sie ist das Vaterhaus, wo Platz ist für jeden mit seinem mühevollen Leben.

Wenn die gesamte Kirche diese missionarische Dynamik annimmt, muss sie alle erreichen, ohne Ausnahmen. Doch wen müsste sie bevorzugen?

Wenn einer das Evangelium liest, findet er eine ganz klare Ausrichtung: Es dürfen weder Zweifel bleiben, noch halten Erklärungen stand, die diese so klare Botschaft schwächen könnten.

Heute und immer gilt: Ohne Umschweife ist zu sagen, dass — wie die Bischöfe Nordost-Indiens lehren — ein untrennbares Band zwischen unserem Glauben und den Armen besteht.

Lassen wir die Armen nie allein! Brechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten! Wenn uns etwas in heilige Sorge versetzen und unser Gewissen beunruhigen soll, dann ist es die Tatsache, dass so viele unserer Brüder und Schwestern ohne die Kraft, das Licht und den Trost der Freundschaft mit Jesus Christus leben, ohne eine Glaubensgemeinschaft, die sie aufnimmt, ohne einen Horizont von Sinn und Leben.

Zweites Kapitel In der Krise des gemeinschaftlichen Engagements. Bevor wir über einige grundlegende Fragen in Bezug auf das evangelisierende Handeln sprechen, sollte kurz erwähnt werden, welches der Rahmen ist, in dem wir zu leben und zu wirken haben. Andererseits würde uns auch eine rein soziologische Sicht nicht nützen, die den Anspruch erhebt, die ganze Wirklichkeit mit ihrer Methodologie in einer nur hypothetisch neutralen und unpersönlichen Weise zu umfassen.

Was ich vorzulegen gedenke, geht vielmehr in die Richtung einer Unterscheidung anhand des Evangeliums. Es ist angebracht zu klären, was eine Frucht des Gottesreiches sein kann, und auch, was dem Plan Gottes schadet.

Ich setze die verschiedenen Analysen voraus, welche die anderen Dokumente des universalen Lehramtes dargeboten haben, wie auch die, welche die regionalen und nationalen Bischofskonferenzen vorgestellt haben. In diesem Schreiben will ich nur kurz und unter pastoralem Gesichtspunkt auf einige Aspekte der Wirklichkeit eingehen, welche die Dynamiken der missionarischen Erneuerung der Kirche anhalten oder schwächen können, sei es, weil sie das Leben und die Würde des Gottesvolkes betreffen, sei es, weil sie sich auch auf die Personen auswirken, die unmittelbarer zu den kirchlichen Institutionen gehören und Evangelisierungsaufgaben erfüllen.

Einige Herausforderungen der Welt von heute. Die Menschheit erlebt im Moment eine historische Wende, die wir an den Fortschritten ablesen können, die auf verschiedenen Gebieten gemacht werden. Einige Pathologien nehmen zu. Angst und Verzweiflung ergreifen das Herz vieler Menschen, sogar in den sogenannten reichen Ländern. Häufig erlischt die Lebensfreude, nehmen Respektlosigkeit und Gewalt zu, die soziale Ungleichheit tritt immer klarer zutage.

Man muss kämpfen, um zu leben — und oft wenig würdevoll zu leben. Dieser epochale Wandel ist verursacht worden durch die enormen Sprünge, die in Bezug auf Qualität, Quantität, Schnelligkeit und Häufung im wissenschaftlichen Fortschritt sowie in den technologischen Neuerungen und ihren prompten Anwendungen in verschiedenen Bereichen der Natur und des Lebens zu verzeichnen sind.

Wir befinden uns im Zeitalter des Wissens und der Information, einer Quelle neuer Formen einer sehr oft anonymen Macht. Es ist nicht mehr zu tolerieren, dass Nahrungsmittel weggeworfen werden, während es Menschen gibt, die Hunger leiden.

Das ist soziale Ungleichheit. Heute spielt sich alles nach den Kriterien der Konkurrenzfähigkeit und nach dem Gesetz des Stärkeren ab, wo der Mächtigere den Schwächeren zunichte macht. Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann. Es geht nicht mehr einfach um das Phänomen der Ausbeutung und der Unterdrückung, sondern um etwas Neues: Diese Ansicht, die nie von den Fakten bestätigt wurde, drückt ein undifferenziertes, naives Vertrauen auf die Güte derer aus, die die wirtschaftliche Macht in Händen halten, wie auch auf die sakralisierten Mechanismen des herrschenden Wirtschaftssystems.

Inzwischen warten die Ausgeschlossenen weiter. Fast ohne es zu merken, werden wir unfähig, Mitleid zu empfinden gegenüber dem schmerzvollen Aufschrei der anderen, wir weinen nicht mehr angesichts des Dramas der anderen, noch sind wir daran interessiert, uns um sie zu kümmern, als sei all das eine uns fern liegende Verantwortung, die uns nichts angeht.

Nein zur neuen Vergötterung des Geldes. Einer der Gründe dieser Situation liegt in der Beziehung, die wir zum Geld hergestellt haben, denn friedlich akzeptieren wir seine Vorherrschaft über uns und über unsere Gesellschaften. Die Finanzkrise, die wir durchmachen, lässt uns vergessen, dass an ihrem Ursprung eine tiefe anthropologische Krise steht: Wir haben neue Götzen geschaffen. Die Anbetung des antiken goldenen Kalbs vgl.

Ex 32, hat eine neue und erbarmungslose Form gefunden im Fetischismus des Geldes und in der Diktatur einer Wirtschaft ohne Gesicht und ohne ein wirklich menschliches Ziel.

Die weltweite Krise, die das Finanzwesen und die Wirtschaft erfasst, macht ihre Unausgeglichenheiten und vor allem den schweren Mangel an einer anthropologischen Orientierung deutlich — ein Mangel, der den Menschen auf nur eines seiner Bedürfnisse reduziert: Während die Einkommen einiger weniger exponentiell steigen, sind die der Mehrheit immer weiter entfernt vom Wohlstand dieser glücklichen Minderheit.

Dieses Ungleichgewicht geht auf Ideologien zurück, die die absolute Autonomie der Märkte und die Finanzspekulation verteidigen. Darum bestreiten sie das Kontrollrecht der Staaten, die beauftragt sind, über den Schutz des Gemeinwohls zu wachen. Es entsteht eine neue, unsichtbare, manchmal virtuelle Tyrannei, die einseitig und unerbittlich ihre Gesetze und ihre Regeln aufzwingt.

Zu all dem kommt eine verzweigte Korruption und eine egoistische Steuerhinterziehung hinzu, die weltweite Dimensionen angenommen haben. Die Gier nach Macht und Besitz kennt keine Grenzen. In diesem System, das dazu neigt, alles aufzusaugen, um den Nutzen zu steigern, ist alles Schwache wie die Umwelt wehrlos gegenüber den Interessen des vergötterten Marktes, die zur absoluten Regel werden. Nein zu einem Geld, das regiert, statt zu dienen.

Die Ethik wird gewöhnlich mit einer gewissen spöttischen Verachtung betrachtet. Sie wird als kontraproduktiv und zu menschlich angesehen, weil sie das Geld und die Macht relativiert.

Man empfindet sie als eine Bedrohung, denn sie verurteilt die Manipulierung und die Degradierung der Person. Für diese, wenn sie absolut gesetzt werden, ist Gott unkontrollierbar, nicht manipulierbar und sogar gefährlich, da er den Menschen zu seiner vollen Verwirklichung ruft und zur Unabhängigkeit von jeder Art von Unterjochung. Die Ethik — eine nicht ideologisierte Ethik — erlaubt, ein Gleichgewicht und eine menschlichere Gesellschaftsordnung zu schaffen.

In diesem Sinn rufe ich die Finanzexperten und die Regierenden der verschiedenen Länder auf, die Worte eines Weisen des Altertums zu bedenken: Die Güter, die wir besitzen, gehören nicht uns, sondern ihnen. Eine Finanzreform, welche die Ethik nicht ignoriert, würde einen energischen Wechsel der Grundeinstellung der politischen Führungskräfte erfordern, die ich aufrufe, diese Herausforderung mit Entschiedenheit und Weitblick anzunehmen, natürlich ohne die Besonderheit eines jeden Kontextes zu übersehen.

Das Geld muss dienen und nicht regieren! Der Papst liebt alle, Reiche und Arme, doch im Namen Christi hat er die Pflicht daran zu erinnern, dass die Reichen den Armen helfen, sie achten und fördern müssen. Ich ermahne euch zur uneigennützigen Solidarität und zu einer Rückkehr von Wirtschaft und Finanzleben zu einer Ethik zugunsten des Menschen.

Nein zur sozialen Ungleichheit, die Gewalt hervorbringt. Die Armen und die ärmsten Bevölkerungen werden der Gewalt beschuldigt, aber ohne Chancengleichheit finden die verschiedenen Formen von Aggression und Krieg einen fruchtbaren Boden, der früher oder später die Explosion verursacht.

Wenn die lokale, nationale oder weltweite Gesellschaft einen Teil ihrer selbst in den Randgebieten seinem Schicksal überlässt, wird es keine politischen Programme, noch Ordnungskräfte oder Intelligence geben, die unbeschränkt die Ruhe gewährleisten können. Das geschieht nicht nur, weil die soziale Ungleichheit gewaltsame Reaktionen derer provoziert, die vom System ausgeschlossen sind, sondern weil das gesellschaftliche und wirtschaftliche System an der Wurzel ungerecht ist.

Wenn jede Tat ihre Folgen hat, dann enthält ein in den Strukturen einer Gesellschaft eingenistetes Böses immer ein Potenzial der Auflösung und des Todes. Das in den ungerechten Gesellschaftsstrukturen kristallisierte Böse ist der Grund, warum man sich keine bessere Zukunft erwarten kann.

Die Mechanismen der augenblicklichen Wirtschaft fördern eine Anheizung des Konsums, aber es stellt sich heraus, dass der zügellose Konsumismus, gepaart mit der sozialen Ungleichheit das soziale Gefüge doppelt schädigt. Auf diese Weise erzeugt die soziale Ungleichheit früher oder später eine Gewalt, die der Rüstungswettlauf nicht löst, noch jemals lösen wird. Wir evangelisieren auch dann, wenn wir versuchen, uns den verschiedenen Herausforderungen zu stellen, die auftauchen können. An vielen Orten handelt es sich eher um eine verbreitete relativistische Gleichgültigkeit, verbunden mit der Ernüchterung und der Krise der Ideologien, die als Reaktion auf alles, was totalitär erscheint, eingetreten ist.

Das schadet nicht nur der Kirche, sondern dem Gesellschaftsleben allgemein. Geben wir zu, dass in einer Kultur, in der jeder Träger einer eigenen subjektiven Wahrheit sein will, die Bürger schwerlich das Verlangen haben, sich an einem gemeinsamen Projekt zu beteiligen, das die persönlichen Interessen und Wünsche übersteigt.

Das Wirkliche macht dem Anschein Platz. In vielen Ländern hat die Globalisierung mit der Invasion von Tendenzen aus anderen, wirtschaftlich entwickelten, aber ethisch geschwächten Kulturen einen beschleunigten Verfall der kulturellen Wurzeln bedingt. Das haben in mehreren Synoden die Bischöfe verschiedener Kontinente zum Ausdruck gebracht. Weil diese meistens von Zentren im Norden der Welt aus geleitet werden, berücksichtigen sie nicht immer in gebührender Weise die eigenen vorrangigen Anliegen und Probleme dieser Länder, noch achten sie deren kulturelle Eigenart.

Der katholische Glaube vieler Völker steht heute vor der Herausforderung der Verbreitung neuer religiöser Bewegungen, von denen einige zum Fundamentalismus tendieren und andere eine Spiritualität ohne Gott anzubieten scheinen.

Diese religiösen Bewegungen, die durch ihr subtiles Eindringen gekennzeichnet sind, füllen innerhalb des herrschenden Individualismus eine Leere aus, die der laizistische Rationalismus hinterlassen hat. Vielerorts besteht eine Vorherrschaft des administrativen Aspekts vor dem seelsorglichen sowie eine Sakramentalisierung ohne andere Formen der Evangelisierung. Der Säkularisierungsprozess neigt dazu, den Glauben und die Kirche auf den privaten, ganz persönlichen Bereich zu beschränken.

Diese Argumentationen entspringen gewöhnlich aus einer Form von moralischem Relativismus, der sich — nicht ohne inneren Widerspruch — mit einem Vertrauen auf die absoluten Rechte des Einzelnen verbindet. In dieser Sichtweise nimmt man die Kirche wahr, als fördere sie ein besonderes Vorurteil und als greife sie in die individuelle Freiheit ein. Folglich wird eine Erziehung notwendig, die ein kritisches Denken lehrt und einen Weg der Reifung in den Werten bietet. Trotz der ganzen laizistischen Strömung, die die Gesellschaft überschwemmt, ist die Kirche in vielen Ländern — auch dort, wo das Christentum in der Minderheit ist — in der öffentlichen Meinung eine glaubwürdige Einrichtung, zuverlässig in Bezug auf den Bereich der Solidarität und der Sorge für die am meisten Bedürftigen.

Bei vielen Gelegenheiten hat sie als Mittlerin gedient, um die Lösung von Problemen zu fördern, die den Frieden, die Eintracht, die Umwelt, den Schutz des Lebens, die Menschenrechte und die Zivilrechte usw. Es ist sehr positiv, dass das so ist. Doch wenn wir andere Fragen zur Sprache bringen, die weniger öffentliche Zustimmung hervorrufen, fällt es uns schwer zu zeigen, dass wir das aus Treue zu den gleichen Überzeugungen bezüglich der Würde der Person und des Gemeinwohls tun.

Die Familie macht eine tiefe kulturelle Krise durch wie alle Gemeinschaften und sozialen Bindungen. Im Fall der Familie wird die Brüchigkeit der Bindungen besonders ernst, denn es handelt sich um die grundlegende Zelle der Gesellschaft, um den Ort, wo man lernt, in der Verschiedenheit zusammenzuleben und anderen zu gehören, und wo die Eltern den Glauben an die Kinder weitergeben.

Doch der unverzichtbare Beitrag der Ehe zur Gesellschaft geht über die Ebene der Emotivität und der zufälligen Bedürfnisse des Paares hinaus. Der postmoderne und globalisierte Individualismus begünstigt einen Lebensstil, der die Entwicklung und die Stabilität der Bindungen zwischen den Menschen schwächt und die Natur der Familienbande zerstört.

Das seelsorgliche Tun muss noch besser zeigen, dass die Beziehung zu unserem himmlischen Vater eine Communio fordert und fördert, die die zwischenmenschlichen Bindungen heilt, begünstigt und stärkt. Andererseits entstehen heute viele Formen von Verbänden für den Rechtsschutz und zur Erreichung edler Ziele. Auf diese Weise zeigt sich deutlich das Verlangen zahlreicher Bürger nach Mitbestimmung — Bürger, die Erbauer des sozialen und kulturellen Fortschritts sein wollen.

Herausforderungen der Inkulturation des Glaubens. Die christliche Basis einiger Völker — besonders in der westlichen Welt — ist eine lebendige Wirklichkeit.

Hier finden wir, vor allem unter den am meisten Notleidenden, eine moralische Reserve, die Werte eines authentischen christlichen Humanismus bewahrt. Ein Blick des Glaubens auf die Wirklichkeit kann nicht umhin, das anzuerkennen, was der Heilige Geist sät. Es ist nicht gut, die entscheidende Bedeutung zu übersehen, welche eine vom Glauben gezeichnete Kultur hat, denn diese evangelisierte Kultur besitzt jenseits ihrer Grenzen viel mehr Möglichkeiten als eine einfache Summe von Gläubigen, die den Angriffen des heutigen Säkularismus ausgesetzt ist.

Eine evangelisierte Volkskultur enthält Werte des Glaubens und der Solidarität, die die Entwicklung einer gerechteren und gläubigeren Gesellschaft auslösen können. Zudem besitzt sie eine besondere Weisheit, und man muss verstehen, diese mit einem Blick voller Dankbarkeit zu erkennen.

Es ist dringend notwendig, die Kulturen zu evangelisieren, um das Evangelium zu inkulturieren. In den Ländern katholischer Tradition wird es sich darum handeln, den bereits bestehenden Reichtum zu begleiten, zu pflegen und zu stärken, und in den Ländern anderer religiöser Traditionen oder tiefgreifender Säkularisierung wird es darum gehen, neue Prozesse der Evangelisierung der Kultur zu fördern, auch wenn sie sehr langfristige Planungen verlangen.

Wir dürfen jedoch nicht übersehen, dass immer ein Aufruf zum Wachstum besteht. Jede Kultur und jede gesellschaftliche Gruppe bedarf der Läuterung und der Reifung. Im Fall von Volkskulturen katholischer Bevölkerungen können wir einige Schwächen erkennen, die noch vom Evangelium geheilt werden müssen: Chauvinismus, Alkoholismus, häusliche Gewalt, geringe Teilnahme an der Eucharistie, Schicksalsgläubigkeit oder Aberglaube, die auf Zauberei und Magie zurückgreifen lassen, und anderes.

Doch gerade die Volksfrömmigkeit ist der beste Ausgangspunkt, um diese Schwächen zu heilen und von ihnen zu befreien. Manche fördern diese Ausdrucksformen, ohne sich um die soziale Förderung und die Bildung der Gläubigen zu kümmern, und in gewissen Fällen tun sie es, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen oder eine Macht über die anderen zu gewinnen. Wir dürfen auch nicht übersehen, dass in den letzten Jahrzehnten ein Bruch in der generationenlangen Weitergabe des christlichen Glaubens im katholischen Volk stattgefunden hat.

Es ist unbestreitbar, dass viele sich enttäuscht fühlen und aufhören, sich mit der katholischen Tradition zu identifizieren; dass die Zahl der Eltern steigt, die ihre Kinder nicht taufen lassen und sie nicht beten lehren und dass eine gewisse Auswanderung in andere Glaubensgemeinschaften zu verzeichnen ist.

Einige Ursachen dieses Bruches sind: Das neue Jerusalem, die heilige Stadt vgl. Offb 21, ist das Ziel, zu dem die gesamte Menschheit unterwegs ist. Es ist interessant, dass die Offenbarung uns sagt, dass die Erfüllung der Menschheit und der Geschichte sich in einer Stadt verwirklicht. Er lebt unter den Bürgern und fördert die Solidarität, die Brüderlichkeit und das Verlangen nach dem Guten, nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Diese Gegenwart muss nicht hergestellt, sondern entdeckt, enthüllt werden.

Gott verbirgt sich nicht vor denen, die ihn mit ehrlichem Herzen suchen, auch wenn sie das tastend, auf unsichere und weitschweifige Weise tun. In der Stadt wird der religiöse Aspekt durch verschiedene Lebensstile und durch Gebräuche vermittelt, die mit einem Gefühl für die Zeit, das Territorium und die Beziehungen verbunden sind, das sich von dem Stil der Landbevölkerungen unterscheidet.

Das müssen wir berücksichtigen, um einen Dialog zu erzielen wie den, welchen der Herr mit der Samariterin am Brunnen führte, wo sie ihren Durst zu stillen suchte vgl.

Was ist ein Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen? - Ein Kurzprofil

Immer mehr Menschen verzichten hierzulande auf Grundnahrungsmittel.

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In direkterer Hinsicht ist gefordert, dass bei der Analyse von Fragen, die mit der Ökologie verbunden sind, den örtlichen Kulturen Aufmerksamkeit geschenkt wird, indem man die wissenschaftlich-technische Sprache in einen Dialog mit der Sprache des Volkes bringt.

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